Abt. Fit & Kampfstark: Neue Schwangerenuniformen für die Bundeswehr

Symbolfoto: Durch KonstantinChristian/Shutterstock
Hier sehen Sie eine Soldatin im Anti-Terror-Einsatz gegen die Taliban (Symbolfoto: Durch KonstantinChristian/Shutterstock)

Neulich hatten wir hier bei Jouwatch den Fall jenes SPIEGEL-Autors namens Feldenkirchen, der leichtsinnigerweise offenbarte, daß ihm der grundsätzliche Unterschied zwischen einer Kaserne und einem Kriegerdenkmal nicht geläufig ist, weswegen er es auch menschlich finde, eine Kaserne nach einem gefallenen Bundeswehrsoldaten zu benennen. Neues aus der Irrenanstalt.

von Max Erdinger

Getoppt wird der verwirrte junge Mann vom SPIEGEL allerweil durch das  Verteidigungsministerium selbst. Dort kann man nämlich die Bundeswehr nicht mehr vom Müttergenesungswerk unterscheiden. Als die Militäranfängerin Ursula von der Leyen mit dem Ministrieren der Verteidigung anfing, – vor gut vier Jahren -, hat sie freimütig eingeräumt, ihre Qualifikation für das Amt der Verteidigungsministerin bestünde aus ihrer Erfahrung im Umgang mit großen Verwaltungen. Verwaltung ist Verwaltung und das Militärische bedeutet auch nichts anderes als Verwaltung. Schwangerschaft gehört verwaltet, ganz egal, wo sie vorkommt. Deswegen gibt es jetzt neue Schwangerenuniformen bei der Bundeswehr.

Rückblende

Paris, 1916, Lagebesprechung beim Premierminister: „Mon dieu! Le Kaisär des Krautköpf will nun die très schwangeren Kunigundes et Brunhildes en la bataille gegen uns werfen. Wir sind verloren. Der heilige Louis de Funès stehe uns bei!

Gegenwart

TAG24 meldet, daß mit der flächendeckenden Beschaffung der Uniformen noch in diesem Jahr begonnen werden soll. So habe es eine Sprecherin des Mütterverteidigungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur erzählt. Allerweil studiere man die Rückmeldungen der schwangeren Kampfmaschinen und arbeite an Verbesserungen der Spezialuniformen.

500 Uniformsätze in verschiedenen Größen und Zusammensetzungen seien bisher bewertet worden – Feldbekleidung, Dienstanzüge, Strumpfhosen. 80 Teilnehmerinnen hätten die Kleidungsstücke getestet und nach Optik, Tragekomfort und Atmungsaktivität beurteilt. Elastisch seien die Schwangerenuniformen und über den ganzen Zyklus tragbar, so das Ministerium für die Gebärmütter jedweder Verteidigung.

Die schwangere Elite-Testeinheit habe die Dienstbekleidung positiv, die Feldbekleidung aber eher negativ bewertet. Ihre Feldhosen hätten die Rundlichen lieber ohne Strickeinsatz, dafür aber aus einem leichteren Stoff.

Laut Bundeswehr sind kugelrund zwei Prozent der insgesamt 20.000 deutschen Soldatinnen permanent schwanger. Sie wechseln sich dabei lediglich ab. Die Kosten für den Babybauch-Uniformtest belaufen sich laut Ministerium auf etwa 650.000 Euro.

Wie sagte doch die Dame vom Jobcenter: „Soldatin werden ist nicht schwer. Erst pimpern, dann zur Bundeswehr.

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