Paris: 85-jährige Jüdin in ihrer Wohnung niedergemetzelt

Foto:Durch diy13/shutterstock
85-Jährige Jüdin in ihrer Wohnung ermordet und in Brand gesetzt (Foto:Durch diy13/shutterstock)

Der Antisemitismus in Frankreich hat wohl ein weiteres Todesopfer gefordert. Am Freitag wurde die Leiche einer 85-jährige Holocaust-Überlebenden in ihrer Pariser Wohnung gefunden.

Auf die Frau war elf Mal eingestochen worden. Es soll versucht worden sein, die Leiche und das Appartement in Brand zu setzen.

Das Opfer „Mireille K.“ soll im Vorfeld mehrfach die Polizei alarmiert haben, weil ein Nachbar ihr gedroht habe, sie zu verbrennen, berichtet The algemeiner.

Ein Selbstmord werde inzwischen ausgeschlossen. Die Polizei verhöre einen Verdächtigen im Zusammenhang mit der Ermordung.

Der Fall erinnert an die Ermordung der 65-jährigen pensionierten Ärztin Sarah Halimi vor fast genau einem Jahr. Sie war von dem aus Mali stammenden Korangläubigen  Kada Traore (27) unter dem Schlachtruf „Allahu akbar“ erst schwer misshandelt und dann aus dem Fenster im 3.Stock geworfen worden. Auch Kada Traore war ein Nachbar gewesen – auch hier hatte es im Vorfeld Drohungen gegeben. So soll die Schwester des Muslims wiederholt im Treppenhaus die Tochter Halimis beleidigt und auch geschubst haben.

Der Mord an Sarah Halimi rief zahlreiche öffentliche Reaktionen in Frankreich und weltweit hervor. Sowohl die französische Regierung als auch die Medien sahen sich der Kritik ausgesetzt, das antisemitische Motiv der Tat verschleiern zu wollen. (MS)

 

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