Waffendemos: Friedliche Tolerante schießen gegen Bataclan-Opfer Jesse Hughes

Coolste Sau der Musikbranche: Jesse Hughes / Foto: Erich Bouccan

Jesse Hughes, Sänger der Eagles of Death Metal, Bataclan-Überlebender und bekennender Trump-Fan, hat die Anti-Waffendemo March For Our Lives kritisiert und wurde dafür heftig attackiert.

von Collin McMahon

Am Wochenende demonstrierten in USA 1 bis 2 Millionen Menschen für eine nicht näher genannte Verschärfung des Waffenrechts. Kritiker werfen der Demo @AMarch4OurLives vor, mit den Toten von Parkland, Florida Wahlkampf zu machen und keine konkreten Forderungen zu haben.

Präsident Donald Trump hatte schon eine Anhebung des Kaufalters für Gewehre auf 21 Jahre, verstärkte Hintergrundchecks und ein Verbot der sog. „Bump-Stocks“, die Schnellfeuer simulieren können, ins Gespräch gebracht. Die Forderungen der linken Kritiker sind dagegen oft etwas konfus, verlangen sie v.a. ein Verbot von „halbautomatischen Waffen“ und „Sturmgewehren.“ Vollautomatische Sturmgewehre sind in USA bereits verboten, ein Verbot von „halbautomatischen Waffen“ würde alle Pistolen treffen und quasi nur noch Repetierer und Einzellader wie im 19. Jahrhundert erlauben.

Wie eine Gruppe von Teenagern aus Florida innerhalb weniger Wochen eine Demo mit 200 bis 800.000 Teilnehmern alleine in Washington organisieren konnte, mit 14 Riesenleinwänden, tausenden Stühlen, 20 Zelten und Batterien von Dixi-Klos, bleibt ein Rätsel. Der schwarze pro-Trump Sheriff David A. Clarke hatte nahegelegt, das linke Netzwerk von George Soros stecke dahinter (jouwatch berichtete).

Die Teenager von Florida werden von allen US-Medien hofiert, CNN veranstaltet große Schautribunale mit ihnen und Vertretern der Waffenlobby NRA. Der Parkland-Student und Linksaktivist David Hogg nannte konservative Politiker „die Schlampen der NRA“ und suggerierte, Waffenbesitzer würden den Tod von Kindern billigend in Kauf nehmen.

Was passiert, wenn ein konservatives Opfer einer Massenschießerei sich zum Recht auf Waffenbesitz äußert, durfte diese Woche jedoch Jesse Hughes feststellen, Sänger der Eagles of Death Metal, die am 13.11.2015 im Bataclan in Paris dabei waren, als islamistische Attentäter 89 Menschen auf teils bestialische Weise umbrachten.

Hughes hatte sich schon mehrmals als konservativer Kritiker des Islamterrors und Verfechter des Rechtes auf Selbstverteidigung positioniert und wird seitdem von der Musikbranche boykottiert. „Ich gehe nirgends mehr unbewaffnet hin“, sagte er im Februar 2016, und bedauerte, dass seine Fans im Bataclan unbewaffnet gewesen waren.

Auf Instagram nannte er nun die Anti-Waffen-Demonstranten „widerlich“ und „armselig“: „Als Überlebender einer Massenschießerei kann ich euch sagen, dass ihr alle, die die Schule schwänzt um demonstrieren zu gehen, die Toten verhöhnt und mich und jeden anderen, der die Freiheit liebt, beleidigt.“

Dazu postete er ein Bild von einer Frau die sagt, „Ich habe meine Waffen abgegeben, um ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen.“ Ein Mann antwortet, „Und ich habe meinen Schwanz abgeschnitten, als Zeichen gegen Vergewaltigung.“ Der Post ist inzwischen gelöscht worden.

Im Interview mit Gavin McInnes im Takimag hatte Jesse Hughes im Mai 2016 bedauert, dass seine Fans nicht in der Lage waren, sich im Bataclan zu verteidigen:

„Am Tag danach haben Muslime im Stadion die Schweigeminute ausgebuht, und die Presse hat kaum darüber berichtet. Ich sah Muslime, die während des Angriffs in den Straßen feierten. Ich sah das mit meinen eigenen Augen. In Echtzeit! Woher wussten sie, was vor sich ging? Da muss es eine Abstimmung gegeben haben. … Ich sah etwa sieben Menschen sterben. Einige dieser Menschen waren weniger als einen Meter von der Barriere entfernt. Sie hätten sich nach hinten fallen lassen können und wären am Leben, aber sie waren sogar zu verängstigt, sich umzudrehen. Ich erinnere mich an eine Frau, die nur dastand – mit erhobenen Händen in einer Haltung der Unterwerfung. Der Terrorist sah sie schließlich, und alles, was sie tat, war: „Nein, nein, nein“ zu sagen. Sie stand da wie jemand, der sich dem Tod preisgibt. Ich brüllte sie an, „Hey“, doch ich denke, sie konnte mich nicht hören. Sie war so in Schrecken versetzt, ich denke, sie hatte bereits aufgegeben. … Ich schreibe (der linken Mentalität) die volle Verantwortung zu. Wenn man Menschen sagt, dass sie sich nicht wehren dürfen, und wenn man sie wie Kinder behandelt, dann schwächt man sie bis zu einem Punkt, an dem das Leben weniger als einen Meter entfernt ist, und sie sind nicht mehr in der Lage, das wahrzunehmen, weil sie zu verängstigt sind….“

Die tolerante linke Musikfachpresse ergoss mal wieder Hass und Hetze über Hughes, weil er eine andere Meinung als die ihre hat, und zichtigte ihrerseits das Bataclan-Opfer „Hass“ und „Hetze“ zu säen. Der Musikexpress nannte Hughes einen „Waffennarr“ und „Vollidiot“, wenig originell nannte Vice ihn auch einen „Waffennarr und Vollidiot“. Vorschläge wie man Terroristen ohne Waffen aufhalten könne machten diese „Vollidiot“-Autoren nicht.

Hughes hat sich sehr emotional und sehr berührend über das Massaker vom Bataclan geäußert, etwas was diese unsäglichen Arschlöcher von Vice und Musikexpress nie verstehen werden.

Jesse Hughes im Gespräch mit Gavin McInnes 2016 (Englisch):

 

Jesse Hughes im Interview mit Thomas Seltzer (Turbonegro) 2016:

 

Jesse Hughes im Schwedischen TV am 13.02.2016:

 

Die Eagles of Death Metal besuchen das Bataclan am 8.12.2015:

 

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Takimag: Surrendering to Death (Englisch)

Collin McMahon ist Autor und Übersetzer. Er schreibt ein Buch über Donald Trump und die konservative Revolution, das im Mai im Antaios Verlag erscheint