Mehrheit der Bürger gegen höheren EU-Beitrag Deutschlands

Foto: EU-Parlament in Brüssel (über dts Nachrichtenagentur)
Foto: EU-Parlament in Brüssel (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin – Im Streit um die künftige Finanzierung der EU spricht sich eine breite Mehrheit der Bundesbürger gegen höhere Zahlungen Deutschlands aus.

Durch den Brexit wird Großbritannien ab 2019 als Zahler für den EU-Haushaltausfallen. Damit fehlen den WU-Finanzierungstöpfen rund 11,5 Milliarden Euro, die die Briten als zweitgrößter Nettozahler der Union 2015 mehr einzahlten als herausbekamen. Das Münchner Ifo-Institut hatte bereits letztes Jahr errechnet, wie stark die Kosten für die 27 verbleibenden EU-Staaten steigen. Deutschlands Beitrag wird um rund 3,5 Milliarden Euro pro Jahr steigen, so die Forscher.

Die Mehrheit der Bürger in Deutschland ist jedoch nicht bereit, noch mehr von ihrem sauer verdienten Geld nach Brüssel zu überweisen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Focus unter Berufung auf eine Umfrage des Instituts INSA. Danach finden es 65 Prozent der Befragten falsch, wenn Deutschland nach dem EU-Austritt Großbritanniens mehr Geld nach Brüssel überweisen würde. Dagegen erklärten 19,8 Prozent der Bundesbürger, sie fänden einen höheren Beitrag Deutschlands richtig.
6,5 Prozent sagten, es ist ihnen egal. Am größten ist die Ablehnung bei Anhängern der AfD, schreibt Focus weiter. Demnach sind 81,9 Prozent der AfD-Wähler gegen höhere EU-Beiträge Deutschlands.

Auf den Plätzen dahinter folgen die Wähler der FDP mit einer Ablehnungsquote von 68,3 Prozent und der Linkspartei mit 66,8 Prozent. Mit 59,9 Prozent ist auch eine Mehrheit der SPD-Anhänger gegen mehr Zahlungen an die EU. Lediglich 25,7 Prozent befürworten einen höheren EU-Beitrag. INSA befragte für Focus vom 20. bis 21. März 2018 insgesamt 1.070 Wahlberechtigte. (dts Anteil)

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