Schweiz: Wer in sein Herkunftsland reist, soll ausnahmslos den Asylstatus verlieren

Symbolfoto: Durch oneinchpunch/Shutterstock
Manchmal macht das "Flüchtlingssein" so richtig Spaß (Symbolfoto: Durch oneinchpunch/Shutterstock)

Schweiz – Anders als in Deutschland hat die Schweiz nun einen Automatismus angeschoben: Flüchtlinge, die in ihre alte Heimat reisen, etwa um dort Ferien zu machen, Personen zu treffen oder einen Anlass zu besuchen, sollen ihr Aufenthaltsrecht in der Schweiz verlieren. 

„Das Asylrecht in der Schweiz soll denjenigen zur Verfügung stehen, welche an Leib und Leben bedroht sind“, so der  Züricher SVP-Nationalrat Gregor Rutz zu einer parlamentarischen Initiative. Wer in der Schweiz um Asyl nachsuche, müsse sich den Ausreiserestriktionen unterziehen, so der Politiker weiter. „Wenn jemand just in jenes Land in die Ferien fährt, in welchem er Verfolgung geltend macht, dann erbringt er faktisch den Nachweis, dass er auf den Schutz unseres Landes nicht oder nicht mehr angewiesen ist.“ Heimatreisende würden dadurch zudem dokumentieren, dass die Bedrohung im Herkunftsland offensichtlich nicht oder nicht mehr bestehe, so Rutz weiter.

Die vorberatende Kommission des Nationalrats sprach sich am Freitag klar für das automatische Erlöschen des Asylrechts bei Reisen in das Herkunftsland aus. Wie die Kommission mitteilt, sieht sie „gesetzgeberischen Handlungsbedarf“ in dieser Frage, berichtet die BaZ.

Wie Jouwatch mehrfach berichtete, reisten „Flüchtlinge“ vermehrt in ihre Heimatländer. Die Ausländerbehörden bestätigten jedoch, dass die Urlauber ihren Schutzstatus behalten. Zudem, so die Behörde, müsse man von einer gewissen Dunkelziffer ausgehen.

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