Sebastian Kurz kündigt Kopftuchverbot für Kindergarten und Schule an

(Symbolfoto: Durch Shahrul Azman/Shutterstock
Schulalltag in Großbritannien (Symbolfoto: Durch Shahrul Azman/Shutterstock)

Österreich – „Eine Verschleierung von Kleinkindern ist definitiv nichts, was in unserem Land Platz haben sollte“, sagte Österreichs Kanzler Sebastian Kurz. Um Diskriminierung in jungen Jahren zu verhindern, soll nach dem Willen der österreichischen Regierung künftig kein islamisches Kopftuch mehr in Kindergärten und Grundschulen erlaubt sein.

Die Debatte über ein Kopftuchverbot wurde von Vize-Kanzler H.C. Strache (FPÖ) ausgelöst. Er forderte ein solches an Kindergärten und Volksschulen. Dies wäre eine Maßnahme, damit „die Mädchen in ihrer Entwicklung bis zum zehnten Lebensjahr geschützt sind und sich frei entwickeln und integrieren können“, hatte er am Wochenende laut der Presse erklärt. Zudem wolle man dem politischen Islam etwas entgegensetzen.

Am Mittwoch griff Kanzler Kurz den Vorstoß auf. Im Ö1-„Morgenjournal“ kündigte er eine entsprechende Gesetzesinitiative an die bis zum Sommer durch das Bildungsministerium in einem entsprechendem Kinderschutzgesetz ausarbeitet sein soll. Kurz wolle von einer Religionsdebatte nichts wissen – gleiches gilt für Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ). Es gehe hier schlicht um Gleichberechtigung. Im Verbot sehe man im Wesentlichen eine „Integrationsmaßnahme“.

Der Auftrag von Bundeskanzler, ein Kopftuchverbot für Kinder in Kindergärten und Volksschulen auszuarbeiten, stosse bei der SPÖ und den Neos auf offene Ohren. (SB)

 

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