Islamkritiker Tibi rügt Kapitulation vor dem Islam

Foto: Imago
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Einer der klügsten Islamkritiker ist selber Moslem und heißt Bassam Tibi. Ein Mann klarer Worte. Unumwunden attestiert er Kanzlerin Merkel und Innen- und Heimatminister Seehofer: „Bemerkenswerte Ignoranz“

Von Albrecht von Stinde

Deutschland brauche dringend eine kritische Islamdebatte, doch diese überfällige ehrliche Diskussion werde von der Politik unterdrückt. Das Ergebnis solchen unverantwortlichen Handelns bringt Tibi mit folgender Aussage auf den Punkt: „Der deutsche Staat kapituliert vor dem Islam“.

Die WELT brachte einen seriösen Bericht der Analyse und Aussagen Tibis, der in überraschender Weise völlig neutral gehalten ist. Am Ende des Artikels kann der Leser abstimmen, zu der Frage: Gehört der Islam zu Deutschland?

Grundlage dieses kurzen Artikels der Welt ist ein Interview, das Bassam Tibi am 5.4.2018 mit der Neuen Züricher Zeitung (NZZ) geführt hat.

Hier in Kürze einige zentrale Aussagen aus dem Interview:

Herr Tibi hatte gehofft, die Kölner Sylvesternacht mit den massenhaften Übergriffen von Moslems auf deutsche Frauen hätte die Deutschen aufgeweckt. „Das ist aber nicht passiert. Eine links-grüne Minderheit dominiert die Medien.“ Die meisten Deutschen hätten immer noch Ängste, in der Öffentlichkeit ihre wahre Meinung zu vertreten.

Er kritisiert dann die Feigheit des Suhrkamp-Verlags, der sich gegenüber seinem berühmten Autor Tellkamp nicht neutral verhielt und meinte ihn maßregeln zu müssen. Unerhört ist auch, dass sich der Suhrkamp-Verlag von seinem Autor gleich distanzierte. Ich war selbst zwanzig Jahre Suhrkamp-Autor. Ich hielt den Verlag für ein Symbol der Redefreiheit und der wissenschaftlichen Diskussion. Ich schäme mich fremd.“

Zu Kanzlerin Merkel und Innen- und Heimatminister Seehofer stellt Tibi fest: Ich erkenne sowohl bei Merkel als auch bei Seehofer eine bemerkenswerte Lässigkeit und Ignoranz. Beide reden letztlich am Gegenstand vorbei. Deutschland brauchte eine kritische Islam-Debatte, aber die wird von der Politik unterdrückt. In Deutschland bestimmen die mächtigen muslimischen Verbände, wo es langgeht.“

Zum Versagen der deutschen Politik, das sich bis in die Verwaltungen zieht, bezüglich einer wirklichen Integration, sagt er: Mit Integration meinen sie: Registrierung, Alimentierung, häusliche Unterbringung, bestenfalls Sprachkurse. Integration heißt aber, dass man eine Bürgeridentität annimmt. Zu einer Heimat gehört Identität. Wenn dieser Faktor ausgeschlossen wird, bleibt nichts. Da steckt aber das deutsche Problem: Es gibt kein Identitätsangebot.“

Tibi zur vom deutschen Staat jährlich betriebenen „Islam-Konferenz“: Es ist eine Veranstaltung der Unehrlichkeit… Die Islam-Konferenz ist deutsche Unterwerfung. Der Staat kapituliert vor dem Islam. Im letzten Jahr haben die muslimischen Verbände durchgesetzt, dass keine individuellen Muslime zugelassen sind.“

Und weiter:Liberale Musliminnen wie Seyran Ates und Necla Kelek wurden rausgeschmissen. Deutschland führt seinen Dialog nur noch mit vier Verbänden, die allesamt aus dem Ausland finanziert werden und islamistisch und schriftgläubig sind. In der Islam-Konferenz geht es nicht um die Integration von Muslimen, sondern um die Minderheitsrechte des organisierten Islams.“

Was Bassam Tibi im Weiteren noch zum problematischen türkischen Moscheeverband DITIB, der Eindämmung des ausländischen Einflusses auf die in Deutschland lebenden Muslime, den sich ausbreitenden muslimischen Antisemitismus und Möglichkeiten unserer Gegenwehr zu sagen hat, das kann hier im Interview der NZZ selbst nachgelesen werden. Unbedingt lesenswert!

 

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