MH 017 und kein Ende (Teil II)

Von Thomas Schlawig

 Ich hatte bereits am 29.08.2017 hier über den Abschuß der Boeing 777 der Malaysian Airlines über der Ukraine geschrieben. Die Maschine befand sich  am 17. Juli 2014 mit 298 Menschen an Bord auf dem Flug von Amsterdam nach Kuala Lumpur, als sie um 15.20 Uhr im Luftraum über der Ukraine vom Radar verschwand.

Am 19.03.2018 laß ich unter sputniknews.com vom Selbstmord eines ukrainischen Kampfpiloten namens Woloschin.

Im Juli 2014 hatte Woloschin bei der ukrainischen Luftwaffe gedient. Über seine mögliche Verwicklung in den Abschuss der Boeing hatte der damalige Techniker der ukrainischen Luftwaffe, Jewgeni Agapow, berichtet. Nach seinen Worten hatte Woloschin, damals Hauptmann der ukrainischen Luftwaffe, am Tag der MH17-Katastrophe mit seinem Kampfjet vom Typ Su-25 seine Basis mit Luft-Luft-Raketen an Bord verlassen und war etwas später ohne Munition zurückgekehrt. Zu seinen Kameraden soll Woloschin gesagt haben, er sei „zur falschen Zeit am falschen Ort“ gewesen.

Am 21.03.2018 zitierte dasselbe  Portal die Frau des Piloten mit den Worten:

Die Frau des 29-Jährigen, Nadeschda, sagte dem Portal zufolge gegenüber der Polizei aus, ihr Mann habe einen Tag vor seinem Tod mit jemandem telefoniert. Nach dem Anruf habe sich seine Stimmung drastisch verschlechtert. Auch am nächsten Morgen sei er niedergeschlagen gewesen. Wer ihren Mann angerufen hat, wisse sie nicht.

Heute laß ich unter spiegel.de, Zitat: Von Russland beschuldigter Kampfpilot soll Suizid begangen haben.

Und weiter hieß es und nun wird es interessant, Zitat:

Woloschin war zum Zeitpunkt des Flugzeugabsturzes im Juli 2014 Hauptmann der ukrainischen Luftwaffe. Eine russische Boulevardzeitung warf ihm unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Zeugen vor, die MH17 mit 296 Menschen an Bord abgeschossen zu haben – was der Kampfpilot dementierte. Internationale Untersuchungen kamen zu dem Schluss, dass MH17 eindeutig von einer Rakete vom Boden getroffen wurde. Der angebliche Zeuge hatte hingegen behauptet, Woloschin habe am Tag der Katastrophe mit seinem Kampfjet und Luft-Luft-Raketen an Bord die Militärbasis verlassen und sei später ohne Munition zurückgekehrt.

Ich erinnerte mich sofort an einen Artikel unter anderweltonline.com vom 30.Dezember 2014 – dieses Portal wird vom Verleger und ehemaligem Lufthansa-Flugkapitän Peter Haisenko betrieben. Er schrieb dort vor über drei Jahren folgendes, Zitat:

Am 17. Juli 2014 starteten etwa eine knappe Stunde vor dem Absturz der MH 17 auf der Luftwaffenbasis Awiatorskoje bei Dnepropetrowsk drei Kampfflugzeuge. Zwei von ihnen waren mit Luft-Boden-Raketen bestückt, das dritte Flugzeug, eine Su-25, hatte drei R-60 Luft-Luft-Raketen an den Außenaufhängungen. Während die beiden mit Luft-Boden-Raketen gestarteten Flugzeuge nicht zurückkehrten, landete die Su-25 später wieder auf dem Flugplatz, allerdings ohne Raketen. Als der Pilot, Hauptmann Wladislaw Woloschin, ausgestiegen war, zeigte er sich fassungslos. Er sagte: „Es war ein anderes Flugzeug.“ Auf die Frage, was mit dem Flugzeug geschehen sei, antwortete er: „Das Flugzeug war zur falschen Zeit am falschen Ort.“ Alle Versuche zu einem weiteren Gespräch wurden sofort gestoppt.

Wie muss man die Aussage „Es war ein anderes Flugzeug“ werten? Welches Flugzeug sollte er denn abschießen? Es konnte sich dabei ja nur um eine Maschine handeln, die auf einem ähnlichen Kurs und in etwa gleicher Höhe geflogen ist.

Am 07.März 2015 schrieb Peter Haisenko in einem anderen Artikel:

Nachdem der Beschuss der MH 17 durch eine ukrainische SU 25 unzweifelhaft nachgewiesen ist, erübrigt es sich darauf näher einzugehen, warum ein Beschuss mit einer Boden-Luft-Rakete vom Typ BUK auszuschließen ist. Ich weise nur darauf hin, dass an keinem Trümmerteil der MH 17 eine Beschädigung zu finden ist, die durch eine BUK entstanden sein kann. Wer hier immer noch zweifelt, der möge sich den ausführlichen Bericht hier ansehen, der im Übrigen vollständig der frühen Analyse von Bernd Biedermann entspricht. Bernd Biedermann war Oberst der NVA und darf als Experte für das BUK-System zitiert werden.

Die Beweise liegen also vor, dass die MH 17 vorsätzlich und wahrscheinlich von langer Hand geplant und vorbereitet von einer ukrainischen SU 25 abgeschossen worden ist. Doch nun zu der Aussage des SU 25-Piloten: Es war das falsche Flugzeug. Von Anfang an kursierte die These, dass dieser Angriff eigentlich dem Flugzeug Putins galt, das tatsächlich zeitgleich einige hundert Kilometer nördlich geflogen ist. Wir wissen, dass Frau Timoschenko am liebsten Putin mit einer Kalaschnikow erschießen wollte. Aus gesicherter Quelle habe ich erfahren, dass der Journalistenstab und die Redakteure des Bayrischen Rundfunks von der These überzeugt sind, dass Putin abgeschossen werden sollte. Sie dürfen ihre Überzeugung nicht publizieren. (Pressefreiheit???)

Also habe ich versucht, den Originalflugplan von Putins Maschine zu erhalten. Meine diesbezügliche Anfrage an das BFS (Bundesamt für Flugsicherung) wurde abgelehnt und zwar mit dem Argument, das man eigentlich nur von der US-Regierung kennt: Nationale Sicherheit! Dazu muss man wissen, dass ein Flug auf einer bestimmten Route geplant wird, diese jedoch während des Fluges geändert werden kann und – man kann sagen in 100 Prozent aller Flüge – geändert wird. Wenn also der Originalflugplan von Putins Maschine über die Ukraine geführt hat – und dafür spricht einiges – dann hat dieser Angriff mit höchster Wahrscheinlichkeit tatsächlich Putin gegolten.

Es war dann das Unglück der 298 Insassen der MH 17, dass Putins Maschine den Weg über Polen gewählt hat. Zum weiteren Verständnis: Für den Pilot der Su 25 war es nahezu unmöglich zu erkennen, ob es sich bei seinem Ziel um eine B 777 oder Putins IL 96 gehandelt hat. Er hat seinen ersten Angriff mit der Luft-Luft-Rakete aus etwa sechs Kilometer hinter der Maschine gestartet; unter Zeitdruck, denn das Flugzeug drohte in wenigen Minuten in russischen Luftraum einzufliegen. Aus dieser Position kann er nicht unterscheiden, ob er eine Boeing 777 oder eine IL 96 vor sich hat. Er kann nicht einmal unterscheiden – zum Beispiel an den Kondensstreifen – ob er ein zwei- oder viermotoriges Flugzeug vor sich hat.

 Der gesamte Vorgang um die MH 17 erhält so eine völlig neue Dimension. Die Aussage des ukrainischen SU 25-Piloten wird schlüssig. Es gab auch keine Alternative für den Pilot, nachdem er den ersten Schuss auf die MH 17 abgegeben hat, seinen tragischen Irrtum möglicherweise sogar erkannt hat und die Boeing noch flugfähig war – mit lebendigen Piloten im Cockpit. Man muss sich nur vorstellen, was die Folgen gewesen wären, wenn die angeschossene MH 17 auf irgendeinem Flughafen eine Notlandung erfolgreich durchgeführt hätte. Der Beweis für den Angriff wäre unwiderlegbar gewesen, inklusive der Zeugenaussagen der Überlebenden. Dieser unwiderlegbare Beweis für die Schandtat der ukrainischen Seite musste verhindert, zerstört werden.

 Spiegel.de schreibt weiter; Zitat:

Ein internationales Ermittlerteam stellte nach monatelangen Untersuchungen fest, MH17 sei mit einer Boden-Luft-Rakete vom Typ Buk M1 abgeschossen worden. Das Raketensystem sei aus Russland in die Ukraine geholt und nach dem Abschuss zurück nach Russland gebracht worden. Wer genau geschossen hat, ist weiter unklar.

Zu dem Raketensystem welches aus Rußland geholt und nach dem Abschuß nach Rußland zurückgebracht wurde schrieb Peter Haisenko am 18.Juli 2014, also einem Tag nach dem Abschuß der Boeing folgendes:

Gut, die Wahrscheinlichkeit ist nicht gering, dass Flug MH 017 abgeschossen worden ist. Als ehemaliger Flugkapitän habe ich mich auch mit diesem Risiko eingehend beschäftigen müssen. Dabei gab es ein eindeutiges Ergebnis: Ein großes Passagierflugzeug kann nicht so einfach abgeschossen werden. Vor allem dann, wenn es im Reiseflug in 10 Kilometer Höhe fliegt. Um das zu erreichen, bedarf es ausgefeilter Militärtechnik – eben Boden-Luft Raketen, die von einer Radarstation geführt werden. Nun haben die deutschen Nachrichten sofort kolportiert, die Separatisten in der Ostukraine hätten eine Abschussrampe für BUK M1 antiaircraft-missiles russischer Bauart unter ihre Kontrolle gebracht. Das reicht aber nicht. Um mit dieser Rakete ein Flugzeug in großer Höhe abzuschießen, braucht man die zugehörigen Radarstationen – und die haben die Separatisten nicht.

Hier ein Auszug aus der technischen Beschreibung, entnommen bei Wikipedia:

 Eine Buk-M1-Batterie besteht aus je einem Radar- und Kommandofahrzeug sowie vier TELAR-Startfahrzeugen mit je vier Flugkörpern.

 Eine Batterie besteht aus:

1 × Suchradar SNOW DRIFT (9S18M2 Kupol-2)

 1 × 9S470-Kommandstation

 4 × 9A310-Start- und Transportfahrzeug (mobile Raketenstartrampe) für die Lenkwaffen sowie das auf demselben Fahrzeug untergebrachte Feuerleitradar (2S35)

 4 × 9M38-Lenkwaffen pro Startrampe

 Buk M1 benutzt das Suchradar 9S18 oder 9S18M (russ. СОЦ 9C18 „Купол“) mit einer Reichweite von 85 km. Tieffliegende Ziele können in einer Flughöhe bis hinunter zu 100 m aus 35 km Entfernung, tiefer fliegende Ziele in 10 bis 20 km Entfernung verfolgt werden.

 Das Feuerleitradar 9S470/9S470M1 arbeitet im H/I-Band und ist auf dem Startfahrzeug montiert. Es beginnt mit der Zielaufschaltung bei der Höchstreichweite der Rakete von 32 km und einer maximalen Höhe von 15 bis 22 km, je nach Modell.

 Die Steuerung erfolgt mit dem halbaktiven Radar-Verfahren, bei dem das Ziel von dem Feuerleitradar permanent „beleuchtet“ wird und die Rakete den reflektierten Mikrowellen folgt.

Soweit die nackte Technik. Man sieht sofort, dass die Abschussrampe allein ungefähr so gefährlich ist, wie ein Schütze mit verbundenen Augen. Die Separatisten der Ostukraine haben, wenn überhaupt – und das ist eine unbewiesene Behauptung – nur eine Abschussrampe, kein Leitradar. Weiterhin benötigt man für den Betrieb der BUK M1 eine solide geschulte Mannschaft. Sowohl das eine wie das andere haben die Separatisten nicht. Ich halte es also für sehr unwahrscheinlich, dass Separatisten eine Rakete auf MH 017 abgefeuert haben. Auch ein Raketenbeschuss von russischem Territorium aus ist auszuschließen. Der Absturzort befindet sich mindestens 60 Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Wie den technischen Daten für die BUK M1 zu entnehmen ist, beträgt die maximale Reichweite 32 Kilometer.

Zu dem Raketen-System schreibt der ehemalige  Oberst der NVA, Bernd Biedermann als Experte für das BUK-System:

Bis jetzt weiß ich nicht, wer die MH17 zum Absturz gebracht hat. Aber als diplomierter Fla-Raketenoffizier mit jahrelanger Truppenerfahrung – einschließlich realer Gefechtsschießen – schätze ich ein, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Boden-Luft-Rakete war.

Dazu folgende Begründungen:

 

  1. Die Trümmerteile des Flugzeugs, viele davon größeren Ausmaßes, sind alle ohne zu brennen auf einem relativ großen Gebiet niedergegangen. Mindestens die Teile, in denen sich Treibstoff befand, hätten beim Treffer einer Fla-Rakete wegen der entstehenden Reibungshitze gebrannt. Zu Bränden kam es aber erst, als am Boden heiße Triebwerksteile mit brennbarem Material in Berührung gerieten.

 

  1. Die veröffentlichten Fotos zeigen Zerstörungen, die nicht durch die Splitter einer Fla-Rakete hervorgerufen sein können. (Ungleichmäßige Verteilung, unregelmäßige Durchmesser, unterschiedlich große Eintritts- und Austrittsöffnungen). Da die Splitter einer Fla-Rakete alle etwa die gleiche Größe haben, verursachen sie gleichartige Einschlaglöcher.

 

  1. Aus den Fotos geht hervor, dass das Flugzeug an unterschiedlichen Stellen von „hochenergetischen Körpern“ getroffen wurde (massiv in Cockpitnähe, unregelmäßig an Tragflächen). Das ist völlig untypisch für das Trefferbild einer Fla-Rakete. Die Verteilung der Splitter des Gefechtsteils einer solchen Rakete im sog. Splitterkonus folgt der Normalverteilung, d.h. die meisten Splitter liegen in etwa gleichen Abständen zueinander.

 

  1. Der Anflug der Buk-Rakete auf ein Ziel erfolgt von oben. Die Fotos zeigen aber keine Häufung von Treffern im oberen Bereich der MH17.

 

  1. Der Start einer Rakete des Komplexes Bug ist unüberhörbar. Das Geräusch der Triebwerkszündung und der Überschallknall vereinigen sich, sodass der Knall auch in großer Entfernung deutlich wahrnehmbar ist. Ebenso kann der Kondensstreifen des Fluges beobachtet werden. Obwohl das betroffene Gebiet relativ dicht besiedelt ist, liegen keine glaubhaften Angaben dazu vor.

 

  1. Außerdem steht fest, dass ein Fla-Raketen-Komplex wie Buk als Waffensystem nur durch eine gut ausgebildete und trainierte Besatzung erfolgreich eingesetzt werden kann.

Fakt ist auch, dass es noch nie eine so willkürlich verschleppte Aufklärung eines Luftzwischenfalls dieser Art gegeben hat. Da aus meiner Sicht nach dem bisherigen Verlauf der Untersuchungen zum Absturz von MH17 nur geringe Aussichten auf ein klares Urteil bestehen, setze ich meine Hoffnung darauf, dass weitere Zeugen, die an der Aktion des Abschusses von MH17 beteiligt waren, den Mut und die Möglichkeit finden, sich öffentlich zu erklären. Der Beitrag im Magazin „Der Spiegel“ Nr. 3 vom 10.1.2015 hat jedenfalls nicht zur Wahrheitsfindung beigetragen.

Das wird so auch von einem OSZE-Beobachter bestätigt. Er spricht von „heavy machine gun fire“.

CBC News interviewt einen OSZE-Ermittler, der die Absturzstelle des Fluges MH17 überwacht. In diesem Interview stellt er fest, dass es bis jetzt keine Beweise gab, dass eine Rakete das Flugzeug getroffen hatte. Stattdessen hatte die OSZE drei Rumpfstücke gefunden, die durch schweres Maschinengewehrfeuer „angeknackst“ worden waren.

Dazu dieses Video. https://www.youtube.com/watch?v=76PG9RQStFU#t=470

Noch einmal zurück zum Portal anderweltonline.com vom 16.August 2014. Peter Haisenko beschreibt, wie der Abschuß abgelaufen sein könnte:

Was ich jetzt vorstelle, ist das Ergebnis meiner Recherchen, die ich aber im Gegensatz zur Analyse des Cockpit-Teils nicht beweisen kann. Es handelt sich also um eine Spekulation, die ich allerdings für sehr wahrscheinlich halte.

Ein Kampfflugzeug hat eine Luft-Luft-Rakete auf MH 017 im Reiseflug abgefeuert und den rechten Motor getroffen. Es ist hierbei unwesentlich, ob es sich um eine oder zwei SU 25 oder ein anderes Modell handelt, über die die ukrainische Luftwaffe verfügt. Im Cockpit der MH 017 konnte nur ein heftiger Stoß wahrgenommen werden, zusammen mit der Feuermeldung und Ausfall für Motor Nummer zwei. Dass ein Raketentreffer die Ursache war, dürfte für die Piloten nicht erkennbar gewesen sein. (Vielleicht deswegen die Verlautbarung, der Voice-Recorder zeige keine ungewöhnlichen Aufzeichnungen.) Der Treffer bedingt ein starkes Giermoment und sofortigen Abfall der Geschwindigkeit. Die Piloten mussten sofort ihre Verfahren für diesen Notfall einleiten, und waren mit voller Aufmerksamkeit darauf konzentriert.

 Laut Verfahrensvorschrift mussten die Piloten den Motor sofort abstellen/isolieren, die Geschwindigkeit reduzieren und Höhe aufgeben. Dann einen Notlandeplatz auswählen und ansteuern und der Bodenkontrollstelle ihre Notsituation melden, sobald sie dafür Zeit hatten. Ein Kapitän in einer Notsituation darf alles tun, um sein Flugzeug, sein eigenes Leben und das seiner Passagiere zu retten. Er verfügt über die sogenannte „emergency authority“, die sein Handeln außerhalb jeder Vorschrift zulässt. Der nächste größere Flugplatz für die MH 017 für eine Notlandung dürfte für die Piloten Kiew gewesen sein, obwohl Rostow in Russland näher war. Um Rostow anzusteuern, hätten sie aber einen Wechsel des Kontrollzentrums und eine Grenzüberquerung zu bewältigen gehabt, was zusätzlichen Stress bedeutet hätte.

 Die MH 017 hat also eine Kurve zurück Richtung Kiew in Verbindung mit einem Sinkflug eingeleitet. Nun stelle man sich vor, die MH 017 wäre in Kiew gelandet und dort wäre nicht zu verbergen gewesen, dass dieses Flugzeug von einer Luft-Luft-Rakete getroffen wurde. Da ist es nicht verwunderlich, dass entweder der Pilot im Kampfflugzeug oder die militärische Leitstelle in Panik geraten ist – oder beide. Die ordentliche Notlandung musste verhindert werden, gleichgültig auf welchem Flugplatz. Das konnte nur durch direkten Beschuss mit Bordwaffen erreicht werden.

 Dabei mussten an diesem Vorgang nicht notwendigerweise zwei Kampfflugzeuge beteiligt gewesen sein. Es ist durchaus möglich, dass die nunmehr deutlich langsamere Boeing 777 nach den ersten Treffern direkt auf das Cockpit nicht sofort auseinanderfiel und steil abstürzte. Selbst mit einem zerstörten Cockpit und toten Piloten darin kann eine Passagiermaschine erst einmal weiterfliegen wie ein steuerloses Modellflugzeug. Sie wird einfach mit den Parametern der letzten Einstellung der Trimmung weiter fliegen. Der Pilot des Kampfflugzeugs hatte von da an leichtes Spiel. Er konnte ohne weiteres einen zweiten Anflug auf die jetzt langsame und niedrigere MH 017 fliegen und ihr von der anderen Seite „den Rest geben“.

 Dass diese Darstellung nicht reine Spekulation ist, belegt die Tatsache, dass die malaysische „New Straits Times“ davon berichtet, dass amerikanische (!) Experten festgestellt haben, dass ein Motor der MH 017 von einer Luft-Luft-Rakete getroffen worden ist. Hier der Link zu diesem Artikel: http://www.nst.com.my/node/20925 

 Quelle: www.anderweltonline.com

Die Fotos (beiGoogle „verschwunden“) beweisen den direkten Beschuß des Cockpits.

Russland hat Radaraufzeichnungen veröffentlicht, die mindestens eine ukrainische SU 25 in der nächsten Nähe der MH 017 zeigen. Das korrespondiert mit der Aussage des verschollenen spanischen Controllers, der zwei ukrainische Kampfflugzeuge in der direkten Nähe der MH 017 gesehen hat. Betrachten wir dazu die Bewaffnung der SU 25: Sie ist ausgerüstet mit einer zweiläufigen 30-mm-Kanone, Typ GSch-302 /AO-17A, Kampfsatz: 250 Schuss Panzerbrand- bzw. Splitter-Spreng-Geschosse, die in einer definierten Reihenfolge in einem Gliederzerfallgurt befestigt sind. Das Cockpit der MH 017 ist von zwei Seiten beschossen worden: Ein- und Austrittslöcher auf derselben Seite.

Einschusslöcher an der Außenhaut

 Nun stelle man sich vor was passiert, wenn eine Abfolge von Panzerbrand- und Splitter-Spreng-Geschossen das Cockpit trifft, die immerhin so ausgelegt sind, dass sie einen Panzer zerstören können. Die Panzerbrandgeschosse werden teilweise quer durch das Cockpit aus der anderen Seite leicht deformiert wieder austreten. Schließlich ist ihre Durchschlagskraft für eine solide Panzerung ausgelegt. Die Splitter-Spreng-Geschosse aber werden im Cockpit selbst explodieren, so sind sie ausgelegt. Bei der rapiden Feuerfolge der GSch-302 Kanone gibt es folglich in kürzester Zeit eine schnelle Abfolge von Explosionen innerhalb des Cockpit-Bereichs, von denen jede einzelne ausreicht, einen Panzer zu zerstören.

Russland hat Radaraufzeichnungen veröffentlicht, die mindestens eine ukrainische SU 25 in der nächsten Nähe der MH 017 zeigen.

Der schwarze Mann im Weißen Haus sprach direkt nach dem Abschuß von „unwiderlegbaren“ Beweisen gegen Rußland, blieb diese „Beweise“ allerdings schuldig. Bis heute.

Merkwürdig auch die Behauptung, daß die beiden AWACS-Maschinen der NATO, die im Zeitraum des Absturzes in diesem Raum unterwegs waren, angeblich keine Angaben zu dem Vorgang machen konnten. So jedenfalls wurde eine parlamentarische Anfrage der Partei DIE LINKE von der Regierung beantwortet.
Für Fachleute ist das unverständlich. AWACS-Maschinen können den Luftraum in einem Umkreis von mindesten 250 km überwachen. Wo genau sie sich im betreffenden Zeitraum befanden und warum sie keine Angaben machen konnten, wird nicht offen gelegt.

Völlig unberücksichtigt im Spiegelartikel bleit auch die „ultimative Wahrheit“, die BND-Präsident Gerhard Schindler am 8.10. vor dem Parlamentarischen Kontrollgremium verkündet hat. Er behauptete, seine Behörde verfüge über Beweise, dass prorussische Separatisten für den Abschuss von MH17 verantwortlich sind. Fotos und Satellitenaufnahmen würden belegen, dass die Separatisten eine Buk-Startrampe besessen haben. Damit sollen sie eine Rakete gestartet haben.
Wo, bitte, ist hier ein Beweis für den Abschuss mit einer Flugabwehr-Rakete? Zudem ist der Konjunktiv (…sollen sie eine Rakete gestartet haben) ein deutlicher Hinweis auf fehlende konkrete Kenntnisse.

Wenn das alles keine Beweise für die Urheberschaft der Ukraine sind, dann sollten die folgenden die allerletzen Zweifel ausräumen. Es geht nämlich um die manipulierten Daten der Suchoi Su-25, womit bewiesen werden sollte, daß dieses Kampfflugzeug die Höhe der Boeing gar nicht erreichen konnte.

Am 01.August 2014 betrug die Dienstgipfelhöhe der Maschine 14.600 m:

Einen Monat später, am 01.September 2014 allerdings nur noch 7.500 m. Voilà, „Beweis“ erbracht, eine Suchoi Su-25 kann es folglich niemals gewesen sein.

Quelle: https://www.anderweltonline.com/wissenschaft-und-technik/luftfahrt-2014/schockierende-analyse-zum-abschuss-der-malaysian-mh-017/

Obwohl das alles schlagende Beweise gegen die Ukraine sind, beharrt man im Westen immer noch darauf, daß Rußland für den Abschuß die Verantwortung trägt. Einzig und allein um Putin zu beschädigen und am besten zu beseitigen, so wie man mit unbequemen „Diktatoren“ (Saddam Hussein, Gaddafi) immer verfahren ist. Begonnen hat es mit den Protesten auf dem Maidan, bei denen Demonstranten erschossen wurden. Inzwischen weiß man, wer die Hintermänner waren.

Danach kam die „Annexion“ der Krim, welche keine solche war, sondern eine legale Sezession war Der Staatsrechtler Professor Dr. Karl Albrecht Schachtschneider sagt dazu:

Frieden mit Russland: Das ist unsere Aufgabe. Aber der Westen greift an. Er hat versucht, seinen Großraum bis an die Grenzen der Russischen Föderation auszudehnen, indem er die Ukraine in sein Bündnissystem zu integrieren sucht: In die Europäische Union und die NATO. Das Mittel war und ist ein Regimewechsel in der Ukraine, eine schmutzige Intervention, wie es das Völkerrecht nennt, um ein gefügiges Regierungssystem zu etablieren. Dagegen haben sich einige Landesteile zur Wehr gesetzt.

Er trägt den Kalten Krieg, den der Westen gegen Russland betreibt. Man muss annehmen, dass die wenigsten eine Annexion von einer Sezession unterscheiden können. Ein Recht zur Sezession wird im Westen, vor allem in den USA, überwiegend abgelehnt, aber nicht durchgehend: Ein Beispiel ist das Referendum in Schottland, das legal durchgeführt wurde. Auch die Sezession des Kosovo war, wie der Internationale Gerichtshof (IGH) in einem Gutachten 2009 festgestellt hat, kein Verstoß gegen das Völkerrecht. Es gibt also schon ein Völkergewohnheitsrecht, das, jedenfalls in existenzieller Lage, ein Sezessionsrecht anerkennt. Rechtsgrundlage ist ein Elementarprinzip des Völkerrechtes und der Vereinten Nationen (UN), nämlich das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Dagegen steht aber der Bestandsschutz der Staaten aufgrund ihrer Souveränität. Aufgrund dieser äußeren Souveränität gibt es ganz klar ein Aggressionsverbot. Und dazu gehört das Annexionsverbot.

Die Krim hat Besonderheiten eines Volkes im Sinne des Rechtes zur Selbstbestimmung. Wir wissen alle, dass nur aufgrund eines Willküraktes von Nikita Chruschtschow die Krim der Ukraine zugeschlagen wurde. Der Sezessionswille der Krim war jedenfalls eindeutig, als sich die Ukraine dann, nach dem Regimewechsel in Kiew im Februar 2014, insbesondere, der EU zugewandt hat – und damit auch der NATO. Das wollten die meisten Krimbewohner eben nicht.

Damit sollte klar sein, welches Ziel der Westen verfolgt. Zu nennen sind Syrien und als jüngstes Schurkenstück der Giftanschlag auf einen russischen Ex-Agenten sowie die Attacken gegen Putin bei der Präsidentenwahl. Inzwischen hat der britische Außenminister Boris Johnson Vergleiche zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Adolf Hitler angestellt indem er meint, „Fußball-WM in Rußland ist wie Olympia 1936“.

Diese Attacken nehmen immer bedrohlichere Züge an und ich kann es immer nur wiederholen, es erinnert fatal an die Vorkriegssituation von 1914 und 1939. In beiden Kriegen waren die Kriegstreiber dieselben wie heute; England, USA und Frankreich. Die Welt kann nur hoffen, daß Putin die Nerven behält und sich nicht provozieren läßt.

Wie sagte die ehemalige Rußland-Korrespondentin der ARD, Gabriele Krone-Schmalz in einem MDR-Interview, „Die spielen mit dem Frieden“.

Leider wird man das Gefühl nicht los, daß sich die Warner vor einem neuen großen Krieg den Mund fusselig reden können ohne das sie gehört werden. Auch das erinnert in fataler Weise an 1939. Man kann immer besser verstehen, wie sich die Menschen besonders in Deutschland in der Vorkriegszeit gefühlt haben müssen. Dafür ist nicht zu verstehen, weshalb heute gefragt wird warum die Deutschen Hitler blind in den Krieg gefolgt sind, wenn sie heute ebenso blind Merkel in den Untergang folgen. Geschichte wiederholt sich eben doch. Leider.

Was es mit dem Selbstmord des Piloten auf sich hat, wird wohl niemand erfahren. Laut sputniknews.com soll es unter Depressionen gelitten haben, was wohl verständlich ist, wenn man 298 Menschen auf dem Gewissen hat. Vielleicht hat man ihn auch eliminiert, weil er gedroht hat, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Wer weiß es schon. Zumindest ist beides möglich, wobei für die Ukraine sehr viel auf dem Spiel gestanden hätte, hätte er den vermuteten Abschuß so bestätigt. Merkwürdig finde ich auch, daß sich ein hochrangiger Offizier mit einer Pistole ohne Seriennummer erschossen haben soll.

„Eine feige Politik hat noch immer Unglück gebracht“  Otto von Bismarck

 

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