Ralf Stegner und Alexander Gauland – ziemlich beste Russenfreunde?

Foto: Collage
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Es ist wirklich interessant zu sehen, dass es immer wieder Themen gibt, bei der „links“ und „rechts“ eine Einheitsfront bilden. Hier wäre mal so ein Beispiel:

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner hat den Umgang des Westens mit Russland nach dem Giftanschlag im britischen Salisbury kritisiert. Die Ausweisung von Diplomaten sei „nicht der Weisheit letzter Schluss“, sagte Stegner der „Süddeutschen Zeitung“. Damit werde eine Eskalationskaskade in Gang gesetzt, „die uns noch sehr schaden kann“, warnte der SPD-Politiker.

Er habe zwar Verständnis für das Bemühen um Solidarität mit Großbritannien, in der Europäischen Union und in der Nato, sagte Stegner. Er forderte aber zugleich, „dass endlich konkrete Beweise für die russische Verantwortung auf den Tisch gelegt werden“. Zu den westlichen Werten gehöre auch das Prinzip, dass „Anschein und Plausibilität allein zu einer Verurteilung nicht reichen“…

…“Die Ausweisung von Diplomaten ist kein Ersatz für Politik“, so Stegner. Stegner ist nicht der erste Sozialdemokrat, der sich offen skeptisch über das Vorgehen der von der SPD mitgetragenen Bundesregierung äußert. Vor ihm hatte bereits der stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion, Rolf Mützenich, die Ausweisung von vier russischen Diplomaten aus Deutschland als „übereilt“ kritisiert. (Quelle: dts)

Und das hat Alexander Gauland dazu gemeint:

Der Fraktionsvorsitzende der AfD im Deutschen Bundestag und Bundessprecher Alexander Gauland kritisiert die von Bundesaußenminister Heiko Maas verfügte Ausweisung russischer Diplomaten als „voreilig“:

„Ohne Not lässt die Bundesregierung sich aus falsch verstandener Solidarität aufgrund von bloßen Vermutungen in eine von anderen angezettelte Eskalation hineinziehen. Auch in der internationalen Diplomatie gilt die Unschuldsvermutung: Die Behauptungen der britischen Regierung, die Russland für den Giftgasanschlag von Salisbury verantwortlich macht, sind bis dato unbewiesen. Es ist unangemessen, solch schwerwiegende Sanktionen ohne feststehende Tatsachengrundlage zu ergreifen und dem Beschuldigten vorzuwerfen, er habe die Vorwürfe nicht widerlegt. Bundesaußenminister Heiko Maas hat, im Gegensatz zu anderen EU-Staaten, kein Rückgrat gegenüber den britischen Zumutungen gezeigt und gegen deutsche Interessen gehandelt. Deutschland hat nichts zu gewinnen und viel zu verlieren, wenn es sich von Scharfmachern in einen neuen Kalten Krieg verwickeln lässt und mutwillig diplomatische Gesprächskanäle zuschüttet.“ (Quelle: AfD)

Vernunft schweißt eben zusammen. Oder doch nicht? Herr Stegner muss sich natürlich weiterhin abgrenzen:

Stegner sagte, man müsse sich um eine differenzierte Sichtweise bemühen. Er sehe die SPD nicht in einer Ecke mit der Linkspartei, die teilweise „kritiklos alles verteidigt, was in Moskau entschieden wird“, und „schon gar nicht in der Ecke der AfD, die sich aus Sympathie für alles Autoritäre an die Seite Putins stellt“. Im Vordergrund müsse das Bemühen stehen, den Fall aufzuklären und die Gesprächsfähigkeit mit Russland zu erhalten. (Quelle: dts)

Da können wir aber froh sein. Ralf Stegner in der AfD? Das wäre eine Katastrophe.

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