Eat this, verdi! Amazon ist der beliebteste Arbeitgeber auf der ganzen Welt

(Bild: shutterstock.com/Durch Jonathan Weiss)
Amazon (Bild: shutterstock.com/Durch Jonathan Weiss)

Die weit im links-politischen Gefilde stehende und auf keiner linken-bis linksextremistischen Demo fehlende Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft verdi arbeite sich seit Jahren an Amazon ab und schreckt dabei auch nicht zurück, den Konzern auf das Gröbste zu verleugnen. Jetzt müssen die GenossInnen von verdi jedoch wirklich tapfer sein: Bei Amazon arbeiten die Menschen weltweit am liebsten.

Amazon ist inzwischen mit 566.000 Mitarbeitern der zweitgrößte private Arbeitgeber der USA. Was wurde via verdi nicht schon alles über den Internetriesen verbreitet: Der Sklaventreiber zwingt seine Arbeiter in „unmenschlichen Leistungsdruck“, verteilt „sinnlose Abmahnungen“ oder „unfaire Feedbacks“. Immer wiederkehrend von verdi zu Weihnachten initiiert: Arbeitsplatzvernichtende Streiks, denen sich willig mehrheitlich jenes Amazon-Klientel anschließt, das durch „konspiratives Querulantentum“ im Amazon-Arbeitsablauf eh schwer zu gebrauchen ist.

Blöd für verdi: Amazon ist laut einer Erhebung des Karrierenetzwerks LinkedIn die neue Nummer 1, wenn es darum geht, wo man am liebsten arbeitet (via Quartz). Der Versandhandelsriese hat damit Google bzw. die Muttergesellschaft Alphabet abgelöst, das bisher die Spitzenposition innehatte.

LinkedIn analysierte „Milliarden an Aktionen“, die die 500 Millionen Mitglieder im Zusammenhang mit Unternehmen durchführen. Eine Rolle spielen hier laut der Internetseite winfuture drei Bereiche: Bewerbungen, Engagement (also Interesse in den Marken und Mitarbeitern eines Unternehmens) sowie die Fähigkeit, Talente zu halten.

Als Hauptverantwortlicher werde CEO Jeff Bezos gesehen. Bezos wird die Entwicklung einer karrierefördernden Unternehmenskultur zugeschrieben, verbunden mit einem Schwerpunkt auf Kundendienst und Geschäftsentwicklung. Nicht zuletzt gilt Amazon als Unternehmen, das für Talente besonders gut zahlt.

Winfuter ist sich indes sicher, dass verdi auf die Tatsache verweisen wird, dass LinkedIn als Netzwerk für Besserverdiener gilt und der von verdi umsorgte Proletarier dort eher selten ein Konto hat. (SB)

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