Gemeingefährlicher „Zementmörder“: Keine Sicherheitsverwahrung – Nicht gefährlich genug!

Symbolbild: Urteilsverkündung
Symbolbild: Urteilsverkündung

Stuttgart – Unfassbare Entscheidung des Landgerichts Stuttgart: Der „Zementmörder“ Deniz E. kommt nicht in Sicherheitsverwahrung, weil der Jugendrichter „kein eindeutiges Überwiegen negativer Prognosekriterien“ erkennen kann.

„Wir haben hier kein eindeutiges Überwiegen negativer Prognosekriterien. Deshalb wird der Antrag der Staatsanwaltschaft auf die nachträgliche Sicherungsverwahrung abgelehnt“, sagt Joachim Holzhausen, Vorsitzender Richter der 3. Jugendstrafkammer des Landgerichts Stuttgart laut der Stuttgarter Nachrichten.

Zur Erinnerung: Deniz E., Sohn eines Türken und einer Kroatin, hat 2007 im Alter von 18 einen 19-jährigen Gymnasiasten ermordet, weil dieser von Deniz‘ Freundin auf einer Liste ihrer Ex-Freunde präsentiert worden war. Genauer gesagt: Er hat ihn mit Komplizen totgeschlagen, mit Axt und Trennschleifer zerteilt, in Blumenkübel einzementiert und im Neckar versenkt.

Deniz E. ist unqualifiziert, arbeitslos, drogenabhängig und leidet an einer kombinierten Persönlichkeitsstörung, die sich im Gefängnis noch verschlimmert habe. Und laut dem Richter ist die Kriminalprognose „denkbar schlecht“. Sogar das Gutachten des Jugendpsychiaters spricht sich für eine Sicherheitsverwahrung aus.

Das alles soll aber nicht ausreichen, um eine Sicherheitsverwahrung zu beschließen! Dieses Urteil, so ein Kommentator auf Facebook, ist ein Schlag ins Gesicht der Eltern des Opfers, die Deutschland bereits den Rücken gekehrt haben. Es zeigt einmal mehr: Weite Teile der deutschen Justiz sind nicht willens, die Bürger vor erheblichen Gefahren effektiv zu schützen.

Der verurteilte Mörder hat seine zehn Jahre währende Jugendstrafe nun verbüßt, seine Komplizen waren schon vor einiger Zeit auf freien Fuß gekommen. Jetzt winkt auch Deniz E. die Freiheit – falls die Entscheidung des Landgerichts Stuttgart rechtskräftig wird. (SB)

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