Australischer Jude warnt vor Genozid in Südafrika: „So hat es in Nazi-Deutschland auch begonnen!“

Foto: Screenshot/Facebook
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„Die Linken hassen mich. Die Islamisten wollen mich töten. Die Politiker ignorieren mich. Vernünftige Menschen mögen mich!“ So beschreibt sich einer der bekanntesten Vlogger Australiens. Avi Yemini ist Jude und setzt sich für die weiße Minderheit in Südafrika ein. Am vergangenen Sonntag demonstrierte er zusammen mit mehr als 3000 Menschen – unter ihnen viele ehemalige Südafrikaner – gegen die Farm-Morde, die für die westlichen Politiker und Medien weiterhin kein Thema sind.

von Marilla Slominski

Die Demonstranten zogen vor das Büro der australischen Außenministerin Julie Bishop, um ihr eine Petition mit 50.000 Unterschriften zu übergeben. In der Petition wird gefordert, weiße Südafrikaner als Flüchtlinge anzuerkennen und ihnen in Australien Schutz zu gewähren. Doch die Tür der Außenministerin blieb verschlossen – niemand war bereit, die 50.000 Unterschriften entgegen zu nehmen, berichtet Avi Yemini heute auf seiner Facebook-Seite.

„Sie wußten seit Wochen, dass wir kommen. Sie haben sich eingeschlossen. Julie Bishop hat sich versteckt wie ein Feigling. Sie will 50.000 Australiern nicht einmal zuhören“, so Yemini heute auf Facebook.

Bei der Demo am vergangenen Wochenende hatte sich wie üblich der linke Gegenprotest zum gemeinsamen Geschrei versammelt: „Sie nennen mich einen Nazi, das ist echt großartig“, bemerkte Yemini trocken und erklärt in seiner Rede, warum er sich engagiert:

„Wir sind heute hier, um auf die Verfolgung von Menschen aufmerksam zu machen, deren einziges „Verbrechen“ ist, dass sie weiß sind. Das ist Rassismus. Wir wollen, dass diese Minderheit, von der wir wissen, dass sie sich integrieren wird, hier herkommen kann. Sie sprechen unsere Sprache, teilen unsere Kultur und sind hart arbeitende Menschen. Wir müssen sie hier herholen! Das was dort passiert, geschieht aus Hass, es sind Hassverbrechen. Im Durchschnitt wird alle 5 Tage ein Farmer ermordet. Was wir sehen, ist ein beginnender Genozid. Die angekündigte Landenteignung ohne Entschädigung ist dasselbe, was in Nazi-Deutschland passiert ist. Und ich, als stolzer Jude, werde nicht zusehen, dass das was meinen Leuten passiert ist, anderen auch widerfährt“ so Yemini.

Bei der Kungebung vor mehren tausend Demonstranen berichtete ein Ex-Südafrikaner über die Misshandlung und Ermordung der Weißen:
„Südafrikanische Farmer werden brutal angegriffen. Ehemänner sind gezwungen, zuzusehen, wie ihre Frauen vergewaltigt werden. Kinder müssen zusehen, wie ihre Eltern getötet werden.“

Er erzählte laut Free West Media auch die Geschichte der zweijährige Willemien Potgieter, ein kleines Mädchen, das zusammen mit ihrer Mutter mit einer Pistole hingerichtet wurde, nachdem beide gesehen hatten, wie ihr Vater mit einer Machete zu Tode gehackt wurde.

In Südafrika selbst wird die Situation von verantworlichen Politikern und Behörden abgestritten. Es gäbe keine Hinweise darauf, dass die Farmer öfter angegriffen würden, als andere Bürger, so das Institute for Security Studies.

Bei den diese Woche stattfindenden Feierlichkeiten zum morgigen Staatsbegräbnis für Winnie Mandela wird weiter Öl ins Feuer gegossen.

So betonte der südafrikanische ANC-Präsident Cyril Ramaphosa im Stadion von Bizana, dem Geburtsort Winnie Mandelas, ihre Beedigung diene nicht nur dazu, ihren Körper zu begraben, sondern auch um ihre Vorstellungen am Leben zu erhalten. Vor tausenden Zuschauern erklärte er u.a. “Madikizela-Mandela wird nicht eher ihren Frieden finden, bevor ihren Leuten das Land zurückgegeben worden ist“, berichtet Eyewitness News.

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