Meuthen: Um den Diesel zu zerstören: Grüne Ideologen messen falsch

Foto: Durch zhu difeng/Shutterstock
Ein Traum in Grün (Foto: Durch zhu difeng/Shutterstock)
In Deutschland drohen millionenfache Enteignungen von Dieselfahrern in den Ballungsräumen.
Von Prof. Dr. Jörg Meuthen

Ja, Sie haben richtig gelesen, Enteignungen – denn was ist es de facto anderes, wenn ein offiziell für den Verkehr zugelassenes Fahrzeug mit einem ganzjährigen Fahrverbot belegt wird, wie die Grünen dies nun beispielsweise für Stuttgart planen?

Ein Fahrzeug, was noch vor wenigen Jahren als Klimaretter gepriesen, vom Käufer teuer bezahlt und vom Staat mit grüner Plakette für alle Zonen in Deutschland freigeschaltet wurde.

Dieses Fahrzeug wird dank der Grünen (sowie ihrer unsäglichen, dauerprozessierenden und seit fast zwei Jahrzehnten mit Toyota zusammenarbeitenden Vorfeldorganisation „Deutsche Umwelt-Hilfe“) zum Stehzeug, um ausnahmsweise einmal ein durchaus gelungenes Wortspiel der FDP zu zitieren.

Dem so seiner Mobilität beraubten Autobesitzer hilft auch ein Rat des baden-württembergischen Leider-immer-noch-Verkehrsministers Hermann (Grüne) wenig, er könnte sein Dieselfahrzeug doch nach Nordbaden verkaufen, dort drohten ja schließlich keine Fahrverbote.

Das hat er tatsächlich gesagt, und damit hat er erneut eindrucksvoll bewiesen, welch wirres Verständnis von Ökonomie bei den Grünen vorherrscht. Offenbar hat ihm keiner seiner Referenten rechtzeitig zugeflüstert, dass auch der Nordbadener ab und zu in die Ballungsräume einfahren möchte und derart inkriminierte Fahrzeuge deshalb nur mit hohem Abschlag – wenn überhaupt – kauft.

Das, liebe Grüne, sind nämlich die bösen, Euch zutiefst suspekten Gesetze von Angebot und Nachfrage – so etwas lernt man schon im ersten Semester Volkswirtschaftslehre, was vielleicht sogar der ein oder andere Eurer zahlreichen Studienabbrecher dereinst erfolglos besucht hat.

Und da es in der Theorie bei vielen von Euch Grünen ja nicht so recht geklappt hat, hilft Euch vielleicht ein Blick in die Praxis: Der deutsche Gebrauchtwagenmarkt bestraft Dieselfahrzeuge nun mit einem zusätzlichen, außerplanmäßigen Wertverlust von bis zu 50%.

Da ächzt der dieselnde Normalverdiener, und der Grüne lehnt sich zufrieden zurück. Ziel erreicht – genau so wollte er das.

Die Grünen sind nämlich leider nicht nur eine Partei ökonomischer Wirrköpfe, sondern auch ökologischer Fundamentalisten: Wo es kein ökologisches Problem gibt, muss so schnell wie möglich eins geschaffen werden, um selbst weiterhin eine grüne Existenzberechtigung zu haben und den normalen Bürger gängeln zu können.

Ein eminent wichtiges Instrument hierzu sind die Mess-Stationen, mit denen die Luftqualität in den Städten ermittelt wird. Das fällt nun auch einigen Medienvertretern auf. So beleuchtete jetzt beispielsweise die Bild-Zeitung unter der Überschrift „Diesel-Abgase: Sind wir die Mess-Deppen der EU?“ die völlig berechtigte Frage, ob unsere Mess-Stationen vielleicht bewusst zu nah an den Straßen aufgestellt wurden, um unrealistisch hohe Messwerte zu erzeugen.

Sie tat dies am 30. März. Ein bisschen spät, meine Damen und Herren von der Bild-Zeitung! Und denjenigen, der diese Diskussion maßgeblich in Deutschland angeschoben hat, hätten sie ruhig auch erwähnen dürfen: Das war nämlich ich selbst in meiner Eigenschaft als Bundessprecher unserer Bürgerpartei.

Am 30. Januar, also exakt zwei Monate vor diesem Artikel in der „Bild“, hatte ich darauf hingewiesen, dass bei den Messungen ein letztlich alles entscheidender Fehler gemacht wird: Gemessene Werte müssen nämlich gemäß der 39. Bundesimmissionsschutzverordnung REPRÄSENTATIV für die Belastung der Anwohner sein. Ein direkt am Fahrbahnrand gemessener Wert ist dies definitiv NICHT! Damit liegt aber auch kein Verstoß gegen die Verordnung vor.

Bis zu 10 Meter Abstand vom Fahrbahnrand sieht diese Verordnung für derartige Mess-Stationen vor, und die Luft muss um selbige herum frei zirkulieren können. Wer an Deutschlands berüchtigster Mess-Station „Neckartor“ in Stuttgart vorbei fährt (so wie ich dies unzählige Male getan habe), wird feststellen: Nichts von diesen Vorgaben wird eingehalten.

Und siehe da: Als nun auf der gegenüberliegenden Straßenseite nachgemessen wurde, wurden dementsprechend ca. zwei Drittel (!) weniger an Schadstoffen gemessen.

Da wundert es nicht, dass die Lebenserwartung für Frauen in Stuttgart die höchste bundesweit ist, und auch Männer liegen in der Spitzengruppe.

Fazit: Stuttgart hat nach Jahrzehnten nachweislicher Luftverbesserung heutzutage genauso wenig ein gesundheitsgefährdendes Luftproblem wie irgendeine andere deutsche Stadt.

Deutschland dagegen hat ein eigentums- und mobilitätsgefährdendes Problem mit verbohrten, in der freien Wirtschaft nicht vermittelbaren linksgrünen Ideologen, die der Bevölkerung ihre kruden Vorstellungen aufzuzwingen trachten, was auch immer dies an Belastungen für den normalen Bürger mit sich bringt.

In diesem Kampf kann es am Ende nur einen Sieger geben: Entweder diese grünen Ideologen – oder die hart arbeitenden Bürger, die sich ihren gesunden Menschenverstand noch bewahrt haben.

Zeit daher für die Bürger, sich zu wehren und diese Ideologen abzuwählen. Zeit für die #AfD.

https://www.afd.de/joerg-meuthen-afd-fordert-ueberpruefung-der-standorte-der-deutschen-nox-messstationen/

https://www.bild.de/geld/wirtschaft/dieselmotor/sind-wir-die-messdeppen-der-eu-55251200.bild.html

https://www.swr.de/swraktuell/bw/stuttgart/euro4-diesel-sollen-ausgesperrt-werden/-/id=1592/did=21391626/nid=1592/55yqgn/index.html

https://www.ka-news.de/wirtschaft/regional/Kurioser-Vorschlag-Alte-Diesel-Autos-kuenftig-nach-Nordbaden;art127,2035542

https://www.welt.de/wirtschaft/article174806596/Dieselautos-Preis-fuer-Euro-5-Diesel-bricht-um-50-Prozent-ein.html

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diesel-affaere/deutsche-umwelthilfe-bekommt-geld-von-toyota-14256098.html

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Speziell für die hier mitlesenden Journalisten: Die entscheidende Anlage 3 der 39. Bundesimmissionsschutzverordnung:

https://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_39/anlage_3.html

Wandere aus, solange es noch geht!
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