„Frei.Wild“ ignoriert Dreh- und Interviewanfrage des ORF

Frei.Wild Jacke - in Leipzig verboten (Bild: Screenshot YouTube)

Österreich – Mit ihrem neuen Album hat die Südtiroler Rockband „Frei.Wild“ in Österreich und Deutschland Platz eins der Charts erobert. Seit Jahren wird die Band wegen ihrer Heimatverbundenheit von der Gesinnungsjournalie in das rechtsradikale Lager verortet.

Am vergangen Ostersonntag nun gab die Rockband, der zum Vorwurf gemacht wird, in ihren Liedtexten das Unrecht anzusprechen, das der deutschen und ladinischen Volksgruppe seit 1918 widerfahren ist und zudem ein Bandmitglieder sich bei den Südtiroler Freiheitlichen engagierte, im ausverkauften Wiener Gasometer ein Konzert. Dass sich die Band von jeder Form des Extremismus mehrfach distanziert hat und sich dennoch das Recht heraus nimmt, in ihren Texten gesellschaftspolitisch relevante Themen anzusprechen, wird bewusst unterschlagen. Jedoch wird genau dies von den Fans der Band honoriert. Die Band steht in Deutschland, wie in Österreich auf Platz eins der Charts.

Diesen Erfolg wurde offenbar auch vom öffentlich-rechtlichen ORF wahrgenommen. Der Sender bewarb sich – trotz der teilweise selbst betriebenen Hetzjagd – um eine Drehgenehmigung beim benannten Konzert sowie um ein Interview mit der Band, so das Magazin unzensuriert. „Frei.Wild“ jedoch strafte den ORF mit Nichtbeachtung ab: Beide Anfragen wurden einfach nicht beantwortet. Daraufhin holte der ORF „Frei.Wild“ -Fans vor das Mikro, die Auskünfte wie: „ich finde, sie sagen die Wahrheit“ oder „sie sind nicht radikal, sie stehen halt zu ihrem Land – und die meisten wollen es nicht hören, wie es ist“, von sich gaben. Und auch in Österreich können es die Volkserzieher im staatsnahen Rundfunk nicht lassen und sprachen am Ende ihres Beitrags von einem „Flirt mit der Nazi-Ästhetik“. (SB)

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