Australien: Solidaritäts-Demo für südafrikanische Farmer!

Foto: Screenshot/Youtube
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Im australischen Perth haben mehr als 3000 Menschen aus Solidarität mit den südafrikanischen Farmern auf die Straße gegangen. Sie fordern die australische Regierung auf, die  verfolgten weißen Farmer, die unter der „schwarzen Apartheid“ des neuen südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa leiden,  als Flüchtlinge in Australien aufzunehmen.

von Marilla Slominski

Die Demonstranten trugen weiße Kreuze, einige trugen die Namen von Verwandten, die auf ihren Farmen ermordet wurden und Plakate wie „Stopp die Farmmorde“ und „Laßt sie rein“, berichtet Cape Town.

Der australische Blogger Avi Yemini, beschuldigte in seiner Rede die südafrikanische Regierung sich wie ein „Pack von Rassisten“ aufzuführen und verlangte, sie sollten die weißen Farmer schützen. Yemini hat für seine petition, den weißen Südafrikanern Asyl zu gewähren bereits mehr als 50 000 Unterschriften gesammelt. Während der Demonstration sang die Menge u.a. den Afrikaans Folk Song ‘Sarie Marais’.

Der Politiker Charles Smith wies darauf hin, dass inzwischen in Südafrika die umgekehrte Apartheid herssche und forderte auch andere Länder auf, sich dagegen zu positionieren. Eine Frau aus Südafrika, berichtete vom massenhaften Missbrauch von Mädchen und Frauen in dem Land, dass eine der höchsten Kriminalitätsraten der Welt aufweist.

Bei der Kundgebung in Perth, eine von mehreren in Australien, erzählte der  südafrikanische Rallyeveranstalter und Brisbanes Hypothekenmakler Arno Nel vom Schicksal seiner Eltern. Das 66-jährige Paar war nackt  ausgezogen, mit Telefonkabeln an Stühle gefesselt und drei Stunden lang gefoltert worden .

Massenvergewaltigungen von Frauen auf Farmen seien ein weiteres Beispiel für die schrecklichen Gräueltaten an der weißen Minderheit.

Offiziellen Angaben südafrikanischer Polizeibeamten zufolge wurden in Südafrika zwischen 2016 und 2017 74 weiße Farmer ermordet, so The Australian.

Der konservative liberale Abgeordnete Andrew Hastie erklärte, dass sich viele Auswanderer in seinem Regierungsbezirk Canning an ihn wenden würden und ihn verzweifelt um Hilfe für ihre Verwandten in Südafrika bitten würden.

Im März hatte der australische Innenminister Politiker Peter Dutton für Empörung gesorgt. Er hatte angesichts der grausamen Berichte über die Ermordung und Verfolgung eine schnelle Einreisemöglichkeit für weiße Südafrikaner nach Australien gefordert (jouwatch berichtete).

Im Jahr 2016/17 lag Australiens Flüchtlings- und humanitäre Aufnahme bei 17.555, wobei die meisten Menschen aus dem Irak, Syrien und Birma (Myanmar) kamen.

 

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