Ökotopia: „Wir haben nichts gegen Fremde, aber die sind nicht von hier“

Foto: Screenshot/Youtube
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In einem Asterix-Comic stand einmal zu lesen, was sich die berühmten Helden des „kleinen gallischen Dorfes“ seinerzeit noch zu sagen trauten: „Wir haben nichts gegen Fremde, aber die sind nicht von hier!“ Brüll, lach! Ob Römer oder andere Fremde, die kleinen Gallier um Asterix und Obelix begründeten schon vor Jahrzehnten einen Kult um Identität, Eigensinn kontra Staatsmacht und traditionelle Regionalität versus imperialer und supranationaler Macht. Verpiss dich, Cäsar!

Von Hans S. Mundi

Die kleinen Gallier mit dem wirkungsvollen „Supertrank“ fegten Briten, Römer und andere hegemoniale Angreifer stets hinweg. Eigentlich waren sie so etwas wie die mutigen Katalanen heute, gegen den autoritären Zentralstaat und die darüber strippenziehende EU-Feudalbürokratie. Was René Goscinny und Albert Uderzo als kongeniales Texter/Zeichner-Duo schufen, war vor allem in den 1970er Jahren aber noch Pflichtlektüre aller Linken – es las sich wie eine Anleitung zum Abkoppeln von Staat, Gesellschaft und verpflichtendem Muff aus Bürokratie und Gesetzesvorschriften. Durch diesen Vergleich und ein aktuelles Beispiel wird aber das Elend der heutigen Linken so deutlich wie nie zuvor.

Links und frei – die angebliche Parole von SPD-Ikone Willy Brandt verkörperte immer nur eine Lebenslüge. Links bedeutete niemals und nirgendwo Freiheit, weil sich der dahinter austobende Gleichheitswahn stets nur GEGEN andere verwirklichen läßt – Sozialismus ist wie diese unsäglichen Pyramiden-Geldspiele, bei denen man als Drückerkolonne schnell genug nach oben kommen muss, denn unten werden alle ausgebeutet und unterdrückt, Gleichheit ist eben nichts anderes als VERARSCHUNG! Freiheit statt Sozialismus! Freiheit statt Lüge und Betrug! Freiheit statt linker Bonzokratie!

Ich gestehe, ich musste lachen. Und ich lache immer noch! Da wird bedroht, wofür liebe Menschen viele Jahre und harte Arbeit investiert haben; da wird Hoffnung auf ehrliche Selbstständigkeit und durchdachte Expansion in Frage gestellt – und ich muss lachen. Warum? Bin ich gar ein böser Mensch? Oh nein, ich will nicht bloß „LOL“ tippen oder mit dem Daumen schnell drei Smilies mit Lachtränen eingeben, wie man es im Internet schon mal tut, während sich das Gesicht in Wahrheit kaum verzieht; nein, ich lache laut. Bin ich ein schlechter Mensch? Vielleicht, aber vielleicht nicht ausgerechnet wegen meines Lachens an dieser Stelle, denn es ist natürlich nicht die Bedrohung von Existenzen, worüber ich hier lache. Es ist etwas anderes. Der Kontext meines Lachens ist das Kreuzberger „Areal Ratiborstraße 14“. Es ist Kreuzberg, also Deutschlands Hauptstadt der Grünen und Guten. Dort, in der Ratiborstraße, befindet sich ein Areal mit Handwerkern, Künstlern und einigen Wagenburglern. Eine behütete Welt, eine gute Welt. Diese kleine und geschützte Welt wird sich ändern. Eine gewisse grüne Politikerin mag sich darüber freuen, die NutzerInnen des Areals freuen sich weniger. Auf dem Gelände soll eine Unterkunft für 450 Asylbewerber aus Afrika (aktueller PC-Sprech: „Geflüchtete“) entstehen.“ 

Sie lügen, heucheln, petzen und hetzen. Sie beschimpfen alles und jeden als „Nazi“. Sie hassen Meinungsfreiheit, wenn es nicht ihre eigene Meinung ist. Sie haben sich die Lizenz zum „besseren Gutmenschen“ selbst verliehen. Sie sind Gott. Sie sind Gericht. Sie sind Vollstrecker. Sie sind Ankläger. Sie sind Menschenjäger. Sie sind die Faust der Gerechtigkeit, manchmal auch Herren über Leben und Tod. Sind sind LINKER REALFASCHISMUS! LINKSFASCHISMUS!

Berlin-Kreuzberg: Handwerkerdorf fürchtet Verdrängung durch Flüchtlingsunterkünfte – Die Gewerbetreibenden fürchten ihre Verdrängung. Ebenso die dort ansässige Waldorf-Kita, ein Wagenplatz und ein deutsch-türkischer Biergarten. Metz betont, dass man Geflüchtete ausdrücklich auf den Flächen begrüße. „Doch der Wohnraum darf unsere Existenz nicht verdrängen.“ …. Insgesamt 80 Arbeitsplätze gibt es, auf dem Wagenplatz wohnen zudem 13 Erwachsene und ein Kind. Außerdem eine Waschbärenfamilie, Füchse, Eichhörnchen und Mauerbienen. Freie Flächen gibt es zwar noch, aber die waren eigentlich für die Erweiterung des Handwerkbedarfs vorgesehen. „Wenn ich hier wegmüsste, sehe ich keine Zukunft für mich in Berlin“, sagt Schlosser Johannes Reicher.“ 

Man darf sich getrost die Augen reiben! Wenn sich Linksgestrickte ein „kleines gallisches Dorf“ bauen, mit Waschbären, Waldorf-Kita und einer von Türken bewirtschafteten Wildniskneipe, dann gelten plötzlich ganz eigene Hoheitsrechte, die man den „rechten Biodeutschen“ komplett verwehrt und unter Androhung übelster Nazi-Schimpfkanonaden auch streitig macht. Hat der Grüne, der Linke, der Sozialist, der Träumer von Kommune, der Fan von Maos Kulturrevolution oder dem sowjetischen Archipel Gulag, der Stasi-Wendehals, doch aber erst einmal Merkels Migrantenströme vor der eigenen Haustür, dann ist Schluss mit lustig! Aber sofort! Dann sagt man „Ausländer raus“ auf denkbar charmanteste Art und Weise – im verqueren Linkssprech der Immerguten. Ham wer jelacht….

Dushan Wegner haut als Gastautor bei den achgut.com-Kollegen derart auf den Putz, dass man vermuten kann, dass dieser herausragende Autorenkommentar einst in einer besseren Welt, auf der die Linken dann auf dem Komposthaufen der Weltgeschichte ihr verdientes Ende gefunden haben, in den Geschichtsbüchern steht. In einem Kapitel über eine der geistig schwachsinnigsten Menschheitsepochen, jene vollkranke Ära des hypermoralischen Mainstream im Zeichen der linksversifften „political correctness“. Das Schlußwort zu dieser peinlichen Linksaffäre also an Dushan Wegner mit standing ovations, Tusch und donnerndem Applaus….

Der Gutmensch sagt nicht „Deutschland den Deutschen“, sondern „lang gewachsene Kreuzberger Mischung erhalten“. Exakt dieselbe Aussage, exakt dieselbe Intention, aber grüner, pseudoguter Anstrich. Der Gutmensch sagt nicht „not in my backyard“, er formuliert verquast „Ergänzungsstandorte schaffen“. Exakt dieselbe Aussage, exakt dieselbe Intention, aber feiges Verstecken hinter Bürokratendeutsch. Und dass durch Zuzug von Migranten bestehende Arbeitsplätze bedroht werden, das sagen die Guten sogar direkt und frei heraus. Der simple Slogan „Ratibor 14 erhalten“ ist besonders verräterisch. Man muss an der logischen Oberfläche nicht allzu tief kratzen, um festzustellen: Diese Guten implizieren, dass durch den Zuzug von Flüchtlingen ihr Umfeld zerstört wird. Um ihr Umfeld zu erhalten, kämpfen sie gegen den Zuzug von Migranten, die sie „Geflüchtete“ nennen, als wäre ihr Kampf dadurch irgendwie moralisch besser. Wo sollen denn diese „Ergänzungsstandorte“ geschaffen werden? Wahrscheinlich bei den „Nazi-Nullen“. Der Bösmensch ist zumindest ehrlich, auch sich selbst gegenüber. Der Gutmensch ist unehrlich, der Welt und sich selbst gegenüber. Der Bösmensch tut, was er will. Der Gutmensch will, dass andere tun, was er will.“

 

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