Spezialambulanz ausschließlich für Frauen mit türkischem Migrations­hintergrund eröffnet

(Bild: shutterstock.com/Durch Ridvan Ozdemir)
Türkische Frauen (Bild: shutterstock.com/Durch Ridvan Ozdemir)

Münster – Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat in der LWL Klinik Hemer/Hans-Prinzhorn Klinik Hemer eine Spezialambulanz ausschließlich für Frauen mit türkischem Migrationshintergrund eröffnet. Ziel sei es, diese besser zu versorgen. Die Ambulanz ist auf alle psychiatrischen Erkrankungen ausgelegt und will den betroffenen Patientinnen individuelle Therapiemöglichkeiten aufzeigen.

In Deutschland sei der Anteil von Menschen mit türkischem Migrationshintergrund mit Abstand am größten, sagte die leitende Oberärztin Naciye Geyhan. Insbesondere die Frauen mit türkischem Migrationshintergrund könnten sich oftmals niemandem anvertrauen und über ihre Probleme und Sorgen reden. Es gebe keine speziell auf sie ausgerichteten Angebote, obwohl der Bedarf an Therapieplätzen sehr hoch sei, berichtet zum Thema das Ärzteblatt.

Geyhan wies darauf hin, dass insbesondere Frauen ihres Kulturkreises wiederholt den Wunsch geäußert hätten, von einer Therapeutin in ihrer Muttersprache behandelt zu werden, obwohl sie teilweise der deutschen Sprache mächtig seien. Dabei spielten die kulturellen Hintergründe eine sehr große Rolle, so die türkischstämmige Ärztin.

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) erhält seine Einnahmen zu etwa zwei Dritteln von den 27 Mitgliedsstädten und -kreisen in Form einer Umlage. Das Land NRW wies zudem dem LWL für das Jahr 2017 642,7 Mio. Euro Steuergeld zu. (SB)

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