Österreich: Freispruch für zwei „flüchtige“ Vergewaltiger

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Freispruch für Vergewaltiger (screenshot Twitter)

In dieser Woche wurde die Vergewaltigung einer 15-jährigen am Landesgericht St. Pölten verhandelt.  Richter Markus Grünberger fällt das Urteil: Freispruch für den Somalier und Afghanen.

Die beiden 18 und 19 Jahre alten Asylwerber hatten sich vor dem Schöffensenat nicht schuldig bekannt. Laut Anklage war das Duo und ein weiterer, unbekannter Täter dem Mädchen, am 25. April 2017 gefolgt. Die drei Männer holten die 15-Jährige laut Staatsanwaltschaft ein, der Somalier schlug ihr mit der Faust ins Gesicht, zerrten sie auf den Sportplatz. Dort sollen er und der dritte Täter das Mädchen zwei Mal vergewaltigt haben. Das Opfer konnte sich losreißen, wurde aber wieder eingeholt und anschließend auch noch von dem Afghanen vergewaltigt. Im Anschluß ging die 15-Jährige nach Hause und dann ins Krankenhaus.

Laut Gutachter waren die Schilderungen des Opfers glaubwürdig, es gab keine Hinweise auf Fremdsuggestion. Ihr Anwalt machte zudem Schmerzensgeldansprüche in der Höhe von 15.400 Euro geltend, berichtet Heute.at.

Die Verteidiger des Afghanen verwiesen auf die Flucht des Angeklagten: „Mit 16 Jahren ist er aus Afghanistan geflohen, er hat einen Deutschkurs besucht und wollte sich integrieren, war auch in einem Verein aktiv.“ Laut Anwältin habe das Opfer mit den Angeklagten „Gras“ geraucht und dann wäre es zum einvernehmlichen Geschlechtsverkehr gekommen.

Vom Schöffensenat (Richter, beisitzender Richter, zwei Laienrichter) stimmten zwei  für schuldig, zwei für nicht schuldig. Bei einem Gleichstand heißt das für den Angeklagten – Freispruch. die Begründung lautete, es hätte zu viele Widersprüche bei den Aussagen des Opfers gegeben. Die Staatsanwältin meldete Revision an. Das Urteil ist somit nicht rechtskräftig. (MS)

 

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