Echo 2018: Wer ist der Erste bei der Preisrückgabe?

(Bild: Selfmade Records; CC BY-SA 2.0)
Farid Bang und Kollegah (Bild: Selfmade Records; CC BY-SA 2.0)

„Deutschland krönt den Holocaust-Gedenktag YomHashoah, indem es den ECHO2018 an die antisemitische Hasslieder singenden Kollegah und FaridBang verleiht: „Passt perfekt zu millionenfachen Import von Antisemiten nach Europa“. Klare Worte von David Berger in einem Facebookstatement zum unsäglichen Schierentheater rund um den Musikerpreis namens Echo2018.

Schlimm genug, wenn man dem Merkel-Bewunderer und alternden Punk-Rocker-Darsteller Campino, der rundum den Islam immanenten Judenhass mitträgt, in seinem medienwirksam vorgetragenen Protest recht geben muss.

Wie Jouwatch berichtete, wurden trotz massiver Kritik die beiden Hasskrampen – die Düsseldorfer Rapper Farid Bang und Kollegah – für den Echo2018 nominiert und erhielten am Donnerstag sodann den mehr als fragwürdigen Preis hinterher geschmissen. Abgesegnet vom zuständigen Echo-Beirat, unter dem Vorsitz des CDU-Politikers Wolfgang Börnsen, verhielt sich trotz offener antisemitischer Textpassagen „passiv“ und distanzierte sich lediglich von den gerappten sexistischen, schwulen- und judenfeindliche Aussagen mit „Missbilligung“.

Alice Weidel (AfD) bemerkte zur Preisverleihung: „Die Texte sind frauenfeindlich, verhöhnen Terrorismusopfer, sind antisemitisch.“ Weidel zitierte die Textpassage auf der Bonus-CD der Rapper: „Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen‘ oder an anderer Stelle: ‚(Ich) mache wieder mal ‘nen Holocaust, komm an mit dem Molotow‘“.

Der Autor und Schauspieler Gerd Buurmann hat nach der Bekanntgabe der Echo-Preisverleihung an das Album „Jung, brutal, gut aussehend 3“ gefordert, dass – die Kunstfreiheit achtend – nun alle anständigen Preisträger des Echo ihren Preis zurückgeben sollen: „Es ist ebenfalls die Freiheit aller Künstlerinnen und Künstler, die den ECHO irgendwann einmal bekommen haben, diesen Preis zurückzugeben oder zu behalten. Wer unter diesen Umständen den ECHO behält, zeigt, wo er steht.“

Bislang wurden nach unseren Informationen noch keine Preise zurückgegeben. Auch wurde noch nicht die Stimme von Tim Renner, Berliner Staatssekretär und ehemaliger Musikproduzent vernommen, der 2016 bei der Echo Preisverleihung an die Band Frei.Wild bemerkte: „Puh, Freiwild einen Echo zu geben ist wie mit der AfD koalieren.“ (SB)

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