Anschlag in Münster: Autofahrer rast in Menschenmenge – 3 Tote!

Der Tatort am Restaurant Kiepenkerl in Münster / Foto: Twitter

In der Altstadt von Münster ist ein VW-Bus in eine Gruppe sitzender Menschen gefahren. Laut SZ sei der Täter Jens R. „Deutscher mit psychischen Problemen“. Es soll drei Tote und etwa 20 Verletzte geben. Der Fahrer soll sich erschossen haben. 

Nach Informationen von SZ, NDR und WDR soll es sich bei dem Täter um einen Deutschen namens Jens R. handeln. Er soll in den Jahren 2014 und 2016 psychisch auffällig gewesen sein.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete zuerst, der Täter sei ein 27 Jahre alter Mann. Nun korrigierte sich die FAZ, der Täter sei der 48 Jahre alte Jens R. Er wurde am 1. Mai 1969 in Olsberg im Sauerland geboren, lebte aber schon lange in Münster. Er wohnte rund zwei Kilometer vom Tatort entfernt.

NRW-Innenminister Herbert Reul hat laut Rheinischer Post bestätigt, dass der Täter deutscher Staatsbürger ist. Es spreche derzeit nichts für einen islamistischen Hintergrund. Zudem korrigiert Reul laut RP die Zahl der Toten: Es seien drei Menschen getötet worden, darunter der mutmaßliche Täter. Zuvor hätten die Behörden von vier Toten gesprochen. Sechs Verletzte sollen in Lebensgefahr schweben.

Laut Süddeutscher gab der Innenminister seine improvisierte Pressekonferenz an einer Straßenecke direkt vor dem Kiepenkerl-Denkmal, von Journalisten umringt: „Das wichtigste ist jetzt mein Mitgefühl für die Angehörigen“, sagte Reul laut SZ. „Es gibt zwei Tote zu beklagen, plus der Täter, der sich selbst gerichtet hat.“ Es gebe jede Menge Hinweise, denen jetzt nachgegangen werden müsse. „Jetzt wird ermittelt, dafür brauchen wir Zeit.“

Laut Rheinischer Post hat es um 20:21 h in der Nähe die Friedrich-Ebert-Straße in Münster einen lauten Knall gegeben. Laut eines RP-Reporters habe es eine kontrollierte Sprengung gegeben. Feuerwehr und Rettungswagen begleiten den Einsatz eines SEK-Teams um den mutmaßlichen Wohnort des Täters.

Das SEK vor der Wohnung des Täters

Nach Informationen der Bild hat das SEK um 19.07 Uhr vor dem Haus des Täters Stellung bezogen. Die Spezialeinheiten wollen das Haus stürmen. Seit dem frühen Abend zur Bewältigung der Lage in NRW auch Spezialkräfte der Bundespolizei im Einsatz, darunter unter anderem Mitglieder der neuen Anti-Terror-Bereitschaftspolizei „BFE+“, die besonders für die Bewältigung von sogenannten Terror-Lagen geschaffen sei. Die Anti-Terror-Spezialeinheit GSG9 sei in Alarmbereitschaft versetzt worden.

Die Rheinische Post meldete früh, dass nach zwei weiteren Personen gefahndet werde. Um 18:05 sagte ein Sprecher der Polizei der Nachrichtenagentur dpa, es gebe Gerüchte, wonach zwei weitere Menschen aus dem Transporter gesprungen und geflüchtet sein könnten. Das sei aber nicht sicher und müsse nun verifiziert werden. Bewohner der Innenstadt wurden aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen. Laut Spiegel war der Innenstadtbereich großräumig abgesperrt, weil im Kleinlaster ein verdächtiger Gegenstand gefunden worden sei.

Heute vor einem Jahr ereignete sich der LKW-Anschlag von Stockholm.

Münster-Tatort-Schauspieler Jan Josef Liefers sprach auf Twitter von einem „kranken Anschlag“:

Wie die Bild-Zeitung aus Polizeikreisen erfahren haben will, wurden alle verfügbaren Polizeikräfte und Spezialeinheiten Nordrhein-Westfalens nach Münster beordert. „Mehrere Rettungshubschrauber aus dem Umland sind beordert worden und sollen auf dem Schlossplatz landen“, meldeten die Westfälischen Nachrichten. Die Verletzten würden von der Neubrückenstraße, in der eine Ladezone eingerichtet wurde, in Krankenwagen versorgt beziehungsweise in Krankenhäuser und zu den Hubschraubern gebracht.

Am Nachmittag war in Münster eine Demonstration von 1500 Kurden durch die Innenstadt geplant. Die Demo wurde abgesagt.

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