Islamisches Messerattentat von Hurghada: Hinterbliebene verlangen Aufklärung

Foto: Strand von Hurghada (Ägypten) (über dts Nachrichtenagentur)
Foto: Strand von Hurghada (Ägypten) (über dts Nachrichtenagentur)

Hurghada  – Die Angehörigen von zwei in Ägypten erstochenen deutschen Touristinnen erheben schwere Vorwürfe. Bis heute hätten sie keine Auskunft über die Hintergründe des Messerattentats erhalten, beklagen deren Töchter in der aktuellen Ausgabe des „Spiegel“. „Wir verlangen nicht viel. Wir wollen einfach nur wissen, was passiert ist. Wie sollen wir sonst jemals abschließen?“ Am 14. Juli 2017 hatte ein Ägypter an einem Hotelstrand in Hurghada auf Urlauberinnen eingestochen, zwei Frauen aus der Nähe von Peine und eine Tschechin starben. Vieles deutet auf einen islamistischen Anschlag hin.

Das Bundeskriminalamt kam nach „Spiegel“-Informationen zu dem Schluss, es liege „sehr wohl der Verdacht nahe, dass die Tat religiös motiviert war“. Möglicherweise habe der Täter „im Auftrag einer Person oder einer terroristischen Vereinigung gehandelt“. Doch die ägyptischen Behörden wollen von Terrorismusbezügen offiziell nichts wissen.

Stattdessen deuten sie psychische Probleme des Attentäters an. Der Verdächtige habe die Tat zugegeben, sei aber noch nicht verurteilt worden, schrieben sie dem Anwalt der Angehörigen. Der mutmaßliche Täter sei zur Beobachtung in die Psychiatrie gebracht worden.

Der Opferanwalt ist überzeugt: „Die Ägypter wollen verschleiern, dass der Angriff islamistisch motiviert war.“ (Quelle: dts)

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