Schottland: Christliche Insel bekommt Moschee für eine Handvoll Syrer

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Zukünftige Moschee auf der schottischen Isle Lewis (screenshot JustGive)

Die schottische Insel Lewis hat rund 8000 Einwohner, sechs syrische Flüchtlingsfamilien und keine Moschee. Und da sogenannte Flüchtlinge kommen um zu bleiben, wurde ihnen von offizieller Seite der Bau einer Moschee zugesagt. Ein muslimischer Geschäftsmann findet das großartig und hat bereits 20.000 Pfund gesammelt, um ihnen bei ihren Plänen für den Allah-Bau zu helfen. Die streng presbyterianische Gemeinde ist wenig begeistert.

Die christlichen Kirchenführer sehen in der geplanten Moschee eine „Bedrohung“. Sie hätten nichts gegen die Menschen, die aus Kriegsgebieten geflohen seine, aber durchaus etwas gegen den islamischen Glauben an sich, der im völligen Gegensatz zum christlichen stehen würde, berichtet The Herald.

„Wenn eine Moschee eröffnet wird, ist der Islam in der Lage, sich hier in unserer Mitte auszubreiten, obwohl seine Glaubensvorstellungen und Praktiken den religiösen Überzeugungen unserer Gemeinschaft entgegenstehen“, heißt es in einer Stellungnahme des Presbyteriums. „Der Islam ist auch mit unseren religiösen und bürgerlichen Freiheiten unvereinbar und in der Tat eine Bedrohung.“

Der Gemeinderat in Stornoway hatte den Umbauplänen für ein verlassenes Gebäude   zugestimmt. Daraufhin richtete der Bauunternehmer Aihtsham Rashid im fast 800 Kilometer entfernten Leeds eine Crownfounding Seite ein und sammelte bereits 28.000 der 50.000 erforderlichen Pfund (rund 57.000 Euro)  für eine weitere Moschee auf europäischem Boden ein.

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Spenden für den Moscheebau auf einer schottischen Insel (screenshot Justgiving)

„Gegen allen Widerstand der Free Church of Scotland hat die kleine syrische Gemeinschaft nun die Erlaubnis zum Moscheebau erhalten“, freute sich Rashid. „Ich werde alles daran setzen, dass sie zum diesjährigen Ramadan ihre Tarawee-Gebete sprechen können“, kündigte er weiter an.

Die Western Isles sind immer noch streng christlich geprägt und die Inseln Lewis und Harris haben beide große presbyterianische Gemeinden. Dort wird der Sonntag noch heilig gehalten. Viele Geschäfte bleiben geschlossen und ein Sturm der Empörung brach los, als die Fähren-Firma 2009 die Insel auch am Sonntag ansteuerte. Auch heute ist man nicht begeistert über die Öffnung des Kinos an diesem christlichen Ruhetag.

2015, auf dem Höhepunkt der sogenannten Flüchtlingskrise war die schottische Ministerpräsidentin Nicola Sturgeon ein begeistertes Mitglied im „Refugee-Welcome“-Club. 10 Prozent der 20.000 von der britischen Regierung aufgenommenen Syrer landete in ihrem „Herrschaftsgebiet“. Viele der sogenannten Flüchtlinge wurden auf entlegene Inseln wie Lewis und die Isle of Bute geschickt – dort leben nur 6.000 Menschen, die unter hoher Arbeitslosigkeit und Armut leiden.

Statt sich darüber zu freuen, nun in Sicherheit zu sein und großzügig vom britischen Steuerzahler ausgehalten zu werden, wurden schnell die ersten Klagen von Syrern laut.

Die Insel sei voll mit alten Menschen, die nur darauf warten zu sterben“, jammerten einige von ihnen.

Der vierfache Vater Abd fühlte sich von den Behörden „erniedrigt“ als die seinem Wunsch für einen Umzug nach Glasgow oder Manchester nicht stattgaben. Die schottischen Steuerzahler hätten schließlich viel Geld aufgebracht, um ihn unterzubringen, begründeten die Behörden.

„Ich fühle mich gedemütigt. Ich bin nicht hergekommen, um mich kontrollieren zu lassen“, war damals die klare Antwort des 42-Jährigen. „Mir ist langweilig, ich kann hier nichts unternehmen und werde depressiv“, so Abd gegenüber The Telegraph.

 

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