Michael Klonovsky: Die geistigen Brandstifter vom Deutschlandfunk

Foto: Collage
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Dieser Beitrag erschien zuerst auf Acta Diurna

Hätte die hehre Hydra keine Beißerchen und gliche bei ihr ein Haupt sozusagen aufs Haar dem anderen, könnte man das, was die Staatsmedien an Personal zur Verteidigung des status quo aufrufen, glatt als Hydra bezeichnen.

Von Michael Klonovsky

Immer neue, aber eben immergleiche Köpfchen stülpen sich aus den oft öffentlich-rechtlichen Hälsen, wie jetzt eine Frau Sybil Volks, die im Deutschlandfunk den üblichen Seim gegen die „Gemeinsame Erklärung 2018“ absondert (Gratulation zur Überschreitung der 100.000-Unterzeichner-Marke übrigens!), mit pauschalisierenden, unwahren Behauptungen Ressentiments gegen Deutsche schürt, das geltende Recht hasst, für noch mehr illegale Einwanderung hetzt und natürlich weder einen logischen Gedankengang entwickeln noch ihn semantisch anspruchsvoll formulieren kann. (Zur Unterstellung, es fände kein permanenter Rechtsbruch und keine illegale Masseneinwanderung statt, habe ich mich hier zu oft geäußert – etwa am 26. März, 3. April, 6. April –, als dass ich’s noch mal täte, und auch die knalldeutsche Mischung aus Obrigkeitshörigkeit, Fundamentalismus und idealistischer Traumtänzerei, die sich im trendkonformen Gefauche der Gevatterin einmal mehr und immer langweiliger manifestiert, ist hier über nunmehr Jahre immer wieder thematisiert, bewundert und besiegheilbrüllt worden, was natürlich auch langweilig wird, aber ich schaffe mir, frei nach der Feldmarschallin im „Rosenkavalier“, meine Zeitgenossen nicht an.)

Während also im Deutschlandfunk allen ein Willkommen gespendet wird, die in unserem (sic!) Land Zuflucht, Grundversorgung, Missionspersonal und Weiber suchen, landen folgende Meldungen in meinem Postfach:

Belgien: Die Partei „Islam“ fordert einen „islamischen Staat“ und „separaten Nahverkehr für Männer und Frauen“ (hier).
Oder:
London: „Nach dem 48. Mordopfer – Muslimischer Bürgermeister taucht ab!“ (hier)
Aber auch:
Lehrerin einer „Brennpunktschule im Ruhrpott“ berichtet: „Schüler bestanden darauf, dass Allah die Welt erschuf“ (hier).
Und wie so oft:
„Mann (76) in Köln schwer verletzt: Mit diesem Bild sucht die Polizei nach dem U-Bahn-Schubser“ (hier).
Freilich auch:

„Die Islam-Konferenz ist ein ‚first-class ticket to nowhere‘. Es ist eine Veranstaltung der Unehrlichkeit. Am Anfang war ich selber dabei. Da konnte ich das Fassadenhafte dieser Verbände erleben: In den offiziellen Diskussionen gaben sie sich integrationswillig, verfolgte man dann während der Pausen die Diskussionen der Teilnehmer untereinander, klang es ganz anders. Kennen Sie den Roman ‚Submission‘ von Michel Houellebecq? Die Islam-Konferenz ist deutsche Unterwerfung. Der Staat kapituliert vor dem Islam. Im letzten Jahr haben die muslimischen Verbände durchgesetzt, dass keine individuellen Muslime zugelassen sind.

Was heisst das?

Liberale Musliminnen wie Seyran Ates und Necla Kelek wurden rausgeschmissen. Deutschland führt seinen Dialog nur noch mit vier Verbänden, die allesamt aus dem Ausland finanziert werden und islamistisch und schriftgläubig sind. In der Islam-Konferenz geht es nicht um die Integration von Muslimen, sondern um die Minderheitsrechte des organisierten Islams. Über Themen wie Sicherheit und Zuwanderung wollen die Verbände gar nicht reden.“ (Mehr Schweizer Westfernsehen hier.)

Und nicht zuletzt: „Stadt Köln bezahlt – Hotelbetreiber machen ein Millionengeschäft mit Flüchtlingen“ (hier); „Ärger in der CDU – Kölner Politikerin verdient kräftig am Flüchtlingshotel“ (hier).

Vor diesem Hintergrund betrachten wir uns noch einmal die Aussagen von Frau Volks und ihrer Mit-Manifestanten (und -onkels!). Dieser Leute Gerede von Weltoffenheit ist nolens volens ungefähr das, was sie selber gern als „geistige Brandstiftung“ bezeichnen. Sie plädieren für die weitere Einwanderung von Menschen, deren Gottes-, Welt- und Gesellschaftsbild mehrheitlich und weit radikaler genau das verkörpert, was unsere „Das Tor macht weit“-Petitenten an deutschen Konservativen ablehnen. Offenbar sind diese trostlosen Figuren außerstande, die mittelfristigen Konsequenzen ihres willkommenskulturellen Treibens gegen ihre kurzen öffentlichen Auftritte als moralisch Edle abzuwägen.

Aber sagen wir mal so: Die gute Nachricht besteht darin, dass auch deutsche Mädels wie Frau Volks (oder Julie Zeh) vielleicht dereinst separate Waggons in öffentlichen Verkehrsmitteln zugewiesen bekommen. Denn verteidigen werden solche Mollusken ja nichts. Oder, Frau Volks, wollen Sie mal in einer Brennpunktschule eine Darwin-Lesung halten? Zum Beispiel darüber, inwieweit Sie mit Ihrer Unterschrift unter eine Masseneinwanderungsbefürwortungspetition eine drollige Kandidatin für die „Darwin-Awards“ abgeben? So weit werden die muslimischen Schüler mit dem ketzerischen Engländer wohl noch mitgehen…

Wandere aus, solange es noch geht!
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