Assad ist noch nicht fertig?

Foto: Screenshot/Youtube
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Zynisch feiert sich der syrische Diktator in Ostghuta als Sieger und treibt die Auslöschung seiner Gegner kaltschnäuzig voran. Niemand wird ihn mehr aufhalten.

Von Thomas Schlawig

 Assad ist noch nicht fertig. So titelte am 19.03.2018 das Merkel-Sprachrohr Andrea Backhaus von der ZEIT. Es ist widerwärtig, mit welcher Dreistigkeit die Merkel-Einheits-Medien über diesen Krieg vollkommen tendenziös und einseitig berichten und die Bevölkerung in Deutschland hinters Licht führen, um das Land auch weiterhin vollkommen grundgesetzwidrig mit „Flüchtlingen“ aus „Syrien“ zu fluten.

Bilder, die aus Syrien nach draußen gelangen, haben in der Regel zwei Effekte: Sie verstören und machen wütend. Die Kinder mit blutüberströmten Gesichtern und ausdruckslosen Augen. Die Männer, die Babyleichen aus dem Geröll ziehen. Die Verwundeten, die abgemagert und mit abgebundenen Gliedmaßen in zerfallenden Krankenstationen ausharren.

Ist diese linksgedrehte „Journalistin“ tatsächlich derart moralisch verwahrlost, daß sie von Kindern mit blutüberströmten Gesichtern und ausdruckslosen Augen und von Männern spricht, die Babyleichen aus dem Geröll ziehen, wohlwissend, wer diesen Krieg in Syrien überhaupt angefangen hat. Es war die „Lichtgestalt“ des Westens und besonders der Linken, der schwarze Mann im Weißen Haus. Er hat mit der „Koalition der Willigen“ wegen einer Gaspipeline die durch Syrien führen sollte diesen Krieg angezettelt.

Auch in Syrien geht es in erster Linie um Rohstoffe, vor allen Dingen um Erdgas. Die Flüchtlinge sind so gesehen ein „Kollateralschaden“ dieses Rohstoffkrieges. Wer das einmal verstanden hat, kommt einer Lösung des sich gerade wieder zuspitzenden Syrien-Konflikts und der Flüchtlingskrise vielleicht ein Stück näher. Wer Europa aus dem Nahen Osten mit Erdgas beliefern will, kommt an Syrien nicht vorbei. Das Land liegt wie ein Sperrriegel vor der Türkei und dem Mittelmeer. Große Erdgasvorräte in der Region besitzen der Iran und Katar. […] Zusammen mit der Türkei unterbreitete Katar deshalb Damaskus einen Plan für den gemeinsamen Bau einer Erdgaspipeline in die Türkei. […] Syriens Staatspräsident Baschar al-Assad, ein enger Verbündeter Russlands, lehnte den Vorschlag erwartungsgemäß ab um die Interessen des Kremls zu schützen. Nach Informationen der „Financial Times“ soll Katar allein in den zwei Jahren bis Mitte 2013 die Rebellen in Syrien mit rund drei Milliarden Dollar unterstützt haben. Die Verhandlungen Assads über den Bau einer Pipeline, die das gigantische South-Pars-Erdgasfeld im Iran über den Irak nach Syrien und weiter über den Libanon mit Europa verbinden sollte, besiegelten dann das Schicksal des Assad-Regimes.

Ob Assad ein enger Verbündeter Rußland ist oder nicht, spielt überhaupt keine Rolle. Als Präsident seines Landes hat er dessen Interessen zu wahren. So ist es nur natürlich, daß er den Bau der Pipeline abgelehnt hat. Zumal nachdem Katar die „Rebellen“ in Syrien mit Milliarden Dollar unterstützt hat. Leider unterscheidet man im freien und demokratischen Westen zwischen bösen, gemäßigten und guten Rebellen. Je nachdem, wer wem von Nutzen ist. Das ist die ganze widerliche Scheinheiligkeit in diesem Krieg. Syrien war bis zu Beginn des Krieges ein Musterbeispiel für das Zusammenleben unterschiedlicher Religionen. Assad, als Zugehöriger der religiösen Minderheit der Alawiten sollte dafür Beweis genug sein. Er bewahrt das, was sein Amtskollege in der Türkei gerade abgeschafft hat, den säkularen Staat.

Weiter schreibt das Merkel-Sprachrohr Backhaus:

Doch es gibt auch andere Bilder, die sprachlos machen, Bilder von der anderen Seite der Front. Sie zeigen Menschen, die auf die brutale Zersetzung des eigenen Landes stolz sind. Die Aufnahmen des syrischen Staatsfernsehens vom Wochenende, die sich rasend schnell in den sozialen Netzwerken verbreiteten, könnten zynischer nicht sein. Sie bezeugen, wie sicher sich ein Regime fühlen kann, das seit sieben Jahren Kriegsverbrechen an der eigenen Bevölkerung begeht. Und sie offenbaren die totale Ohnmacht der Weltgemeinschaft. Doch verändern werden auch sie leider nichts.

Frau Backhaus verwechselt hier auf dramatische Weise Syrien mit Merkels Deutschland, wo die Menschen stolz auf die Zersetzung des eigenen Landes sind. Ihre Berichterstattung in den Staatsmedien kann zynischer nicht sein. Wie das Assad-Regime Kriegsverbrechen begeht, zeigen in aller Deutlichkeit diese Lügen aus dem deutschen Staatsfernsehen. Diese offenbaren allerdings nicht die totale Ohnmacht der Weltgemeinschaft, sondern eher den Ärger gewisser Staaten trotz allen Aufwandes den Regime-Wechsel nicht herbeiführen zu können. Gaddafi und Saddam Hussein hat man einfach beseitigen können, dafür ist es in Syrien allerdings zu spät. Die Urheberschaft dafür wäre zu offensichtlich. Zu simpel die Idee Obamas den Syrern Giftgasangriffe auf die eigene Bevölkerung zu unterstellen. Das hat noch im Irak funktionieren können, aber in Syrien hat sich der schwarze Mann verspekuliert. Trotz seiner roten Linien. Das der Irak Giftgas besessen hat, ist inzwischen als eine Lüge bekannt geworden. Leider führte diese zu einem Krieg, der noch heute nachwirkt.

Der US-Außenminister Colin Powell bezieht sich in seiner berühmten Rede vor den Vereinten Nationen in New York auf den Informanten und warnt die Welt vor den mobilen Biowaffenlabors der Irakis. Die USA wollen eine UN-Resolution, die ihren Krieg gegen den Irak legitimiert. Ausführlich kann Powell von Lastern und Zügen berichten, die innerhalb von Monaten riesige Mengen von Gift produzieren könnten. Das sei genug um Tausende Menschen damit umzubringen. Heute wissen wir, all das war gelogen: Der damalige Europachef der CIA Tyler Drumheller behauptet sogar, er habe vor Powells Aussage CIA-Chef George Tenet vor der Unzuverlässigkeit der Quelle gewarnt. 

Pikanterweise war der Informant von Powell ein irakischer Chemiker, der nachdem er aus dem Irak über Marokko nach England flüchten wollte, in Deutschland strandete und eine Karriere als Informant des deutschen Auslandsnachrichtendienstes BND begann. Es ist immer wieder erschreckend zu sehen in welche zwielichtigen Machenschaften Deutschland verstrickt war und immer noch ist.

Doch weiter mit der „Journalistin“ Backhaus:

Die Aufnahmen zeigen Syriens Präsidenten Baschar al-Assad auf Frontbesuch in Ostghuta. Als Assad aus dem Wagen steigt, empfängt ihn eine jubelnde Menge. „Baschar, Baschar“, rufen sie. Im Anzug und blauen Hemd steht Syriens Präsident umringt von Soldaten seiner Armee, schüttelt Hände, lächelt in Handykameras, klopft auf Schultern. Er gratuliert seinen Soldaten zum erfolgreichen Vormarsch. „Mabrouk„, ruft er, Glückwunsch. „Die Menschen von Damaskus danken euch allen, dass ihr die Stadt beschützt, und wir werden das für Jahre, ja, für Generationen in Erinnerung behalten“, ruft Assad den Soldaten zu. Und fügt hinzu: „Dieser Kampf ist größer als Syrien. Ihr kämpft diesen Kampf für die ganze Welt. Mit jedem Terroristen, den ihr umgebracht habt, verändert ihr das Gleichgewicht der Welt.“

Nun weiß die ganze Welt mittlerweile, wer für Assad die Terroristen sind, nämlich prinzipiell jeder, der gegen ihn ist. In diesem Falle sind das nicht nur die Islamisten, die Ostghuta, einen Vorortgürtel von Damaskus, seit 2013 kontrollieren. Sondern auch die knapp 400.000 Zivilisten, die in der Provinz seit vielen Jahren vom Regime eingeschlossen sind – und die Assad als Verräter sieht, die es ausnahmslos auszulöschen gilt.

So einfach macht sich das der Schreiberling Backhaus. Jeder der gegen Assad ist, ist ein Terrorist. Keine Rede von den wahren Terroristen die vom Westen (auch Deutschland) mit Geld und Waffen versorgt werden. Und keine Rede davon, daß die 400.000 Zivilisten von diesen eingeschlossen und als lebende Schutzschilde mißbraucht werden. Gute Terroristen, schlechte Terroristen. Somit ist es auch kein Wunder, daß die „Journalistin“ nach langem Anlauf endlich Rußland als Verbündeten des Schlächters Assad ins Spiel bringen darf.

Im Februar begann das syrische Regime mit russischer Unterstützung eine Offensive, um die Enklave wieder unter seine Kontrolle zu bekommen. Dafür geht es zum Äußersten: Ostghuta wird nicht zurückerobert, sondern ausradiert. Das Regime lässt gezielt Wohn- und Krankenhäuser, Schulen, Bäckereien, Lazarette bombardieren, an manchen Tagen schlagen bis zu 200 Raketen ein. Mehr als 1.200 Menschen wurden in den vergangenen Wochen getötet.

Und Assad ist noch nicht fertig mit ihnen, für ihn hat der Endkampf erst begonnen. Wenn er die beiden letzten Rebellengebiete, Ostghuta und Idlib im Norden des Landes, zurückerobert hat, sieht er sich seinem Ziel, wieder ganz Syrien zu beherrschen, sehr nahe gekommen. 

Wie genau das aussehen soll, zeigt das Regime der Welt in diesen Tagen in aller Deutlichkeit. Seit einigen Tagen fliehen Zehntausende aus Ostghuta vor dem Dauerbeschuss der russischen Jets. Über sogenannte Fluchtkorridore des Regimes hasten die Menschen mit den wenigen Dingen, die sie in der Eile mitnehmen konnten, in das Umland von Damaskus.

[…]  So setzt Assad Schritt für Schritt seine Vision von Syrien nach dem Krieg um: durch das gezielte Auslöschen und Vertreiben der Opposition, deren Gebiete er dann an seine Unterstützer übergeben wird. So hat er es in Daraa gemacht, in Homs, in Ost-Aleppo und nun in Ostghuta.

[…]Assad kann diesen Kampf so gewaltsam führen, wie er will, denn er weiß: Niemand wird ihn mehr aufhalten. Auch wenn die ganze Welt zuschaut. Und niemand später sagen kann: Wir haben davon nichts gewusst.

Wer einigermaßen ohne ideologische Scheuklappen denken kann, weiß welches schmutzige Spiel dort gespielt wird. Der weiß, wer es angezettelt hat und wer es unterstützt um daraus Nutzen zu ziehen. Ich hoffe, die „Journalistin“ Backhaus wird es nicht vergessen. Deswegen habe ich am 16.03.2018 bereits über das Thema geschrieben.

Was will sich die westliche demokratische Welt an Aggressionen aus Moskau noch alles gefallen lassen, bevor sie ihnen deutliche Grenzen setzt? In Syrien bombardiert Putins Russland unter zynischer Missachtung des Völkerrechts die Zivilbevölkerung und treibt so einen gnadenlosen Vernichtungs- und Vertreibungskrieg voran.

Offensichtlich wollen Backhaus und ihre Auftraggeber zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Allerdings wird sich das trotz aller Hetze nicht umsetzen lassen und ist ein Spiel mit dem Feuer, oder wie es Gabriele Krone-Schmalz viel richtiger beschrieb, „Die spielen mit dem Frieden“.

Der schwarze Mann im Weißen Haus hat diesen Krieg gegen Syrien angezettelt und Terroristen unterstützt, finanziell und mit Waffenlieferungen. Die gesamte „Koalition der Willigen“ hat dort unter Mißachtung des Völkerrechts jahrelang die Zivilbevölkerung bombardiert und Tausende Menschen getötet. Unter anderem hat sich auch die Bundesluftwaffe an diesem völkerrechtswidrigen Angriff mit Tornados beteiligt. Ohne UN-Mandat. Dafür hat „Merkel“ hunderte von Strafanzeigen kassiert, welche aber von der deutschen „Justiz“ nicht verfolgt werden. Ich schrieb hier bereits darüber. Die gesamte „Koalition der Willigen“ hat einen Angriffskrieg gegen ein souveränes Land geführt und nun stellt man tatsächlich Rußland als den Aggressor hin. Niemand darf vergessen, daß Rußland von Assad um Hilfe gegen den wahren Aggressor (USA, England, Frankreich) gebeten wurde und somit als einziges Land die Souveränität Syrien nicht mißachtet hat.

Selbst der Ultra-Linke Lafontaine, von dem ich naturgemäß nicht viel halte, hat der BILD Rußland-Hetze vorgeworfen.

Quelle: https://de.sputniknews.com/amp/politik/20180314319922904-lafontaine-antwortet-bild/

Die freie Journalistin und politische Kommentatorin Rania Khalek aus den USA hat ihre Meinung zur westlichen Berichterstattung über den Syrien-Krieg bei unseren Kollegen von „In The Now“ kundgetan und dabei kein gutes Haar am westlichen Mainstream gelassen. Die Berichterstattung zu Ost-Ghuta sei ein Paradebeispiel dafür, dass westliche Medien, statt Bericht zu erstatten, versuchen, eine Agenda zu promoten. Ihre Leser und Zuschauer würden sie dabei bewusst falsch informieren. Dazu ist dieses Video sehenswert.

Sie erklärt: „Ost-Ghuta steht in Wahrheit unter der Kontrolle einer Reihe extremistischer Gruppen – die stärkste ist Dschaisch al-Islam, oder auch Armee des Islam [genannt]. Dschaisch al-Islam ist eine dschihadistische Salafisten-Gruppe, die durch Saudi-Arabien unterstützt wird und die danach strebt, aus Syrien einen islamischen Staat zu machen. Diese militante Gruppe ist extrem sektiererisch und genauso bösartig in ihrer Rhetorik, ihren Methoden und ihren Zielen wie der IS. Der Gründer der Gruppe, der verstorbene Zahran Alloush, rief offen zu ethnischen Säuberungen gegen religiöse Minderheiten in Damaskus auf. Die Gruppe war dafür bekannt, öffentliche Hinrichtungen durchzuführen, und auch dafür, in Käfigen öffentlich Zivilisten, Frauen und Angehörige von Minderheiten als humanitäre Schutzschilde in den Straßen zur Schau zu stellen. Erst kürzlich wurde berichtet, dass Zivilisten, die aus Ost-Ghuta zu fliehen versuchten, von Kämpfern beschossen wurden, die verhindern wollten, dass sie in das sichere Regierungsgebiet fliehen können.“

In den westlichen Medien würden diese Extremisten aber als Freiheitskämpfer beschrieben, während die Opfer in den von der Regierung kontrollierten Gebieten nahezu totgeschwiegen würden, sagt Khalek. Deshalb sei die Mehrheit der Syrer auch sehr erzürnt über westliche Medien.

Somit dürften die „Journalistin“ Backhaus und ihre Auftraggeber Lügen gestraft sein. Sie sollte besser schauen, was die „Bundesregierung“ zu dem Krieg gegen Syrien beiträgt indem sie Waffen an die Türkei liefert, obwohl der ausgeschiedene Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) im Februar mehrfach versichert hatte, daß seit Beginn der Syrien-Offensive ein kompletter Exportstopp für alle Rüstungsgüter in die Türkei gelte. Es ist eine dreiste Lüge.

Insgesamt gab es im Januar und Februar 34 Exportgenehmigungen in die Türkei mit einem Wert von 9,7 Millionen Euro. Das ist fast schon ein Drittel des gesamten Exportvolumens des vergangenen Jahres von 34,2 Millionen Euro. Um welche Art von Rüstungsgütern es sich handelt, ist unklar. Neben Waffen wie Gewehre, Panzer oder Raketen sind beispielsweise auch unbewaffnete militärische Fahrzeuge oder Aufklärungstechnik Rüstungsgüter.

Krieg ist immer eine widerliche Angelegenheit, wenn sich allerdings deutsche „Journalisten“  wider besseren Wissens aufgrund einer noch widerlicheren Ideologie dafür hergeben und für die wirklichen Kriegstreiber Propaganda betreiben, hat das eine ganz andere Dimension. Wie bereits erwähnt hoffe ich, daß Frau Backhaus sich eines Tages erinnert, für wen sie ein schmutziger Handlanger war.

Um sich ein reales Bild von den Geschehnissen in Syrien zu machen, seien diese Videos empfohlen. Bilder lügen bekanntlich nicht.

„Die Deutschen sind das einzige Volk das aus Erfahrung dümmer wird“

 

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