Theresa May unter Druck – Doch kein Giftgasanschlag von Putin?

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Der vergiftete Doppelagent Sergei Skripal und seine Tochter Yulia (Foto:screenshot Twitter)

Die britische Premierministerin gerät beim Nervengift-Angriff auf den Doppelspion Skriptal in die Defensive. Ein Labor bestätigte jetzt zwar, dass es sich bei dem verwendeten Gift um den militärischen Nervenkampfstoff Novichok handele, man habe ihn aber nicht direkt Russland zuordnen können, so der Leiter des Labors Porton Down.

Der Chef des Verteidigungslabors von Porton Down Gary Aitkenhead sagte, man habe „nicht die genaue Quelle“ des Nervengifts verifiziert, dem Skripal und seine Tochter Yulia ausgesetzt waren.
Der Kreml hat daraufhin die britische Premierministerin Theresa May und ihren Außenminister Boris Johnson aufgefordert, sich umgehend für ihren Verdacht, dass die russische Regierung hinter der Nervengas-Attacke gegen Sergei Skripal und seine Tochter Yulia stecke, zu entschuldigen, berichtet MailOnline.

Dmitry Peskov, Pressesprecher von Wladimir Putin, sagte der russischen Nachrichtenagentur TASS, er sei überzeugt, dass Großbritanniens Vorwurf, dass Moskau involviert sei, niemals bewiesen werden würde und fügte hinzu: „London wird sich bei der russischen Seite irgendwie entschuldigen müssen, aber offensichtlich wird es eine längere Geschichte, bei der man jetzt schon viel zu u zu weit gegangen ist.“

Der russische Präsident Putin behauptet, dass bis zu 20 Länder den ehemaligen Doppelagenten und seine Tochter vergiftet haben könnten, da Experten sagen, dass sie nicht bestätigen können, dass der Nervenagent aus Russland stammt.

Er hoffe, dass bei einem Treffen der globalen Chemiewaffen-Aufsicht am Mittwoch ein Schlussstrich unter die Anschuldigungen gezogen werden könnte.

Die russische Botschaft in London betonte: „Wir haben von Anfang gewußt, dass die Erklärungen der britischen Regierung zu dem angeblich in Russland produzierten Nervengift ein Bluff waren. Das hat jetzt der Leiter des geheimen Labors bestätigt.“ (MS)

 

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