Linksextremisten hetzen an Güstrower Schule gegen AfD

(Bild: "Feine Sahne Fischfilet" (Bild: Nina Zimmermann; Feine Sahne Fischfilet | Reeperbahn Festival 2013; CC BY-NC-ND 2.0; Screenshot)
An der "Freien Schule Güstrow" informiert der linksextremistische VVN-BdA (Bild: "Feine Sahne Fischfilet" (Bild: Nina Zimmermann; Feine Sahne Fischfilet | Reeperbahn Festival 2013; CC BY-NC-ND 2.0; Screenshot)

Mecklenburg-Vorpommerns/Güstrow – Ab Mittwoch wird an der „Freien Schule Güstrow“ drei Wochen lang eine Ausstellung, zusammengestellt von der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten“ (VVN-BdA) zu sehen sein. Der linksextremistisch, demokratiefeindlich ausgerichtete VVN-BdA, immer wieder vom Verfassungsschutz beobachtet, darf vor den Schülern in Güstrow unter anderem über die AfD und ihre angeblichen Verbindungen zu Rechtsextremen „informieren“.

Der VVN-BdA betrachtet alle nicht-marxistischen Systeme – auch die parlamentarische Demokratie – als potenziell faschistisch. Auch deshalb wird er vom Bayrischen Landesamt für Verfassungsschutz beobachtet. Die VVN-BdA gilt als Vorfeldorganisation der DKP sowie anderer Kommunisten und wurde bis zum Zusammenbruch der DDR 1989 maßgeblich von der SED-Diktatur in Ostdeutschland finanziert.

Dennoch scheint die Freie Schule in Güstrow keinerlei Probleme damit zu haben, wenn diese Linksextremisten an ihrer Schule agieren. In der Einladung zur anstehenden, dreiwöchigen Ausstellung heißt es:

EINLADUNG AUSSTELLUNG

Der Arm der Bewegung: Die „Alternative für Deutschland“

„Liebe Eltern und Großeltern,

in der Sekundarstufe beschäftigen wir uns im Rahmen der kommenden Werkstattwochen im Weltkundeunterricht verstärkt mit Themen wie Alltagsrassismus, struktureller Rassismus, institutioneller Rassismus, Rechtspopulismus und Rechtskonservatismus.

Im Speisesaal wird drei Wochen lang die Ausstellung „Der Arm der Bewegung. Die Alternative für Deutschland“ zu sehen sein. Schüler und Schülerinnen, Eltern und Mitarbeitende können sich auf elf großen Roll-Ups über Akteure, Positionen und die Verstrickung der AfD mit rechten Netzwerken informieren.

Die Ausstellung wird am Mittwoch, 11.04. 2018 um 14 Uhr mit einer #Podiumsdiskussion eröffnet. Das Publikum kann mit Dr. Ralf Boldt (Schulleiter), Oliver Kreuzfeld (Endstation rechts) und Karen Larisch (MdL) ins Gespräch kommen.

Gerne möchten wir auch euch zu dieser Veranstaltung einladen.

Kommt also gerne vorbei. Schön wäre es, wenn ihr vorher Bescheid gebt, ob ihr kommt, damit wir entsprechende Sitzmöglichkeiten vorbereiten können“.

„So eine Ausstellung hat nirgends in unserer Gesellschaft etwas zu suchen“

Nikolaus Kramer MdL, Fraktionsvorsitzende der AfD in Mecklenburg-Vorpommern, sagt zu diesem indoktrinativen Tun der Schulleitung: „Das so eine Ausstellung in einer Schule in Mecklenburg-Vorpommern stattfinden kann, ist ein Skandal. Der VVN-BdA lehnt die parlamentarische Demokratie ab und steht der Kommunistischen Partei Deutschlands ideologisch nahe. Deshalb wird der Verein auch zu Recht vom bayrischen Verfassungsschutz beobachtet.

Die Ausstellung ‚Der Arm der Bewegung. Die Alternative für Deutschland‘ ist rechtlich sowieso höchst fragwürdig, da gemäß der Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums vom 1. September 1997 die Schulen zur parteipolitischen Neutralität verpflichtet ist. Aber es geht in der Ausstellung nicht nur um die AfD.

So werden die Deutsche Polizeigewerkschaft und ihr Vorsitzender Rainer Wendt sowie die Zeitschrift ‚Der Focus‘ durch die Darstellung in der Ausstellung in die Nähe des Faschismus gerückt. Eine Ausstellung, die sich gegen demokratische Parteien, Medien und Gewerkschaften ausspricht, hat an unseren Schulen nichts zu suchen. So eine Ausstellung hat nirgends in unserer Gesellschaft etwas zu suchen. Umso besorgniserregender ist die Tatsache, dass eine Landtagsabgeordnete der Linkspartei und ein Vertreter des SPD-nahen Vereins ‚Endstation rechts‘ an der Eröffnung der Veranstaltung teilnehmen werden.

Ich erwarte, dass sich die Schulleitung der ‚Freien Schule Güstrow‘ zur freiheitlich demokratischen Grundordnung bekennt und die Ausstellung in ihren Räumlichkeiten unterbindet. Es ist unerträglich, dass Organisationen, welche die parlamentarische Demokratie ablehnen, an Schulen in unserem Land ein Podium geboten wird. Notfalls muss die Landesregierung der ‚Freien Schule Güstrow‘ die finanzielle Förderung durch das Land streichen.

Linksextreme Punkband „Feine Sahne Fischfilet“ ist Schulpate

Ralf Boldt, Leiter der Freien Schule Güstrow, zeigte sich auf Anfrage von NDR 1 Radio MV überrascht über die angeblich massive „Attacke“ AfD-seitig. Es gehe in der Ausstellung um eine kritische Auseinandersetzung mit der AfD – zum Beispiel um ihre Haltung zum Klimawandel oder ihren Rassismus, so der Pädagoge. Auch über andere Parteien sei informiert worden. Das gehöre zum Unterricht und zur Meinungsfreiheit dazu und sei kein Verstoß gegen das Neutralitätsgebot.

Einer der Schulpaten der „Freien Schule Güstrow“ ist die Punkband „Feine Sahne Fischfilet“. Jene linksextremistische Band, die in ihren Texten unter anderem offen zur Gewalt gegen Polizisten aufruft und auch im Außenminister Heiko Maas (SPD) einen Fan gefunden hat (Jouwatch berichtete). Der Verfassungsschutz des Landes Mecklenburg-Vorpommern kam bereits im Jahr 2011 zu dem Ergebnis, dass die Gruppierung eine explizit antistaatliche Haltung vertritt und bestrebt ist, staatliche Strukturen gewaltsam aufzulösen.

Dass die Band Liedtexte wie „Deutschland ist Scheiße, Deutschland ist Dreck“ oder „Die Bullenhelme – sie sollen fliegen. Eure Knüppel kriegt Ihr in die Fresse rein“ vor sich hinträllert, scheint den Schulleiter Boldt – seine Schule ist stolzer Träger des Mottos „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ – ebenfalls nicht zu stören.

Eine Presseanfrage von Journalistenwatch bei Herr Boldt wurde bis zur Veröffentlichung dieses Artikels nicht beantwortet. Ebenfalls steht die Antwort des Bildungsministeriums aus. (SB)

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