Großbritannien: Mutmaßlicher Antisemit Jeremy Corbyn gerät unter Druck!

screenshot Twitter
Jeremy Corbyn (screenshot Twitter)

In Großbritannien bahnt sich ein handfester politischer Skandal an. Die linke Labour-Partei gerät wegen antisemitischer Äußerungen immer mehr unter Druck. Jetzt trat die erste Parlamentsabgeordnete zurück. Die anhaltenden Antisemitismus-Vorwürfe könnte die vom Islam-affinen „Israel-Kritiker“ Jeremy Corbyn geführte Partei in eine schwere Krise stürzen.

Die erst im Januar ernannte Christine Shawcroft trat jetzt zurück, nachdem sie den Partei-Rauswurf eines Holocaust-Leugners kritisiert hatte und gefordert hatte, ihn wieder in die Partei eintreten zu lassen, berichtet MailOnline.

Alan Bull, ein Labour-Kandidat für den Rat von Peterborough, wurde suspendiert, weil er einen Link auf Facebook zu einem gefälschten Nachrichtenartikel mit dem Titel „Der Bericht des Internationalen Roten Kreuzes bestätigt: der Holocaust von sechs Millionen Juden ist ein Hoax (Zeitungsente)“ geteilt hatte. In dem Beitrag war auch das berühmten Tor von Auschwitz zu sehen. Der Satz „Arbeit Macht frei“ war durch „Muh Holocaust“ ersetzt worden – ein Ausdruck, der von Israel-Gegnern verwendet wird, um zu behaupten, dass, wann immer jemand eine jüdische Person kritisiert, sie anfangen wird, über den Holocaust zu sprechen, um die Aufmerksamkeit vom eigentlichen Thema abzulenken.

screenshot Twitter
Labour Partei unter Druck (screenshot Twitter)

Christine Shawcroft, die linke Vorsitzende des Labour-Ausschusses für Streitigkeiten, schickte ihren Kollegen am Sonntag eine E-Mail, in der sie die Suspendierung von Alan Bull kritisierte. Sie behauptete, der Facebook-Post habe auf „Antisemitismus hinweisen“ sollen und sei aus dem Zusammenhang gerissen worden.
In der vergangenen Nacht nun der Rückzieher:  Christine Shawcroft, entschuldigte sich  „zutiefst“, weil sie den Mann hinter dem „abscheulichen“ Post verteidigt habe – und gab ihren Rücktritt bekannt.

Gegen sechs weitere führende Parteimitglieder wird wegen einer Vielzahl von Posts ermittelt, die Israel mit dem IS und dem Holocaust in Verbindung bringen, berichtet The Express.

Jüdische Gruppen und Verbände wie der Jewish Leadership Council hatten in letzter Zeit die Labour-Partei immer lauter aufgefordert, sich mit dem in ihren Reihen grassierenden Antisemitismus auseinanderzusetzen.

So wurden Labour-Abgeordnete, die an einer Antisemitismus-Kundgebung teilgenommen hatten, aus den eigenen Reihen mit Hass-mails überschüttet. Der Vorwurf – sie hätten sich mit den „Tory-Juden verbündet“. Auf seiner Facebook-Seite postet Labour-Gallionsfigur Jeremy Corbyn immer neue Mitteilungen, in denen er sich rechtfertigt und permanent wiederholt „ich bin kein Antismit, ich bin kein Antisemit…ich bin kein….“

Grund für den erneuten erbitterten Antisemitismus-Streit war die Entfernung eines Bildes an einer Hauswand in London. Das Gemälde des Straßenkünstlers Mear One zeigt jüdische Geldgeber, die auf dem Rücken nackter Menschen ein Monopoly-Brettspiel spielen und erinnert an Nazi-Propaganda. Das Bild wurde 2012 übermalt, was Mear One empörte. Jeremy Corbyn postete ihm daraufhin verständnisvoll: „Warum? Sie sind in guter Gesellschaft. Rockerfeller zerstörte das Gemälde von Diego Viera, weil es ein Bild Lenins enthält.“

screenshot Facebook
Umstrittenes Wandgemälde von Mear One (screenshot Facebook)

Trotz aller Unschuldsbeteuerungen seitens Corbyns ist die Empörung groß. Am Montag zogen 1500 Menschen unter dem Motto „Enough is enough“ vor die Labour-Parteizentrale und machten ihrem Unmut Luft.

screenshot Twitter
Protest gegen Jeremy Corbyn in London (screenshot Twitter)

Wie der Vater so der Sohn. In dieser Woche, in der sich Jeremy Corbyn immer noch tief verstrickt durch die Antisemitismus-Auseinandersetzung hangelt, entdeckte die MailOnline einen Nazi-Cartoon auf der Facebook-Seite seines 24-jährigen jüngsten Sohnes Tommy.

Das Bild eines Arms mit dem Davidstern, der Menschen zermalmte, wurde Anfang des Monats auf seine Facebook-Seite gestellt, nachdem Tommy Corbyn, selbst prominenter Labour-Aktivist, die Frage stellte: „Warum kann ich mich selbst und jede Regierung kritisieren, aber Kritik am israelischen wird sofort als antisemitisch gebrandmarkt?“
Facebook-Nutzer hatten mit einer Vielzahl von rassistisch beleidigenden Kommentaren geantwortet. Einer kommentierte, dass „Hitler ein Zionist war“, ein anderer behauptete, dass Israel ein „Apartheidsstaat“ sei und dass „AS [Antisemitismus] zur Zerstörung jeder Debatte eingesetzt wird“. Von der DailyMail darauf angesprochen, folgten auch hier ganz wie der Vater, die üblichen Ausflüchte, Entschuldigungen und Richtigstellungen.

Es ist nicht der erste „Ausrutscher“ Tommy Corbyn´s Sachen Antisemitismus. So soll er in der Vergangenheit Mitglied von mindestens drei antisemitischen Facebook-Gruppen gewesen sein, von denen viele mit zutiefst anstößigen und obszönen Inhalten gefüllt waren und Beziehungen zu extremistische Palästinensergruppen gehabt haben.

 

Anzeige