Österreich: Gerichtsurteile gegen Vergewaltiger sorgen für Empörung

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Muslimischer Sittenwächter vor Gericht (screenshot Twitter)

In Österreich steht die Justiz angesichts zweier Gerichtsurteile aus den vergangenen Tagen unter massiver Kritik. Nach den Freisprüchen für die zwei Vergewaltiger einer 15-Jährigen (jouwatch berichtete) regen die Bürger sich nun über den nächsten Fall auf: 5 Monate Haft für den einen tschetschenischen Sittenwächter, der im vergangenen Jahr einer Frau mit Vergewaltigung gedroht hatte.

Der Fotograf Thomas Busek hatte im Juni letzten Jahres seine Begleiterin am Glitzersee im niederösterreichischen Kaltenleutgeben mit der Kamera abgelichtet. Die junge Frau war dabei nur mit einem Tanga bekleidet – zuwenig Stoff für den 24-Jährigen, der zusammen mit seinen Freunden am Badesee war. Neben wüsten Beschimpfungen wie – „Ich fick dich in den Kopf“ – folgte auch die Drohung, die Frau zu vergewaltigen, wenn sie sich nicht etwas anziehen würde. Dafür bekam der 24-Jährige am Freitag im Prozess fünf Monate Haft wegen Nötigung, seine Untersuchungshaft wird ihm angerechnet und so ist er in vier Wochen wieder als freier Mann in Österreich unterwegs und kann sich weiter an den dort herrschenden „sittenlosen“ Zuständen abarbeiten. Die Verfahren gegen die drei anderen Beteiligten waren zuvor eingestellt worden.

Der aus der russischen Kaukasusrepublik Dagestan stammende Mann ist bereits in Deutschland wegen schwerer Körperverletzung sowie schweren Raubes verurteilt worden – und in Österreich ist ein Terrorverfahren gegen ihn anhängig. So soll der 24-Jährige mit dem Berlin-Attentäter Anis Amri in Kontakt gewesen sein …

Bei vielen krone.at-Usern herrschte blanke Wut: „Das nächste Skandalurteil, die Urteilsbegründung der Richterin ist haarsträubend“, schreibt User Bassano. Auch  Medienzweifler findet: „Ein weiteres Kapitel des totalen Versagens österreichischer Behörden.“ Auch auf Facebook sorgt der Richterspruch für Aufregung: „Lächerlich, was haben wir eigentlich für eine Justiz, ich glaube eher an die Unschuld einer Prostituierten als an die österreichische Justiz im Moment“, so ein User.

„Der Täter hat bereits vier Monate abgesessen und darf schon in einem Monat wieder die österreichische Bevölkerung mit seiner Anwesenheit beglücken“, kommentierte der Fotograf noch am Freitag auf seiner Facebook-Seite das Urteil.

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Regt sich über die österreichische Justiz auf – der Fotograf Thomas Busek (screenshot Facebook)

In einem Fernsehinterview schildert Thomas Busek den Tag am See und den Angriff durch die selbsternannten muslimischen Sittenwächter. (MS)

Busek hatte den Vorfall mit seinem Handy aufgenommen und veröffentlicht:

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