„Europa bräuchte mehr Orban und weniger Merkel“

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Viktor Orban (Bild: shutterstock.com)

Vor und nach dem dem beeindruckenden Wahlsieg von Viktor Orban bei den ungarischen Parlamentswahlen sparten und sparen seine breit aufgestellten Widersacher – vom politischen Gegner über die deutschen Konsensmedien bis hin zur OSZE – nicht mit Schmähungen. Nun, nach der historischen Zustimmung musste die deutsche Bundeskanzlerin notgedrungen dem Ungarn gratulieren. Von Herzen kamen indes die Glückwünsche aus den Reihen der AfD und CSU. 

Kaum waren die Stimmen ausgezählt und der historische Sieg von Vitkor Orban bei den Parlamentswahlen in Ungarn mitgeteilt, da rügte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) das angeblich feindliche Klima, in dem die Wahlen in Ungarn stattgefunden hatten. „Einschüchternde und fremdenfeindliche Rhetorik, voreingenommene Medien und undurchsichtige Wahlkampffinanzierung“ hätten die politische Debatte behindert, so der OSZE-Wahlbeobachter Douglas Wake laut der Tagesschau.

Angela Merkels „Glückwünsche“ und die grüne Trauer

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gratulierte Orban „herzlich“ zu seinem Wahlsieg. Sie ließ durch ihr menschliches Sprachrohr Steffen Seibert an die „enge Verbindung der beiden Länder“ erinnern und sicherte Orban „weiterhin“ ihre Zusammenarbeit zu.

Die Grünen im Europaparlament sprachen von einem „traurigen Tag für Europa“. Wegen Zweifeln an der Rechtsstaatlichkeit in Ungarn forderten sie wie bei Polen ein Verfahren nach Artikel 7 des EU-Vertrages, das zum Stimmrechtsentzug führen kann.

AfD-Obmann Petr Bystron: „Deutschland bräuchte auch einen Orban. Er ist das Gegenteil von Merkel.“

„Der erneute Wahlsieg des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban ist ein deutliches Signal an Berlin und Brüssel: Nach Österreich und Italien wählen auch die Ungarn mit einer überwältigenden Mehrheit Politiker, die sich der Flutung Europas durch Migranten entgegenstellen. Die Wahlergebnisse zeigen, dass Merkel mit ihrer Migrationspolitik Deutschland in Europa isoliert“, so Petr Bystron, AfD-Obmann im Auswärtigen Ausschuss des Deutschen Bundestages.

Das starke Wahlergebnis für Orban zeige, dass seine asyl- und einwanderungskritische Politik auf „große Zustimmung des Volkes“ treffe, so Bystron weiter. Es sei also nicht wahr, dass sein Wahlerfolg trotz seiner asylkritischen Positionen geschah. Im Gegenteil: Die Wähler in Ungarn hätten Orban „wegen seiner betont restriktiven Einwanderungspolitik gewählt“. Außerdem erklärte der Außenpolitiker: „Viele EU-Bürger wissen – die Schließung der Balkanroute und der Bau eines festen Grenzzauns durch Orbans Regierung hat Europa gerettet. Dennoch ist kaum ein Politiker bereit, diese Leistung als das Verdienst Orbans zu würdigen.“ Orban sei „der einzige Politiker weit und breit, der die Erhaltung der christlichen Kultur und die Invasion von Muslimen thematisiert“. 

Bystron gratulierte dem Wahlsieger und erklärte dazu: „Ich beglückwünsche Viktor Orban ausdrücklich zu seinem beeindruckenden Wahlergebnis. Deutschland bräuchte auch einen Orban. Er ist das Gegenteil von Merkel.“

Hocherfreute CSU-Glückwünsche 

CSU-Chef Horst Seehofer zeigte sich erfreut über den klaren Wahlsieg Orbans. Orban habe einmal mehr einen Vertrauensbeweis der Bevölkerung erhalten. Nichts sei eine stärkere Bestätigung als der Erfolg an der Wahlurne, so Seehofer. Seine Partei werde weiter die „Partnerschaft“ mit Orban pflegen, kündigte Seehofer an.

Glückwünsche von Le Pen und Wilders

Auf Twitter gratulierte Marine Le Pen und schrieb: „Die Umkehr der Werte und die Masseneinwanderung, die von der EU vorangetrieben werde“, sei „einmal mehr abgelehnt“ worden. Der niederländische Politiker Geert Wilders sprach von einem „exzellenten Ergebnis“.

Und hier noch sechs gute Gründe für Viktor Orbans politischen Kampf und die wohl fehlende Gründe für die kinderlose deutsche Bundeskanzlerin, sowie mutmaßlich eine Erklärung dafür, warum sich Angela Merkel keine Gedanken um die Zukunft der Deutschen macht:

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Familie Orban (Bild: Screenshot)
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