Migrantenschreck: Jetzt werden „Rechte“ verhaftet – steckt die „Zeit“ dahinter?

Staatsfernsehen spielt selber Stasi: Mario Rönschs Verhaftung in der "Tagesschau"

Der Angriff auf Andersdenkende geht in die nächste Phase: Der Betreiber des Online-Shops Migrantenschreck.com Mario Rönsch ist in Budapest verhaftet worden. Sein Verbrechen: Legale Gaspistolen und Gummigeschosse verkauft zu haben – und falsche Ansichten zu haben.

ACHTUNG: jouwatch distanziert sich ausdrücklich von Anonymousnews.ru und allen rechtsextremen oder antisemitischen Ansichten. Aber wie wir hier darlegen werden, hat Mario Rönsch vermutlich nichts Illegales getan. Er wurde rein aufgrund seiner politischen Meinungen gejagt und verhaftet. Egal was man von Rönsch und Anonymousnews.ru halten mag ist das ein sehr gefährlicher Präzedenzfall für alle, die den Rechtsstaat und die Meinungsfreiheit schätzen.

Jouwatch interviewte Mario Rönsch vor einem Jahr, als er das Land verlassen musste, seine Kundendaten gehacked wurden und die Webseite migrantenschreck.com offline gegangen ist. Rönsch betonte am 26.1.2017, dass er nichts Illegales getan habe, und das Besitzen und Führen der verkauften Waffen auch in Deutschland bei Beachtung aller behördlichen Vorschriften völlig legal sei. Daher sehe er den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gelassen entgegen. Seine Adresse sei den deutschen Ermittlern bekannt, sie hätten aber nach geltendem Recht keinerlei Handhabe, so Rönsch. Deshalb gehe man jetzt dazu über, so Rönsch damals, gegen die deutschen Kunden von „Migrantenschreck“ vorzugehen. Diese seien nur aus den gehackten Daten bekannt.

Laut Rönsch kamen die Cyberattacken gegen seine in Ungarn legal niedergelassene Firma von IP-Adressen, die der „Zeit“ zuzuordnen seien. Die Zeit-Autoren hätten diese wiederrum illegal an die Staatsanwaltschaft Berlin weitergegeben, so Rönsch. Auch die zeitnahen Veröffentlichungen zu Polizeirazzien der „Zeit“ gegen Migrantenschreck-Kunden deuteten auf eine fortgesetzte illegale Zusammenarbeit zwischen der Staatsanwaltschaft Berlin und dem Hamburger Qualitätsblatt, das sich um das Pressegeheimnis im „Kampf gegen Rechts“ nicht viel zu scheren scheint.

An der Jagd auf Rönsch beteiligt war auch das Computermagazin von „Vice“ Motherboard: „Zwei Jahre lang versteckte (Rönsch) sich in Budapest vor der deutschen Polizei. Wir waren bei seiner Festnahme dabei.“ Wieso nimmt die Staatsanwaltschaft Berlin linke deutsche Vice-Journalisten zu einer Verhaftung in Ungarn mit? Außerdem hat sich Rönsch nicht „versteckt“, wenn der Staatsanwaltschaft seine Adresse in Ungarn bekannt war.

An der Jagd auf Rönsch waren außerdem das umstrittene Recherchekollektiv NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung beteiligt. Die ARD Tagesschau berichtete am 28.3. über die Verhaftung, ohne zu erwähnen, dass die SZ/ARD selber an der Jagd auf Rönsch beteiligt war.

Laut Rönsch basierte die Jagd auf seine Kunden auf illegal besorgten Daten, und die Süddeutsche bestätigt das: „Eine gravierende Schwachstelle gibt Dritten Zugriff auf die Datenbank der Bestellungen und Käufer. Die Kundendaten gelangen in die Hände mehrerer Staatsanwaltschaften und Verfassungsschutzämter,“ schreibt die Süddeutsche. „Sie werden auch Medien zugespielt. Zeit Online und Journalisten von SZ und Motherboard besuchen ein Dutzend Migrantenschreck-Kunden in ganz Deutschland.

Überhaupt ist eines der häufigsten Verben in dem SZ-Artikel das Wort „zugespielt“. Man muss sich fragen wie gut die Zeit und SZ mit Antifa-Kreisen vernetzt sind, um soviel „zugespielt“ zu bekommen wie Mario Gomez an einem guten Tag beim FC Bayern.

Das einzige Verbrechen, das bisher begangen wurde, war dieser illegale Hack der Daten. Aber das interessiert keinen. Das waren ja die Guten.

Auch die Süddeutsche muss das zur Kenntnis nehmen: „Die Gaspistolen und -gewehre, die auf Migrantenschreck angeboten wurden, erfordern in Deutschland eine Waffenbesitzkarte. In Ungarn sind Erwerb und Besitz dagegen legal.“ Wenn der Kunde die Gummigeschoss-Waffen in seine WBK eintragen lässt, ist der Verkauf durch Rönsch völlig legal, genauso wie auf Webseiten wie www.egun.de auch.

Ob sich aus seinen politischen Äußerungen eine Straftat herleiten lässt, ist dagegen fraglich: „Ob Rönsch sich auch der Volksverhetzung schuldig gemacht habe, könne „noch nicht abschließend beurteilt werden“, sagt die Staatsanwältin (Susann Wettley).“

Das einzige Verbrechen, das Rönsch vielleicht begangen hat, ist laut SZ seine „kreative Buchführung“: „Der Berliner Staatsanwaltschaft zufolge nutzte Rönsch mehrere Konten, um das Geld aus dem Migrantenschreck-Verkäufen zu verschleiern. Da Wettleys Ermittlerteam nachweisen kann, dass die Einkünfte aus illegalen Quellen stammen, ergibt sich für die ungarische Staatsanwaltschaft der Verdacht auf Geldwäsche.“ Es ist wie im Fall Al Capone: Wenn man dem Verdächtigen nichts nachweisen kann, dann macht man es eben über die Steuerschiene.

Seit Juli 2017 ist Rönschs neue Webseite online, Patriotenshop.ru. Rönsch soll außerdem die mittlerweile gesperrte Facebook-Seite Anonymous.Kollektiv und die Webseite Anonymousnews.ru betrieben haben, die in den sozialen Medien sogar ARD Tagesschau und ZDF „Heute“ an Klicks überholt haben (wie jouwatch übrigens auch). Anonymousnews.ru ist auch unter konservativen Patrioten sehr umstritten, da sie häufig Fake News verbreite und ein schlechtes Licht auf die alternativen Medien werfe, wie uns zum Beispiel Michael Stürzenberger von PI-News bestätigt.

Der große Erfolg von Anonymousnews.ru dürfte aber der wahre Grund für die vermutlich illegale Jagd auf Mario Rönsch sein. Dass man im Ausland wegen angeblicher Steuerhinterziehung von einer Antiterroreinheit verhaftet wird, wenn man die falsche Meinung hat – auch wenn es ‚Fake News‘ ist – muss jedem Freund der Freiheit eigentlich das Blut in den Adern gefrieren lassen, egal was man von Anonymousnews.ru und Mario Rönsch hält.

Wir schrieben an die Berliner Staatsanwaltschaft mit folgenden Fragen:

Bitte teilen sie uns die Anklagepunkte mit.

Warum waren Journalisten von “Vice/Motherboard“ bei einer Verhaftung im Ausland dabei? Waren andere Journalisten eingeweiht?

Inwiefern arbeitet die Berliner Staatsanwaltschaft mit “Vice” und anderen Medien in diesem Fall zusammen?

Herr Rönsch hat der Berliner Staatsanwaltschaft vorgeworfen, illegal besorgte Daten der Medien “Zeit” und “Vice” verwendet zu haben. Trifft dies zu? 

Laut Herrn Rönsch war der Berliner Staatsanwaltschaft seine Adresse seit über einem Jahr bekannt. Warum erfolgte die Verhaftung erst jetzt?

Eine Antwort steht noch aus.

Achtung: jouwatch macht sich die Ansichten von Mario Rönsch oder Anonymous.ru nicht zueigen. Es geht uns einzig und allein um die Wahrung der Meinungsfreiheit und der Rechtsstaatlichkeit.

Lesen Sie auch:

Jürgen Fritz hat einen sehr kritischen Text über Mario Rönsch geschrieben: Mutmaßlicher Macher von Anonymousnews in Ungarn verhaftet.

Migrantenschreck.com: Gejagt wegen Gummigeschossen?

Vice: Mutmaßlicher Betreiber von Migrantenschreck und größter deutscher Hetzseite festgenommen

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