Neues aus dem Zauberkasten: Innenminister will Schleuser härter bestrafen

Foto: Flüchtlinge auf der Balkanroute (über dts Nachrichtenagentur)
Foto: Flüchtlinge auf der Balkanroute (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin – Hier faselt mal wieder jemand, der keine Ahnung von der Materie hat: Parallel zur Neuregelung des Familiennachzugs soll nach dem Willen von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) auch schärfer gegen Schleuser von Kindern vorgegangen werden. „Gerade Minderjährige zu motivieren, sich auf die gefährliche Reise in die Bundesrepublik Deutschland zu begeben und sich damit der Gefahr für Leib oder Leben auszusetzen, ist besonders verwerflich und damit strafschärfend zu berücksichtigen“, heißt es nach Angaben der „Rheinischen Post“ (Donnerstagsausgabe) in dem Gesetzentwurf zum Familiennachzug. Demnach soll das Einschleusen minderjähriger Ausländer ohne Begleitung eines Elternteils künftig mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zehn Jahren geahndet werden.

Strafbar wäre dann nicht mehr nur das vorsätzliche Schleusen von Minderjährigen, sondern schon jede Schleuser-Handlung, als deren Ergebnis Minderjährige illegal in das Bundesgebiet gelangen. Damit wolle Seehofer stärker gegen eine Praxis vorgehen, zunächst die Kinder nach Deutschland vorzuschicken.

Als ob es die Schleuser sind, die Minderjährige motivieren. Das sind wohl eher die Eltern, die sich über den Familiennachzug den Einzug ins Paradies erhoffen. Sie sind es dann natürlich auch, die das viele Geld für die Schleuser auf den Tisch legen.

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