Tausende bereits in der EU anerkannte Flüchtlinge beantragen Asyl in Deutschland

(Symbolbild: shutterstock.com/Durch Edward Crawford)
Immigration (Symbolbild: shutterstock.com/Durch Edward Crawford)

Obwohl sie bereits in anderen EU-Ländern als Flüchtlinge anerkannt sind, beantragen Tausende von ihnen im „All-inklusive-Land“-Deutschland einen Asylantrag. Obwohl diese Anträge nicht genehmigt werden, schiebt Deutschland diese Personen nicht in das für sie zuständige EU-Land ab. 

8210 Menschen, die bereits in anderen EU-Ländern als Flüchtlinge anerkannt sind, beantragten im letzten Jahr einen Asylantrag in Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahr haben sie diese Asylanträge geradezu verdoppelt, teilte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) auf Anfrage mit.

Solche Anträge würden zwar grundsätzlich nicht zur Anerkennung führen und auch nicht bearbeitete werden. Dennoch werde nur ein Bruchteil dieser „weitergereisten Schutzberechtigten“ in das für sie zuständige Land zurückgeschoben. Sie verbleiben in Deutschland und können zudem hier gegen ihre Abschiebung klagen. Inzwischen gebe es bereits eine Vielzahl von Entscheidungen der Verwaltungsgerichte, die Abschiebungen von Schutzberechtigten nach Italien und in andere EU-Länder unterbunden insbesondere bei Erkrankten oder Alleinerziehenden unterbunden hätten, so der Vorsitzende Richter am Verwaltungsgericht Berlin, Christian Gau laut WeltOnline.

Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass in anderen Staaten anerkannte Schutzberechtigte, die sich unerlaubt im Bundesgebiet aufhalten, in ihren Aufnahmestaat zurückgebracht werden müssen, so Gau. Die Realität sieht jedoch anders aus und wird vom deutschen Steuerzahler berappt.  (SB)

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