Mehr Taschengeld für Maghrebiner

(Symbolbild: shutterstock.com/Durch Edward Crawford)
Immigration (Symbolbild: shutterstock.com/Durch Edward Crawford)

Sie kamen aus der Wüste und landeten im Brandenburgischen Sand, in Doberlug-Kirchhain, in der Erstaufnahme. Es geht um die vielen hundert Maghrebiner, die aus ihren Heimatländern flüchteten, in denen so viele Deutsche Urlaub machen. Es geht um Marokkaner, Algerier und Tunesier, die jetzt die Wüste Brandenburgs erkunden. Menschen, für die wir Unterkunft, Verpflegung, die ärztliche Versorgung und Taschengeld bezahlen, während wir in deren Heimatländern dieses nicht bezahlt bekommen. Aber, Zitat der Einwanderungskanzlerin: „Wir sind ein reiches Land.“ Noch.

Von Schlaglicht

Spielen wir mal ein wenig mit Zahlen. Marokko mit seinen Königsstädten Marrakesch, Fès, Meknès und Rabat, hat sich zu einem Trendziel für rund dreieinhalb Millionen Deutsche entwickelt. Sie bleiben im Schnitt 10,3 Tage in Marokko und bringen dem Land rund 3 Mrd Euro. Insgesamt kamen aus aller Welt 2017 rund 10 Millionen Menschen zum Urlauben in den Maghreb. Auch ins Nachbarland Algerien  kamen 2015 rund 2,7 Mio Interessierte, um die  Sahara und die einzigartige Schönheit der dortigen Mittelmeerküste zu genießen. 2017 kamen 181.377 deutsche Gäste nach Tunesien, von insgesamt 7 Millionen Touristen; ein Anstieg von 23,2 %.

Im Gegenzug kamen rund 140 000 der dort bislang lebenden Herrschaften zu uns. Sie flüchteten. Vor wem oder was war so genau nicht klar. Zumindest reichte es für die rot-roten Brandenburger Regenten aus, um letzten Jahr im Bundesrat eine Eingruppierung dieser Länder als sichere Herkunftsländer zu verhindern. Mittlerweile haben sich viele der Maghrebiner bei uns durchaus integriert.  Dies auch in den Statistiken des Bundeskriminalamts, 2016 etwa in der Studie  „Kernaussagen zur Kriminalität im Kontext von Zuwanderung.“ Alarmierend ist die Zahl für Algerien, die besagt, dass innerhalb nur eines Jahres 52 Prozent aller in Deutschland lebenden Algerier als Tatverdächtige registriert wurden. Aber auch die Einwanderer aus den anderen Maghreb-Staaten liegen mit Werten von 13 bis 18 Prozent um ein Vielfaches höher als die Deutschen, deren Anteil an Tatverdächtigen bei knapp 2 Prozent liegt. Von  21.320 Algeriern waren 11.138  (52,24 %) straffällig, von den 32.900 Tunesiern rund 5612 (16,55%), von den 75.855 also 13.751 (18,13%). Algerische Tatverdächtige, die Straftaten gegen das Leben begangen haben sollen, lagen (pro 100 000) mit 29 knapp viermal so hoch wie deutsche Tatverdächtige.

Aber diese Kleinigkeiten zur Integration nur am Rande. Kommen wir zurück zu den im Süden Brandenburgs Gestrandeten. Sie haben Sonderwünsche. Und die wurden ihnen auch sofort erfüllt. Die von der rot-roten Landesregierung postulierte „kulturelle Anbindung“ schien den meisten Herren aus dem Morgenland dort nicht ausreichend zu sein. So entschloss sich SPD-Innenminister Karl-Heinz Schröter zu einer weiteren Großtat: Er verlegte sie in die Berlin- nähere Stadt Wünsdorf. Hier fährt stündlich ein Zug in die deutsche Hauptstadt. Zur besseren Integration, besonders in den örtlichen Supermärkten, kam es umgehend. Mehre Dutzend junge Männer mit neuen Handys, Edelmarken-Turnschuhen und akkuratem Haarschnitt besuchten den örtlichen Supermarkt, lenkten die Kassierer ab, während andere ganze Regale leerten. Offensichtlich reicht das Taschengeld doch noch immer nicht.

Da muss der Innenminister noch einmal ran. Vielleicht kann er nach dem Umzug aus Doberlug an die Berliner Peripherie für seine Schützlinge doch noch etwas rausholen. Eine Taschengelderhöhung etwa. Brandenburgs AfD-Vize Thomas Jung hat eine Erklärung für soviel rote Freigibigkeit: „Vielleicht denkt Schröter ja an seinen Genossen von der Sozialistischen Internationalen, den Tunesier Ben Ali, der 1,5 Tonnen Gold an Volksvermögen rechtzeitig nach Saudi-Arabien rettete. Auch ein Flüchtling.“ Vielleicht kommt der ja auch bald als Flüchtling nach Brandenburg, wenn es ihm denn sicher genug ist.

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.