Bundeswehr: Werden Kasernen bald nach ruhmreichen Schrotthändlerinnen benannt?

Foto: Collage
Schrott-Armee (Foto: Collage)

Deutschland hat bekanntlich eine Bundeswehr, die in einem derartig katastrophalen Zustand ist, daß der Chef des Bundeswehr-Verbandes, André Wüstner, Mitte Februar knallhart und öffentlich folgende Frage stellte: „Soll Deutschland wieder einsatzbereite Streitkräfte haben oder nicht? Wenn nein, schlage ich die Auflösung der Bundeswehr vor.“ Flugs entwickelte sich hektische Betriebsamkeit und knapp sechs Wochen später ist das Problem schon fast gelöst. Man denkt sogar schon über die Umbenennung von Kasernen nach! Frauennamen sind im Gespräch! Konstruktive Gedanken im Rahmen einer Medienkritik.

von Max Erdinger

Im Deutschlandfunk durfte sich der Spiegel-Autor Markus Feldenkirchen über neue Namen für die Kasernen der Entwaffneten auslassen.

Der Deutschlandfunk: „Die bisherige Emmich-Cambrai-Kaserne in Hannover heißt jetzt Hauptfeldwebel-Lagenstein-Kaserne. Die Würdigung des in Afghanistan gefallenen Soldaten findet der Spiegel-Autor Markus Feldenkirchen richtig.

Ja, Moment, das ist erst der Anfang des Artikels. Das ist wie bei den ersten fünf Metern einer Trunkenheitsfahrt. Da passiert meistens noch nichts. Aber das Unheil nimmt unweigerlich seinen Lauf. Erstes Anzeichen – Zitat: „Für die Zukunft hat er noch eine andere Idee.

Gleich scheppert´s …

Einen Helden möchte Markus Feldenkirchen den Soldaten Tobias Lagenstein, der 2011 bei einem Anschlag in Afghanistan ums Leben kam, nicht nennen. Das sei eine Kategorie zu groß und würde zu einer „Verklärung des Militärischen“ führen.

Etwas schlangenlinienmäßig kommt mir das bereits vor. Genauer: Sehr speziell neudeutsch besoffen kommt mir das vor. Sollen denn die Soldaten nicht siegen, sondern fallen? Hatte schon mal jemand die Idee, das Schild über der Eingangstür zur Entbindungsstation mit dem Wort „Sterbehilfe“ zu beschriften? Wäre die Jungfernreise eines nagelneuen Kreuzfahrtschiffes ausgebucht, wenn man es „Titanic“ getauft hätte? – Wohl kaum.

Mal sehen, was dem Spiegel-Markus noch alles eingefallen ist …

Das (Anm.: Die Kasernenbenennung nach einem Gefallenen) hat großen symbolischen Wert auch in der Geschichte der Bundeswehr, weil es gab nun mal Jahrzehnte keine toten Soldaten, die im Einsatz ums Leben gekommen sind.“

Ja, echter Mist, daß es so lange gedauert hat, bis sich mal einer gefunden hat, der zur Kasernenumbenennung taugt. Sag´mal, Markus, hast du dir eigentlich schon jemals Gedanken gemacht über den prinzipiellen Unterschied zwischen einer Kaserne und einem Kriegerdenkmal?

Erst mit dem großen Politikwechsel finden überhaupt erst wieder Auslandseinsätze der Bundeswehr statt, in denen die Soldaten ihr Leben riskieren. Das zu würdigen, finde ich richtig.

Auf dieses „würdigen“ werden wir gleich zurückkommen. Etwas Geduld, bitte.

Für Kasernen kann sich Feldenkirchen auch Namen von Frauen vorstellen, die in jüngster Vergangenheit in der Bundeswehr aktiv geworden seien:

„Ich bin mir sicher, dass viele dabei sind, die auch einen vorbildlichen Dienst verrichten – und vielleicht ist es nur eine Frage der Zeit, bis eine Kaserne auch nach einer Frau, die erst in den letzten Jahren in der Bundeswehr an führende Stelle gekommen ist, benannt wird.“

Siehste, Markus, das kommt von der jahrzehntelangen, feministischen Gehirnwäsche: Man wird völlig blöd davon. Wir „würdigen“ einen Gefallenen dadurch, daß wir eine Kaserne nach ihm benennen. Frauen jedoch müssen nicht fallen, damit eine Kaserne nach ihnen benannt wird. Die müssen in führende Positionen gekommen sein. Das ist Grund für „Würdigung“ genug. Daß sie fallen, ist ja auch ziemlich ausgeschlossen. Das Soldatengesetz schreibt vor, daß Soldatinnen nicht in eine Gruppe mit Kampfeinsatz gezwungen werden dürfen. Sie erhalten allerdings denselben Sold wie ihre „Kameraden“ mit Kampfeinsatz. Weil das so ist, stand uns auch kein weiblicher Name zur Umbennung der Emmich-Cambrai-Kaserne in Hannover zur Verfügung. Sonst hätten wir selbstverständlich den genommen, gelle?

Vorschlag zur Güte, Markus: Wir benennen die ganze Bundeswehr um in „Von der Leyen-Schrottplatz“. Das ist nämlich stimmig und kaum ein Macho-Offizier dürfte etwas dagegen haben.

 

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