Deutlich mehr links- als rechtsradikale Gewalt in Hamburg

(Bild: shutterstock.com/Durch Kimm Otto)
G20 - linksextremistische Ausschreitungen (Bild: shutterstock.com/Durch Kimm Otto)

Hamburg – Wie die Antwort auf eine Anfrage der Hamburger AfD-Bürgerschaftsfraktion ergab, hat sich im vergangenen Jahr 2017 die Zahl linksextremistischer Straftaten gegen Leib und Leben in der Hansestadt mehr als verdoppelt. Durch einer weiteren AfD-Anfrage wurde bekannt, dass es weitaus mehr linksextreme Straftaten bei einer „Merkel muss weg“-Demo gab, als bislang bekannt.

Es gab gegenüber 82 Straftaten im Jahr 2016 eine deutliche Erhöhung auf 192 im vergangenen Jahr, ließ der Senat in seiner Beantwortung wissen. Darüber hinaus nahmen politisch motivierte Straftaten von Linksextremisten gegen privates Eigentum um das 20-fache zu. Während es 2016 noch 65 Delikte waren, sind 2017 1.278 Taten verübt worden. Der Hamburger Senat registrierte gegen Einrichtungen von Sicherheitsbehörden 2017 weitere 916 Straftaten gegenüber 101 im Jahr 2016.

Im gleichen Zeitraum macht die Polizei Rechtsextremisten für zehn Straftaten gegen privates Eigentum im Jahr 2017 verantwortlich, nach 18 im Jahr davor. Die Zahl der rechtsextremistischen Angriffe auf Einrichtungen der Sicherheitsbehörden ging von zehn auf fünf zurück.

Hamburg ist eine Hochburg für Linksextremisten

Eine Begründung für den deutlichen Anstieg linksextremistischer Straftaten wollt der Senat nicht liefern, so auch WeltOnline.  Allerdings falle in den Zeitraum auch die linksextremen Ausschreitungen gegen den G20-Gipfel hinein, der auf Betreiben von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) diesmal in Hamburg stattfand, obwohl klar war, dass die Hansestadt eine besonders aktive linksextreme Szene aufweist.

Der Hamburger AfD-Bürgerschaftsabgeorfnete Peter Lorkowski erklärte zu den vorgelegten Zahlen: „Spätestens nach dem G20-Gipfel muss klar sein: Hamburg bildet eine Hochburg für Linksextremisten, deshalb muss der Kampf gegen den Linksextremismus endlich geführt und intensiviert werden.“

Auch mehr linksextreme Straftaten bei „Merkel muss weg“-Demo als bislang bekannt

Wie eine weitere Anfrage der AfD-Fraktion ergab, wurden auch am Rande der Kundgebung unter dem Motto „Merkel muss weg“ am 19. März mehr Straftaten verübt als bislang bekannt (Jouwatch berichtete). Es wurde nicht nur ein 37 Jahre alter Teilnehmer der Kundgebung von bislang noch flüchtigen Unbekannten in der U-Bahnstation Stephansplatz krankenhausreif geschlagen.

Ein weiterer Kundgebungsteilnehmer sei Opfer einer gefährlichen Körperverletzung von zwei Gegendemonstranten geworden, teilte der Senat mit. Einer der Tatverdächtigen habe später beim Einschreiten der Polizei Widerstand geleistet und sich einer versuchten Körperverletzung schuldig gemacht. Unbekannte Täter griffen zudem einen anderen Gegendemonstranten an. Nach Kenntnis des Senats wurden im Bereich der Demonstrationen zwei Menschen von Rettern ins Krankenhaus gebracht. (SB)

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