Syrienkrise – Der Zickzackkurs der deutschen Regierung

Foto: Durch Everett Historical/Shutterstock
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Merkel: „Deutschland wird sich nicht an Militärschlag beteiligen“

14.13 Uhr www.gmx.net: Angela Merkel schließt deutsche Beteiligung an Militärschlag gegen Syrien aus

16.38 Uhr www.welt.de: Außenminister Heiko Maas hat erstmals eine deutsche Beteiligung an einem möglichen Militärschlag nicht ausgeschlossen.

von Thomas Schlawig

Während die Welt am Rand der größten Katastrophe seit dem Ende des 2. Weltkrieges steht, spielen Merkel und ihr „Außenminister“ Kasperletheater. Anders kann man es nicht bezeichnen, wenn innerhalb von zwei Stunden von ein und derselben „Regierung“ zwei vollkommen gegensätzliche Meinungen abgesondert werden.

„Deutschland wird sich an eventuellen – es gibt ja keine Entscheidung, ich will das noch mal deutlich machen – militärischen Aktionen nicht beteiligen“, sagte sie bei einem Besuch des dänischen Ministerpräsidenten Lars Løkke Rasmussen am Donnerstag in Berlin.

Es ist wieder einmal einer der Merkel-Sätze, in denen sie den Eindruck erweckt nicht bis drei zählen zu können. Bei mir kommen schon seit längerer Zeit Zweifel auf ob sie es wirklich kann. Der politische Geisterfahrer Maas bleibt dagegen seiner Tradition treu und ignoriert nach wie vor geschriebene, wie auch ungeschriebene Gesetze und Regeln und spielt den Hardliner, ohne zu wissen was er tut.

„Wenn man den Druck auf Russland aufrechterhalten will, dann können die westlichen Partner jetzt nicht auseinanderlaufen.“

Maas betonte auf einer Pressekonferenz mit seinem irischen Amtskollegen Simon Coveney mehrfach, dass die westlichen Verbündeten in dieser Frage mit einer Stimme sprechen müssten. Bei früheren Entscheidungen über militärische Interventionen war das nicht immer so, zum Beispiel beim Irakkrieg 2003, als Deutschland und Frankreich sich gegen die USA stellten oder später bei den Nato-Bombardements in Libyen.

Vor etwas über fünf Monaten tönte dieser „Außenminister“-Darsteller noch in Richtung Amerika: „Unter der Präsidentschaft von Donald Trump haben die Vereinigten Staaten ihre Rolle als politische und moralische Führungsnation des Westens verloren. Das liegt auch an Trumps Doppelmoral.“

Wenn die Welt in den Händen derartiger „Diplomaten“ liegt, kann einem Angst und Bange werden. Ein Außenminister sollte eigentlich als der oberste Diplomat seiner Nation besonnen und mäßigend agieren, satt wie ein wildgewordener Handfeger um sich zu schlagen. Aber damit befindet er sich unter den „Politikern“ der EU in „guter Gesellschaft“. Das einzige, was diese Gestalten fertigbringen sind Drohungen, Drohungen und nochmals Drohungen. Und diese ausnahmslos gegen Politiker, die den Namen auch verdienen und von ihren Bevölkerungen gewählt worden sind, im Gegensatz zu den Polit-Pfeifen in Brüssel.

Maas scheint nicht einmal ein Licht aufzugehen wenn sein irischer Amtskollege  Coveney  sich gegen eine Militäraktion ausspricht, weil er nicht wisse, wie eine militärische Konfrontation den Zivilisten in Syrien helfen könne.

Woher Merkels Sinneswandel plötzlich herkommt, weiß wohl vermutlich nicht mal sie selbst, sind doch ihre Zick-Zack-Im-Kreis-Aktionen hinlänglich bekannt. Das sie allerdings ihre Berliner Muppet-Show nicht unter Kontrolle hat, beweist neben Maas (SPD) ein Komiker aus den eigenen Reihen.

Peter Beyer, Koordinator der Bundesregierung für die transatlantische Zusammenarbeit ist der Meinung: „Ich halte es für richtig, dass man mit einem Militärschlag auf den Chemiewaffeneinsatz reagiert“.

Allerdings sei es wichtig, dass sich das Weiße Haus mit den Bündnispartnern über die geplanten Maßnahmen abstimme, sagte Beyer. Es sei zudem sinnvoll, einen solchen Einsatz mit Augenmaß durchzuführen. „Die Region ist ein Pulverfass.“

Ob dem werten Herrn Beyer eigentlich bewußt ist, wer diese Region zu einem Pulverfaß gemacht hat? Mir erschließt sich auch nicht, wie man diese Region befrieden will, wenn man weiterhin Öl ins Feuer gießt? Das Problem ist ganz einfach, daß der schwarze Mann im Weißen Haus, die Lichtgestalt der Linken, diesen Krieg mit Lügen angezettelt hat, man Terroristen, ähnlich wie in Afghanistan finanziell und mit Waffen unterstützt hat und die Situation derart aus dem Ruder lief, dass es hunderttausende Todesopfer forderte und man nicht mehr weiß, wie man ohne Gesichtsverlust aus der Sache herauskommen soll. Also macht man weiter, erfindet immer mehr Lügen und setzt gar den Weltfrieden auf´s Spiel, in der Hoffnung, daß die Lügen wahr werden, wenn man sie nur oft genug wiederholt und der Öffentlichkeit getürkte Opfer (gern Kinder) vorführt.

Der Konflikt (Krieg) in Syrien und vordem im Irak hat aber weit zurückliegende Ursachen. Bereits während des 1.Weltkrieges teilten England und Frankreich die Region unter sich auf und zogen willkürlich Grenzen, ohne Rücksicht auf Ethnien und Religionen. Hauptgrund war das kurz zuvor in dieser Region gefundene Erdöl, sowie andere Interessen dieser Kriegstreiber. Das ganze nannte sich Sykes-Picot-Abkommen und war eine geheime Übereinkunft zwischen England und Frankreichs. Damit wurden  deren koloniale Interessengebiete im Nahen Osten nach der erwarteten Niederlage des Osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg festgelegt und gesichert.

Eine nicht unerhebliche Rolle spielte auch der Bau der Bagdad-Bahn. Ab 1888, schon zehn Jahre bevor das englische Interesse für die Golf-Region erwacht, bemühen sich deutsche Industrielle und Bankiers, das Osmanische Reich als Wirtschaftsraum für Deutschland zu erschließen. Die deutschen Aktivitäten in dieser Richtung – zunächst ohne weitere außenpolitische Bedeutung – werden zu einem Tanz auf dem Vulkan, sobald man zwischen Mossul und Kuwait Erdöl entdeckt.

Die Trasse der Bagdad-Bahn führt über die Stadt Mossul, um die herum man um die Jahrhundertwende reichlich Öl entdeckt. 1912 überschreibt die türkische Regierung der Deutschen Bank die Konzessionen für alle Erdöl- und Mineralvorkommen 20 Kilometer beiderseits der Bahn bis Mossul als Kompensation für ihre Kosten beim Bau der Eisenbahn. So eröffnet sich für Deutschland mit der Bagdad-Bahn nicht nur die Erschließung eines neuen Marktes, sondern auch die Aussicht auf ein reiches Erdölfeld zur eigenen Verfügung, was für seine industrielle und wirtschaftliche Entwicklung ausgesprochen wichtig ist.

Soweit die Geschichte um das ehemalige Zweistromland Mesopotamien (Irak), das Osmanische Reich, Deutschland, England und Frankreich. Wie bereits erwähnt schwelt bzw. lodert dieser Konflikt bis heute. Nicht weil Deutschland involviert war, sondern weil die beiden großen Kriegstreiber Europas noch heute ihre Interessen dort verfolgen. Seit Jahren haben sich die USA dazugesellt – es geht schließlich auch um ihre Interessen in dieser Region – das Öl.

Leider folgt die Welt klaglos diesen Verbrechern und stellt mit diesen andere an den Pranger (Syrien, Rußland). Dabei ist ein kleiner Rückblick in die Geschichte höchst interessant. Es geht einerseits um die Kriege, die England Frankreich und Amerika in der Vergangenheit geführt haben und es geht auch ein wenig um die Wahl der Waffen, die dabei, vornehmlich von den USA eingesetzt wurden.

Beginnen wir bei den Waffen, die der Bringer der Demokratie gegen seine Gegner eingesetzt hat. Und ausgerechnet diese beklagen den Einsatz von Chemiewaffen, falls sie überhaupt stattgefunden haben. Als Kriegsgrund für den Irakkrieg ist es bereits als Lüge bekannt geworden. Für Syrien sieht es nicht viel anders aus. Sehenswert dazu dieses Interwiev mit dem Vorsitzenden des Weltkongresses für Studien zum Vorderen Orient, Prof. Günter Meyer.

Zurück zur Wahl der Waffen durch USA und Konsorten. Es begann im August 1945 mit den ersten Atombombenabwürfen der Geschichte auf Hiroshima und Nagasaki und einem Gegner (Japan), der ohnehin bereits geschlagen war. Diese beiden Kriegsverbrechen forderten insgesamt ca. 100.000 Menschenleben – fast ausschließlich Zivilisten. An Folgeschäden starben ebenfalls Tausende.

Seit 1940 bombardierte England und in der Folge auch die USA deutsche Städte, wobei Millionen Zivilisten ermordet wurden. Höhepunkt der Mordserie war die Stadt Dresden. Dazu mein Beitrag vom 13.02.2018. In Dresden wurde von den Briten zum ersten Mal Bomben mit weißem Phosphor eingesetzt. Weißer Phosphor läßt sich nicht löschen und Menschen verbrennen zu Staub. Selbst vom Skelett bleibt nichts als Staub übrig. Damit hat man die Todesopfer von 250.000 auf 25.000 heruntergefälscht. Es wurde ja bloß Asche gefunden. England hat den Einsatz von Phosphorbomben stets geleugnet, aber jede Lüge kommt irgendwann ans Tageslicht, wenn es auch unbewußt oder gar zufällig geschieht. Dazu folgendes. Am 25.10.2017 meldeten diverse Nachrichten, daß im Augsburger Stadtwald durch einen Mountainbiker eine Weltkriegsbombe entdeckt wurde. Nun war das aber keine simple Weltkriegsbombe, sondern eine britische Phosphorbombe. Mit diesem Fund fällt die britische sowie deutsche Lügen-Propaganda wie ein Kartenhaus in sich zusammen.

Es folgte der Vietnam-Krieg und der Einsatz von Napalm und eines Entlaubungsmittels namens Agent Orange zur großflächigen Entlaubung von Wäldern und der Zerstörung von Nutzpflanzen.

Übrigens sind Völkermord und KZ´s keine Erfindung der bösen Deutschen. Die Engländer kamen uns zuvor.

Ebenso war der Einsatz von panzerbrechender Munition im Irak und im Jugoslavien-Krieg (USA, England), die im Kern aus abgereichertem Uran besteht,  ein Kriegsverbrechen mit Tausenden von Folgeopfern.

Nun zu den geführten Kriegen dieser „glorreichen Drei“. Deutschland ist ja für die Welt der Kriegsverbrecher und Aggressor schlechthin, aber gegen England, Frankreich und die USA – in dieser Reihenfolge – ein wahrer Waisenknabe.

Beginnen wir mit den Inselbewohnern, die sich rühmen, daß über dem britischen Empire die Sonne niemals untergeht. Der Grund dafür ist folgender:

Quelle: http://www.gegenfrage.com/briten-sind-die-hauptkriegstreiber-der-geschichte/

Gegen alles was rot ist, hat die „Krone“ im Verlauf der Jahrhunderte blutige Kriege geführt und sich diese Länder als Kolonie unter den Nagel gerissen. Lediglich die weißen Flecken sind von diesen Verbrechern verschont geblieben.

England hat damit  90% aller Länder dieser Welt angegriffen und erobert. Fast 200 verschiedene Länder gibt es heute auf der Welt. Und nur auf Staatsgebieten von 22 dieser Länder waren die Briten bisher nicht militärisch aktiv.

Auf Platz Nummer zwei der Kriegsverbrecher kommt – nein, nicht Deutschland – sondern Frankreich. Die einzige Nation, die sich Großbritannien mit einer ähnlichen Erfolgsbilanz annähere sei Frankreich, so Laycock. Gleichzeitig sei Frankreich aber auch das Land, das die meisten britischen Invasionen erlebt habe.

Über die Jahrhunderte hat England als Seemacht alle seine Gegner eliminiert. Spanien, Portugal, Frankreich und Holland.

Wo steht nun Deutschland als Kriegsverbrecher Nummer 1? An dritter Stelle? Falsch.

Einsamer Spitzenreiter allerdings Amerika mit 222 Kriegen seit seiner Gründung im Jahr 1776. Damit befindet sich die USA zu 93 Prozent der Zeit ihrer Gründung im Krieg mit anderen Ländern.

Aktuell befinden sich die USA laut einem Statement des Weißen Hauses gleich in 14 Ländern auf einmal in kriegerischen Auseinandersetzungen: Afghanistan, Irak, Syrien, Somalia, Jemen, Kuba, Niger, Tschad, Uganda, Ägypten, Jordanien, Kosovo, Zentralafrikanische Republik und Tunesien. (Stand 2015)

Die Kriege der kriegslüsternen und aggressiven Deutschen sind dagegen sehr überschaubar. Der Krieg 1870/71 wurde von Frankreich begonnen und verloren. Damit mußte Frankreich u.a. das Elsaß und Lothringen an Deutschland abtreten. Das und die Interessen Englands (siehe oben) sowie die Furcht vor der wirtschaftlichen Überlegenheit Deutschlands führten zum 1. Weltkrieg. Als England und Frankreich im Jahr 1915 das Wasser bis zum Hals stand und der Krieg für beide schon verloren schien, warb man um den Eintritt der USA in den Krieg. Dasselbe wiederholte sich im 2. Weltkrieg. Angezettelt von England und Frankreich war deren Untergang im Juni 1940 bereits besiegelt und wieder hat man Amerika in diesen Krieg hineingezogen. Hier stellt sich die Frage, wer ist Hund und wer ist Schwanz. In den beiden Weltkriegen war England definitiv der Hund, inzwischen scheint es sich, zumindest vordergründig, gedreht zu haben. Wenn man allerdings die Aggressivität von May und Macron sieht, kommen doch leichte Zweifel. May schickt ohne Parlamentsbeschluß U-Boote in Schlagdistanz in Richtung Syrien und der kleine Napoleon meint: „Wir haben den Beweis, dass (…) Chemiewaffen verwendet wurden, zumindest Chlor, und dass sie vom Regime von Baschar al-Assad verwendet wurden“.

„Beweise“ wie im Fall der Giftgaseinsätze durch den  Irak, des Giftanschlages auf den Ex-Doppelagenten Skripal und seine Tochter, den Abschuß von MH 017 (die Beweise hat der schwarze Mann im Weißen Haus bis heute nicht vorlegen können) uvam.

Es erinnert mich an Merkels dümmlichen Spruch, „Ich habe einen Plan, aber den verrate ich nicht“.

So wird im 21. Jahrhundert „Politik“ gemacht. Einer der für mich größten Politiker und Diplomaten (Otto v. Bismarck) dreht sich, angesichts dessen, was in diesem Land, in Europa und der Welt gerdae passiert, vermutlich im Grabe um.

Nun möchte zumindest der deutsche „Außenminister“ diesen Kriegsverbrechern in einen Krieg folgen. Ausgerechnet denen, die international geächtete Waffen immer wieder gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt haben und Millionen von Toten auf dem Gewissen haben. Wer soll ihnen noch Glauben schenken, daß es ihnen um Demokratie und Gerechtigkeit geht?

 „Eine feige Politik hat noch immer Unglück gebracht“ Otto von Bismarck

 

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