Dumm und dümmer

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Deutschland, Deine Zukunft (Foto: Durch AlenD/Shutterstock)

Wenn aus R2G-Berlin und der „kleinen DDR“ Brandenburg Jubelmeldungen über den Äther laufen, ist ganz besondere Vorsicht geboten. Nun konnte stolz die Übererfüllung des Planes verkündet werden. Via RBB Inforadio erfolgte die Meldung, dass sich die Abiturnoten in Berlin und Brandenburg ständig verbessern.

 Von Nils Kröger

(…) Berliner Abiturientinnen und Abiturienten kamen demnach im Jahr 2016 auf eine mittlere Note von 2,39. Zehn Jahre zuvor lag diese noch bei 2,68. Die Abiturientinnen und Abiturienten in Brandenburg waren im Schnitt noch besser als die Berliner: 2016 kamen sie auf eine mittlere Abiturnote von 2,28, zehn Jahre zuvor lag der Schnitt noch bei 2,48. (…)

 Wahnsinn! Ich bin beeindruckt. Dann scheinen folgende Meldungen also nur frei erfunden zu sein:

Denke, das sollte erst einmal reichen. Jetzt wird sicherlich ein Schlaumeier anmerken, dies hätte nichts mit dem Abitur zu tun. Doch, hat es. Wenn bereits die Grundlagen nur lückenhaft bzw. fehlerhaft sind z.B. fehlendes Leseverstehen, können spätere komplexe Sachverhalte gar nicht richtig erfasst und analysiert werden. Daher ist eine ständige Verbesserung der Abiturnoten bei gleichbleibend hohem Niveau ausgeschlossen. Es sei denn, in Berlin und Brandenburg gibt es tatsächlich „Zauberlehrlinge“ oder die Schulansprüche sinken. Nun kommt aber größte Lacher ins Spiel. Angeblich ist auch der Anteil der „Spitzenabis“ gestiegen.

 (…) Der Anteil der Abiturientinnen und Abiturienten mit einem Abi-Schnitt von 1,0 bis 1,5 stieg in Berlin von 4,2 Prozent im Jahr 2006 auf 11,8 Prozent im Jahr, in Brandenburg von 7,9 Prozent auf 15,0 Prozent. Noch deutlicher war der Anstieg bei der Bestnote 1,0. In Brandenburg stieg sein Anteil fast um das Vierfache, von 0,7 Prozent im Jahr 2006 auf 2,6 Prozent im Jahr 2016. In Berlin versechsfachte er sich im selben Zeitraum sogar, von 0,3 Prozent auf 1,8 Prozent.

 Dazu stellte bereits der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes (DHV), Bernhard Kempen, fest:

 (…) Kempen bedauerte, in einigen Fächern kämen viele Abiturienten an, die trotz sehr guter Noten nicht studierfähig seien. «Oft müssen die Universitäten den Unterricht der Oberstufe nachholen. Das ist bestürzend. Hier wäre eine stärkere Koordination zwischen Schule und Universität wünschenswert.» (…)

 Damit ist eigentlich alles gesagt. Aber der Vollständigkeit halber noch ein paar Meldungen:

Aber vermutlich sind das auch „Fake News“…

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