Nicht das Kopftuch ist das Problem, sondern die Religion der Trägerin!

Foto: Durch BalkansCat/Shutterstock
Aggressive Symbolik (Foto: Durch BalkansCat/Shutterstock)

Kommentar zu einer Debatte, die komplett und verlogen am Kernproblem vorbeidiskutiert wird.

Von Klaus Lelek

Nach dem zweiten Weltkrieg waren sie ein Symbol für starke, zupackende und vor allem selbstständige Frauen. Die Kopftücher. Ihre Trägerinnen räumten Trümmerlandschaften auf und zogen ohne Väter ihre Kinder groß. Die Kopftücher hatten den Zweck, dass den Frauen bei der Schwerstarbeit nicht die Haare ins Gesicht fielen, nicht aber, dass bei vorbeiziehenden Männern durch das offen getragene Haar „Begehrlichkeiten“ geweckt wurden. Die wurden bei der grassierenden Männerknappheit ohnehin geweckt. Auch mit Kopftuch. Das lag nicht nur an den fehlenden Männern, sondern auch an den Frauen …   Manche warteten treu auf ihren in Kriegsgefangenschaft festgesetzten Mann, oder trauerten – wie meine Mutter –  um ihren gefallenen Liebsten, andere trieben es mit früher Heimgekehrten oder gar mit alliierten Besatzern. Amis, Engländer, Russen, Franzosen… „Bratkartoffelverhältnis“ nannte man so etwas im zerbombten Nachkriegsdeutschland. Eines war das Kopftuch deshalb mit Sicherheit nicht, ein Symbol für religiös motivierte sexuelle Unterdrückung.

Anders im Islam. Hier bedeutet Kopftuch: Diese Frau gehört dem Islam, und als Ehefrau, Tochter und sogar Kind, ihrem Ehemann, Vater, der Familie und dem Clan. Und zwar von Kindesbeinen an. Getreu nach dem Gesetz der Sharia!

Der medial aufgepeppte Vorschlag – unter anderem in der WELT –  von NRW-FDP-Integrationsminister Joachim Stamp, Mädchen unter 14 Jahren dürfen als „religionsunmündige Kinder zum Tragen solcher religiösen Symbole nicht gedrängt werden“, ist daher nichts weiter wie heiße Luft, Augenwischerei und soll beim Wählervolk den Eindruck erwecken: Wir haben das Problem erkannt. Wählt uns, damit wie Deutschland weiter islamisieren können!  Eigentlich müsste die Aussage lauten: Eine Religion, die ihren Mitgliedern ein religiöses Symbol oder Handlungsweise zwingend vorschreibt, ist nicht mit den Grundrechten und Werten einer freien Gesellschaft vereinbar. Egal ob diese vier, vierzehn oder vierundvierzig Jahre alt sind. Kann denn eine Vierzehnjährige in einer islamistischen Familie – und das sind immerhin die Mehrheit der Muslime – entscheiden, ob sie ein Kopftuch tragen will? Oder gar, wen sie mit sechszehn Jahren heiraten will???  Genauso verquast liest sich in der gleichen Tageszeitung das weltfremde Statements des Chefs des deutschen Lehrerverbandes Peter Meininger, dass dieser zuvor in der Bildzeitung abgegeben hatte:

„ein Kopftuchverbot würde dazu beitragen, Diskriminierung aus religiösen Gründen und antireligiösem Mobbing zumindest tendenziell den Boden zu entziehen. Meidinger forderte, eine „bewusste Demonstration religiöser Symbole bei religionsunmündigen Kindern“ zu unterlassen. An weiterführenden Schulen sei dies aber etwas anderes.

Wie lächerlich und zugleich verlogen eine durch die „Religion“ vorgegebene Geschlechterrolle, inklusive Zwang und Unterdrückung auf ein Mindestalter zu beschränken und dann von einem Fetzen Stoff abhängig zu machen. Nicht das Kopftuch ist das Problem, sondern der Geist in den Köpfen unter dem Kopftuch. Allein der letzte Satz zeigt, wie wenig sich Deutschlands Oberlehrerchef mit dem Islam auseinandergesetzt hat.  Waren alle Artikel der letzten zwanzig Jahren von Kelek, Raddatz, und wie sie alle heißen, nur Schreie gegen eine weiße Wand? Oder Tränen in einem Ozean? Kommt ein gelehrter Pädagoge angesichts einer seit dreißig Jahren wachsenden Islamisierung, deren Auswirkungen sich in tausenden von Ehrenmorden, Zwangsehen, No-Go-Areas, Messerattacken, flächendeckenden Antisemitismus und Homophobie, wirklich zu der schlauen Erkenntnis, muslimische Mädchen dürften erst mit 14 Jahren das Markenzeichen muslimischer Parallelgesellschaften tragen? Soll das eine Lösung sein oder eine Verarschung?

Wann endlich setzt sich bei den schizoiden Eliten die Erkenntnis durch, dass eine aggressive, patriarchalische Weltanschauung weder bunt, noch weltoffen, noch tolerant, noch multikulturell ist, aber weltoffene tolerante, multikulturelle Gesellschaften benutzt, um ihre MONOKULTUR DER INTOLERANZ auszubreiten, zu deren äußeres Zeichen das ABSCHOTTEN UND VERHÜLLEN gehört?

Wie viel pseudointellektuellen Müll müssen Leute in führenden Positionen im Kopf haben, um diese tausendfach offenkundlichen Tatsachen zu verdrängen?? Willkommen in der Lebenswirklichkeit, die bei weiterer kollektiver Lebenslüge unser Grab sein wird!

Wandere aus, solange es noch geht!
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