London: Antisemitismus-Verdacht -Jeremy Corbyn löscht sich auf Facebook

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Kämpft gegen massive Antisemitismus-Vorwürfe - Labour-Führer Corbyn (Foto:Durch 1000 Words/shutterstock)

In der britischen Labour Partei herrscht das blanke Chaos. Tausende Mitglieder verlassen wegen des Antisemitismus-Skandals die linksextreme ehemalige Arbeiterpartei. Parteichef Jeremy Corbyn löschte jetzt seinen Facebook-Account, nachdem immer neue antijüdische Posts aus seiner Vergangenheit auftauchten.

Die Antisemitismus-Streit sowie Corbyns Weigerung, Russland für den Angriff auf Salisbury verantwortlich zu machen, hat die Partei mehr als 17.000 Mitglieder gekostet.

Der Führer der Opposition gerät zunehmend unter Druck, da außerdem nicht wenige Parteimitglieder wegen ihres Antisemitismus auffällig werden. Der Vorwurf: er sei nicht frühzeitig gegen den Antisemitismus in der Labour Party vorgegangen, berichtet MailOnline.

Die Partei geht auch zu einer Reihe von Pro-Corbyn-Social-Media-Gruppen auf Abstand, nachdem eine Untersuchung ergab, dass sie Hunderte von gewalttätigen und beleidigenden Nachrichten enthielten.

Eine Untersuchung in 20 der größten pro-Corbyn Facebook Gruppen zeigte eine Vielzahl von Angriffen auf Juden, einschließlich Holocaustleugnung und dem Vergleich von Israel und Nazi-Deutschland.

Nun soll Corbyn seinen persönlichen Social-Media-Account gelöscht haben.Während dieser nun inaktiv ist, ist sein offizieller Account weiterhin online.
12 leitende Mitarbeiter, die für Corbyn und Schattenkanzler John McDonnell arbeiteten, sollen Mitglieder von Facebook-Gruppen gewesen sein, in denen mehr als 2.000 rassistische, antisemitische, frauenfeindliche, gewalttätige und beleidigende Botschaften verbreitet worden waren, so die Sunday Times.

screenshot MailOnline
Das bekommen Facebook-User nun zu sehen, wenn sie den persönlichen Account von der linken Ikione Corbyn aufrufen (screenshot MailOnline)

Sie wurden in den 20 größten pro-Corbyn Facebook-Gruppen gefunden, die zusammen rund 400.000 Mitglieder haben.
Lord Carlile sagte, einige der Äußerungen hätten gegen geltende Gesetze verstoßen, die bestimmte Redewendungen verbieten.

Unter Äußerungen befanden sich Morddrohungen gegen die Premierministerin Theresa May sowie Lob für Adolf Hitler, über den ein User sagte, „er hätte den Job beenden sollen“.
Eine Quelle der Arbeiterpartei sagte, solche Seiten hätten routinemäßig Hunderte von Postings pro Tag erhalten, von denen die meisten völlig unschuldige Nachrichten über Parteipolitik oder Ereignisse waren.
Viele der betroffenen Mitarbeiter waren entweder nicht mehr auf Facebook aktiv oder wussten nicht, dass sie Mitglieder dieser Gruppen waren und hatten den Inhalt des Papiers nicht gesehen.

An Rechtfertigungen und Erklärungen seitens der Partei mangelt es nicht, das seien schließlich keine offiziellen Parteigruppen, die Labour-Mitglieder hätten gar nicht gewusst, dass sie in diesen Gruppen sind oder seien gar nicht mehr auf Facebook aktiv, so einige der Ausflüchte. Natürlich fehlt auch die obligatorische „Wir sind schon immer gegen Antisemitismus“-Erklärung der linken Partei nicht.

Allerdings sagte die jüdische Labour-Abgeordnete Luciana Berger – die immer wieder zum Ziel von Antisemiten wird- sie und ihre Mitarbeiter seien wegen diverser Vorfälle seitens der Linken zur Polizei gegangen. In einer  E-Mail, sei sie aufgefordert worden, sich umzubringen.

„Ich werde immer die volle Macht des Gesetzes nutzen, um eine Strafverfolgung voranzutreiben, auch wenn diese Angriffe von links kommen“, sagte sie in einem Artikel für The Sunday Times.

Unter anderem mit diesen Facebook-Gruppen  soll Jeremy Corbyn verbandelt sein:

PALESTINE LIVE – Die geschlossene Seite enthält Links zu Material, das von neonazistischen Gruppen produziert wurde, und Nachrichten, die darauf hindeuten, dass Israel an dem Anschlag vom 11. September beteiligt war.
Die Mitglieder diskutieren, ob sie den Begriff „ZioNazi“ dem „JewNazi“ vorziehen. Ein Mitglied sagte, er habe Adolf Hitlers Buch „Mein Kampf“ gelesen und fügte hinzu: „Jeder sollte gezwungen sein, es zu lesen.“

HISTORY OF PALESTINE – Die Gruppe, die 1.782 Mitglieder hat, gibt es diverse bietet Artikel und Beiträge, die sich gegenüber Juden abfällig äußern. Mitglieder teilten mit, dass die Hälfte der israelischen Juden an ethnische Säuberungen glaube.
Andere Beiträge behaupten, die Labour-Antisemitismus-Krise sei von der „Israel-Lobby“ initiiert worden.

THE LABOUR PARTY SUPPORTER – dieser Gruppe schloss sich Corbyn laut MailOnline selbst an, ihr wurde er nicht unwissentlich hinzugefügt. In ihr werden Beiträge geteilt, die  von der Verschwörung wohlhabender Juden, die die Welt regieren, ausgehen. Mitglieder der Gruppe behaupteten, dass der Islamische Staat und Israel gemeinsam für den Nervengiftangriff auf den Ex-Spion Sergei Skripal in Großbritannien verantwortlich waren.

LABOUR FOR DEMOCRATIC SOCIALISM- Auf dieser Seite gibt es Beiträge von Holocaust-Leugnung und über die Rothschilds.
Auch zu finden, ein Post, der behauptet: „Das Internationale Rote Kreuz besuchte während des gesamten Krieges alle Arbeitslager und fand nichts Falsches.“

JEREMY CORBYN LEADS US TO VICTORY- Corbyn war zumindest solange Mitglied der offenen Gruppe, bis eine Reihe von rassistischen Posten begann. Ein Benutzer hat ein Bild der Flagge Israels gepostet, in dem der jüdische Davidstern durch ein Hakenkreuz ersetzt wurde. Auf einem Bild von Journalisten der New York Times wurde deren Köpfe mit jüdischen Symbolen ersetzt.

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