Streichelzoo-Ziegen-Schlächter müssen in den Bau

Foto: Durch Artsiom Petrushenka/Shutterstock
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Berlin – Nicusor-Razvan V. und Mihaita-Iulian B., seit kurzem in Deutschland weilend, hatten am Abend des 18. Februar der Ziege „Lilly“ im Kreuzberger Streichelzoo die Kehle durchgeschnitten und ihr die Beine abgetrennt. Für die vorsitzende Amtsrichter kam für die die beiden Ziegen-Schlächter wegen ungünstiger Sozialprognose keine Bewährungsstrafe in Betracht.

Anwohner hatten am späten Abend die Todesschreie des Tieres gehört und die Polizei alarmiert. Die Angeklagten wurden beim Verlassen des umzäunten Geländes erwischt. Dabei wurde bei einem der Männer ein blutverschmiertes Messer sicher gestellt. In der Nähe wurde ein Rucksack mit einem Ziegenbein aufgefunden. In dem Gehege des Streichelzoos im Volkspark Hasenheide entdeckten Polizisten die Ziege mit durchtrennter Kehle, so die übereinstimmende Berichterstattung.

Als Grund für die Schlachtung des Tieres gaben die beiden Angeklagten, die als Bauhelfer nach Berlin gekommen waren an, Hunger gehabt zu haben. Sie seien davon ausgegangen, dass es sich um einen Bauernhof gehandelt habe. Ihnen sei nicht bewusst gewesen, das es sich um einen Streichelzoo für Kinder gehandelt habe. Die Schlachtung sei zudem „artgerecht“ erfolgt, so der Verteidiger.

Wegen eines Diebstahls mit Waffen sowie der Tötung eines Wirbeltiers ohne vernünftigen Grund schickte die Amtsrichterin den geständigen vorbestrafte Nicusor-Razvan V. für zehn Monate, seinen gleichaltrigen Kumpanen Mihaita-Iulian B. für neun Monate ins Gefängnis. Weil keine günstige Sozialprognose zu stellen sei, komme Bewährung nicht in Betracht, so die Richterin. Ein Verteidiger kündigte bereits Rechtsmittel an, so der Tagesspiegel. (SB)

 

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