Die „Welt“ über Südafrika: Der blanke Rassismus

https://youtu.be/Jq0GReiZyKc
Von der Welt ignoriert (Foto: Screenshot Youtube)

Ein Paradebeleg für die Berechtigung des Begriffs „Lückenpresse“: Christian Putsch fühlte sich in der „Welt“ bemüßigt, die Leser über die Zustände im Land am Kap zu informieren. Sein Artikel trägt die Überschrift: „Gesetzesvorhaben in Südafrika: Die Enteignung weißer Farmer könnte böse enden“. Die Medienkritik.

von Max Erdinger

Es gibt Schlagzeilen, die man ihrem Erfinder am liebsten um die Ohren hauen würde. Die hier ist so eine: „Die Enteignung weißer Farmer könnte böse enden.“ Finde den Fehler. Die Enteignung weißer Farmer könnte eben nicht böse enden, – sie ist nämlich bereits abgrundtief böse. Es geht um die entschädigungslose Enteignung von etwa 75 Prozent aller weißen Farmer. Daran ändert die Tatsache eines entsprechenden Gesetzesvorhabens nicht das geringste. Es gibt nämlich durchaus böse Gesetze.

„Welt“-Autor Christian Putsch fährt dieselbe Schiene, auf welche die Probleme in ehemaligen europäischen Kolonien immer zurückgeführt werden: Rassenungerechtigkeit.

Er schreibt: „Zur Begründung heißt es in der auf Antrag der linksradikalen Oppositionspartei Economic Freedom Fighters (EFF) verabschiedeten Resolution, koloniale Ungerechtigkeiten müssten korrigiert werden. Nur zwei Prozent der ländlichen und sieben Prozent der urbanen Fläche seien im Besitz der Schwarzen.

Das ist wahrlich verkürzt dargestellt, schließlich befinden sich zwei Drittel des Landes in Südafrika im Besitz von Staat, Firmen, Kirchen und nicht zuletzt traditionellen Führern. Allein die Treuhandgesellschaft des Zulu-Königs verwaltet ein Drittel der Provinz KwaZulu-Natal.

Doch zutreffend ist, dass der weißen Minderheit von nicht einmal zehn Prozent der Bevölkerung weiterhin ein überproportional großer Anteil gehört: 24 Prozent in ländlichen Gegenden und elf Prozent in den Städten.“

Eine verkürzte Darstellung ist das, was Putsch hier als eine „verkürzte Darstellung“ bezeichnet.

Erstens: Eine ganze Reihe der weißen Farmer in Südafrika können ihre Ahnengalerie zurückverfolgen bis ins 17. Jahrhundert. Die wirtschaftliche Entwicklung Südafrikas begann mit der Bildung einer Handelsniederlassung der niederländischen Ostindien-Kompanie im Jahre 1652. Aus dieser Niederlassung entwickelte sich dann Kapstadt und von hier aus zogen auch die späteren Siedler immer weiter ins Land hinein und machten es urbar. Daß es überhaupt zu einer wirtschaftlichen Entwicklung Südafrikas gekommen ist -, daß eine blühende Landwirtschaft existiert – der Weinbau z.B. – , ist ausschließlich diesen Siedlern zu verdanken. Sie stießen damals auf ein Land, das man im Vergleich zu heute als fast menschenleer bezeichnen kann. Ansässig waren dort seit dem fünften Jahrhundert Bantu-Stämme, die bei ihrer Einwanderung selbst die etwa seit 20.000 Jahren dort lebenden San und Khoikhoi verdrängten. Die Siedler am Kap und später überall im heutigen Südafrika, haben ursprüglich niemandem Land weggenommen, sondern sie haben brachliegendes, größtenteils unbesiedeltes Land kultiviert. Erst mit der Entwicklung Südafrikas als Folge der Besiedlung mit Weißen aus den Niederlanden, den „Buren“, setzte ebenfalls eine Immigrationsbewegung aus den im Norden an das heutige Land angrenzenden Gegenden ein.

Von den 18 großen Stämmen, die es heute in Südafrika gibt, waren im 17. Jahrhundert die wenigsten vorhanden, wenn man von den Bantus einmal absieht. Das ist auch kein Wunder. Südafrika liegt derartig weit südlich auf dem Globus, daß es im Winter empfindlich kalt wird. Bloemfontein im früheren Oranje Vrijstaat liegt auf einer Höhe von knapp 1400 Metern über NN und weit von der Küste entfernt. Die Nachttemperaturen des südafrikanischen Winters können dort ohne weiteres -10 Grad erreichen. Das ist ziemlich unwirtliches Gebiet für Schwarze.

Es gibt den Schwarz/Weiß-Gegensatz, auf den Südafrika in der deutschen Presse der Einfachheit halber reduziert wird, so nicht, wie er dargestellt wird.

Zweitens: Der Zuzug durch die verschiedensten Stämme aus dem Norden brachte enormes Konfliktpotential mit sich – und zwar nicht zwischen den Buren und den Zugezogenen, sondern unter den Zugezogenen selbst. Diese Stämme sind sich auch heute noch spinnefeind. Es gibt schlicht keine homogene schwarze Bevölkerungsmehrheit in Südafrika, es sei denn, man reduziert sie auf ihre Hautfarbe als gemeinsames Merkmal. Das allerdings wäre wohl Rassismus. Die Animosität zwischen den eingewanderten schwarzen Stämmen haben sich die weißen Siedler in der Folge, besonders mit dem Beginn des Bergbaus in der Witwatersrand-Gegend (Gold, Diamanten), einerseits zunutze gemacht, etwa dadurch, daß sie als Vorarbeiter einer Gruppe aus Zulus einen Xhosa einsetzten und umgekehrt. Andererseits sorgten sie aber auch dafür, daß sich die Schwarzen nicht permanent gegenseitig die Köpfe einschlugen. Die weißen Siedler in Südafrika wurden zur Ordnungsmacht am Kap, einem Land, das sein Konfliktpotential hauptsächlich durch die Immigration sich feindlich gesonnener Stämme aus dem kontinentalen Norden erhalten hatte.

Mit dem Ende der Apartheid 1994 kam auch das Ende der Weißen als Ordnungsmacht. Die explodierende Gewaltkriminalität seither ist eine Folge davon. Es sind schier unglaubliche Zahlen, die in der deutschen Presse nie zur Sprache kommen: Im Jahr 1967, als mit Hendrik Verwoerd ein Apartheids-Hardliner das Land regierte,  gab es im ganzen Land 170 Morde. Heute steht die Statistik bei ca. 25.000 (!) jedes Jahr. Die Schwarzen metzeln sich vorzugsweise gegenseitig ab. Gemessen an ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung werden Weiße zwar überproportional häufig zu Mordopfern. Bei den absoluten Zahlen allerdings liegen schwarze Mordopfer schwarzer Mörder weit vor den Weißen.

Es geht bei dem „Gesetzesvorhaben“ zur Enteignung weißer Farmer mitnichten um die Korrektur „kolonialer Ungerechtigkeiten“, sondern um das, worum es dabei immer geht: Um die kommunistische  Gleichmacherei auch da, wo es nichts gleichzumachen gibt. Im Falle Südafrikas geht es darum, den Nachfahren derjenigen, die das Land zu dem gemacht haben, was es geworden ist, einfach zu stehlen. Gesetz hin oder her.

Absolut bemerkenswert an dem Artikel von Christian Putsch in der „Welt“ ist aber, daß er mit keinem Wort auf den permanenten Terror gegen Weiße ansich eingeht. Kein Wort darüber, daß es in Südafrika auch eine weiße Arbeiterklasse gegeben hat, die heute systematisch unterdrückt und drangsaliert wird, in sog. Squatter-Camps lebt, zu Arbeit, zu Schulbildung und ärztlicher Versorgung keinen Zugang mehr hat und ohne Strom und fließendes Wasser dahinvegetiert, von der Regierung und dem Rest der Welt komplett ignoriert. Kein Wort von Christian Putsch in der „Welt“ über die gräßlichen Farmmorde (Plaasmoorde) mit ihren Tausenden von Opfern seit 1994. Kein Wort darüber, daß es heute bereits kaum einen lebensgefährlicheren Wohnort gibt, als eine abgelegene weiße Farm in Südafrika.

Der neue Präsident Südafrikas, Cyril Ramaphosa, gehört dem African National Congress (ANC) an, welcher das Land seit der friedlichen Übergabe der Macht 1994 regiert. Das ist ein hochkorrupter Verein, wie sich an Ramaphosas Vorgänger Jacob Zuma einwandfrei belegen läßt. Der ANC hat im Interesse der schwarzen Stämme im Land seit mehr als zwanzig Jahren praktisch nichts auf die Reihe gebracht, sondern seine Funktionäre haben sich die eigenen Taschen vollgestopft, so wie das in ganz Afrika regelmässig der Fall ist. Deswegen ist ihm mit den Economic Freedom Fighters (EFF) von Julius Malema politische Konkurrenz entstanden. Die EFF besteht aus knallharten Kommunisten, denen jedes verfassungsmäßige Recht auf Eigentum am Allerwertesten vorbeigeht. Es ist dem eklatanten Versagen des ANC seit Nelson Mandelas Präsidentschaft zu verdanken, daß die EFF enormen Zulauf bekommen haben – und daß Ramaphosas korrupter ANC der neuen machtpolitischen Realität im Land Rechnung tragen muß, indem er sich den Positionen der EFF annähert.

Nicht nur der EFF-Chef Julius Malema singt gerne das Lied „Kill the Boer“. Die Ansicht, man müsse alle Weißen im Land umbringen, ist unter den EFF-Anhängern weit verbreitet.

EFF-Aufruf zum Massenmord an den Weißen Südafrikas (Foto: Screenshot Facebook)

Übersetzung: „Wir müssen uns als schwarzes Volk vereinigen, es gibt weniger als 5 Millionen Weiße in Südafrika vs. 45 Millionen von uns. Wir können alle Weißen in weniger als zwei Wochen umbringen. Wir haben die Armee und die Polizei. Wenn diejenigen, die Farmer umbringen, zu ihren Taten fähig sind – worauf wartet ihr. Erschießt den Buren, killt den Farmer.

Daß sich ein deutscher „Welt“-Autor in einem Artikel zu den geplanten Enteignungen in Südafrika beschränkt auf die Rechtsfragen, die sich aus dem verfassungsmäßigen Recht auf Eigentum auch in Südafrika ergeben und daß er seinen Fokus legt auf den bereits jetzt zu konstatierenden, erwartbar weiterbeschleunigten Niedergang der südafrikanischen Wirtschaft insgesamt; sich sorgt um das wirtschaftlich katastrophale Beispiel Zimbabwe (Rhodesien), einem Land, in dem mit dem Ende der weißen Herrschaft binnen weniger Monate 90 Prozent aller weißen Farmer enteignet und z.T. auch ermordet worden sind – und nicht ein Wort über den blanken Rassismus verliert, dem Weiße in Südafrika ausgesetzt sind, spricht Bände über den Stand moralischer Verwahrlosung in der „Welt“- Redaktion.

Es soll mir niemand erzählen, daß eine realitätsnahe Berichterstattung über die Zustände in Südafrika deswegen unterbleibt, weil sich in Deutschland niemand für das Land am Kap interessiert. Etwas ganz anderes dürfte der Fall sein: Eine realistische Berichterstattung aus Südafrika unterbleibt in deutschen Redaktionen deswegen, weil sie geeignet wäre, den notorisch bigotten Rassismus-Plärrern im deutschen Gutmenschentum endgültig gar die Maske vom Gesicht zu reißen. In Südafrika sind nicht nur weiße Farmer von Enteignungen bedroht. Es geht auch bei weitem nicht nur um den wirtschaftlichen Niedergang des Landes am Kap der guten Hoffnung. In Südafrika werden ganz aktuell über drei Millionen Weiße allein wegen ihrer Hautfarbe mit einem Genozid bedroht.

Die politisch-mediale Abschaumklasse unseres Landes würde das Thema gern unter den Teppich kehren, aus höchst verständlichen Gründen. Jouwatch wird sich an dieser Schweinerei nicht beteiligen, sondern Roß und Reiter klar benennen. So, wie die grausamen Christenverfolgungen in der islamischen Welt kein wichtiges Thema für die linksversifften Redakteure dieser Republik sind, so wollen sie sich auch am vorhersehbaren Genozid an den Weißen in Südafrika vorbeimogeln. Es würde ihre Agenda stören. Es interessierte sie bisher nicht, daß alle fünf Minuten ein Christ ermordet wird und es wird sie in Zukunft genauso wenig interessieren, wenn in Südafrika alle fünf Minuten ein Weißer umgebracht wird.

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