Merkels untertänige Bananenrepublik

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Merkels Bananenrepublik (Foto: Screenshot Youtube)

Viel Begeisterung generiert Dr. Gottfried Curio von der AfD mit dieser brillanten Rede bei den Merkelmüden. Da er die Rede im Bundestag gehalten hat und weil Dr. Curio Politiker ist, geht es naturgemäß um die Verfehlungen der Bundeskanzlerin und ihrer politischen Kopfnickertruppe. Was allerdings eine veritable Bananenrepublik sein will, braucht mehr als nur eine komplett unfähige Regierung. Ohne die dazugehörigen Untertanen bekommt man eine richtige Bananenrepublik nämlich nicht hin. Genau diese Untertanen sind es, die meinemeinen inzwischen mindestens so sehr den Nerv rauben wie die Regierung, die ihnen auf der Nase herumtanzt. Im Bemühen um größtmögliche Subjektivität: Das Untertanenbashing.

von Max Erdinger

Wer, wie meinereiner, jeden Tag einen mehr unverbindlichen Kontakt zu den sogenannten einfachen Leuten hat und aus Gründen der Höflichkeit, aber auch aus Bequemlichkeit, ihren Smalltalk zum einen Ohr rein und zum anderen wieder rausgehen läßt, indem er ihre Feststellungen in eine Frage umformuliert („Der Klimawandel macht mir Sorgen“ – „Ach ja? Der Klimawandel macht Ihnen Sorgen? Erzählen Sie mal“) und dann als Antwort auf ihre Feststellungen routiniert zurückwirft wie einen Ball, der erkennt schnell, daß die Geschichte mit der Demokratie und dem allgemeinen Wahlrecht eine richtige Schnapsidee ist.

Leute, denen man ihre eigenen Aussagen als Frage zurückgibt, fühlen sich bemüßigt, ihre Aussagen zu bekräftigen und ausführlicher zu werden. Wenn sie sich verabschieden, halten sie einen für einen verständnisvollen Menschen, mit dem man sich toll unterhalten kann. Das funktioniert, weil sie sich selbst sehr wichtig nehmen. Dabei hat man ihnen nicht einmal wirklich geantwortet, sondern man hat sie ein Selbstgespräch führen lassen, welches man hin und wieder ein bißchen anschubste wie ein Kind auf der Gartenschaukel.

Was man allerdings auf diese Weise nebenbei so erfährt, während man über etwas ganz anderes nachdenkt, läßt einen schier verzweifeln.

Steuern

Daß die Reichen so wenig Steuern zahlen, sei eine riesige Sauerei, ist eine oft gehörte Feststellung. Die Antwort: Zahlen die wirklich so wenig Steuern? Als nächstes erfährt man dann, wie wenig diese reichen Säcke tatsächlich zahlen. Und wie ungerecht das ist. Selbst denkt man sich dabei, daß da einer aus der Masse der ganz normalen Steuerzahler sitzt und daß er gern mehr Geld hätte, damit er mehr Steuern bezahlen kann. Für mehr Lohn oder Gehalt würde der alles machen. Auf die Idee, statt sich mehr Lohn für sich selbst zu wünschen, Steuersenkungen für alle zu befürworten, kommt er nicht. Der Gedanke, daß ihm von 5 Prozent Lohnerhöhung stante pede 3 Prozent vom Staat wieder abgenommen werden, daß ihm aber von fünf Prozent Steuersenkung volle 5 Prozent bleiben, kommt ihm einfach nicht. Weil er staatsgläubig ist. Die Staatsgläubigkeit der deutschen Untertanen ist ein großes Übel.

Egalitarismus

Ebenfalls oft gehört: „Der hält sich wohl für etwas Besseres?“ Diese Frage wird ausnahmslos immer im Brustton der Empörung gestellt. Dabei ist das gar nicht die Frage. Die Frage wäre, ob er etwas Besseres ist. Das wäre nämlich denkbar. Und wenn er etwas Besseres ist, wird er sich wohl auch für etwas Besseres halten dürfen. Aber der deutsche Untertan kann das einfach nicht denken. Kurz bevor er das denkt, gibt es einen Kurzschluß im Gehirn und er raucht zu den Ohren raus. Ihm ist wichtig, wofür die Leute sich halten, nicht, was sie sind. Der Rechtsüberholer auf der Autobahn ist zum Beispiel einer, der sich für etwas Besseres hält. Warum der überhaupt rechts überholen konnte, ist eine Frage, die sich der Deutsche, welcher rechts überholt wurde, einfach nicht stellt. Die Antwort wäre niederschmetternd: Weil der Rechtsüberholer der Bessere ist. Er zeigt sich geistig flexibel, pragmatisch und lösungsorientiert. Er findet selbständig eine Lösung für das Ärgernis, daß vor ihm grundlos die Überholspur blockiert ist.

Aber der darf das nicht! – Klar. Die Überholspur grundlos blockieren darf man freilich etwas weniger nicht. Der Deutsche: Wer etwas tut, das er etwas weniger nicht darf als derjenige, der etwas tut, das er etwas mehr nicht darf, hat recht. Und der Straßenverkehr ist eine sozio-kulturelle Veranstaltung. Was für Kretins …

Willfährige Unmündigkeit

Das Licht neben der Haustür des Nachbarn ist zu hell und außerdem geht es wegen des Bewegungsmelders viel zu oft an. Darüber könnte man gönnerhaft mit dem Nachbarn reden, wenn sein Haus kleiner wäre und wenn sein Auto weniger PS hätte als das eigene. Sein Haus ist aber größer und sein Auto ist eine widerliche Protzkarre. Also muß er wegen seines Lichts verklagt werden. Selbst tätig zu werden, etwa, indem man sich einen lichtdichten Vorhang kauft, kommt nicht in die Tüte. Vom eigenen Geld einen anderen Vorhang kaufen, weil sich der Wohlstandspinkel von nebenan eine zu helle Lampe einbildet? Nie im Leben. Da braucht es ein Gerichtsurteil!

Tatsächlich braucht es etwas anderes: Den forcierten Entzug des Staatsnippels für den Nannystaats-Säugling. Und zwar in Form eines Watschenautomaten. Der Watschenautomat sieht aus wie ein überdimensionierter Bleistiftspitzer. Der Klagefreudige wird mit dem Kopf hineingesteckt, im Gehäuse rotiert eine alte Fahrradfelge, die mit groben Arbeitshandschuhen auf elastischen Federn bestückt ist und den Nannystaats-Säugling links und rechts bis zur Vernunft maulschelliert, auf daß er sich in Zukunft überlege, wie er seine Angelegenheiten selbst regelt.

Gesundheit

Der Deutsche lebt zwar gerne gut, noch viel lieber lebt er aber lang. Es gibt nicht wenige Deutsche, die weder rauchen noch trinken oder Drogen konsumieren, wenn man vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen einmal absieht. Deren Lebensziel ist es, im hohen Alter bei bester Gesundheit den Löffel abzugeben. Es gibt praktisch nichts, was sie tun, ohne sich dazu ein Fahrradhelmchen aufzusetzen oder die Packungsbeilage zu lesen. Alles, was die Regierung tut, um alle anderen ebenfalls dazu zu zwingen, so zu leben, halten sie für voll berechtigt. Horrende Tabaksteuern? – Klasse, das geschieht den unbelehrbaren Dummköpfen recht. Tempolimit? – Noch viel besser. Wegen der Sicherheit. Alkohol-Verkaufsverbot an der Tanke nach 22 Uhr? – Vorbildlich!

Diese Zeitgenossen versprechen aber wenigstens einen Vorteil. Sie machen die dümmsten Gesichter von allen, wenn man ihnen erzählt, daß Michael Schumacher ein Helmchen aufhatte beim Skifahren und daß man neulich erst einen gertenschlanken Rennradfahrer in einem blutverschmierten, ansonsten aber quietschbunten Lycra-Dress unter der Straßenbahn gesehen hat, respektive das, was von ihm noch übrig gewesen ist.

Gerechtigkeit, Freiheit, Demokratie

Alle diese vorgenannten Typen eint noch etwas anderes. Sie sind davon überzeugt, die größten Differenzierungskünstler unter der Sonne zu sein. Sie wissen: Alles ist relativ. Sie nennen etwas „relativ gerecht“, etwas anderes „freiheitlicher“ und etwas ganz anderes „am demokratischsten“. Wahrscheinlich glauben sie auch, daß jemand, der vor 200 Jahren gestorben ist, „töter“ ist als einer, der erst gestern das Zeitliche gesegnet hat. Sie wissen: In Deutschland sind Frauen unterdrückt. In Saudi Arabien sind sie aber unterdrückter. Es reicht ihnen nicht, zu wissen, wieviel Grad es an der frischen Luft hat, sondern sie wollen auch noch wissen, wie sich die Grade anfühlen. Minus 5 Grad werden so gerne zu gefühlten -10 Grad. Da müssen sie sich warm anziehen. Am besten mit einem fair gehandelten Anorak.

Gottlosigkeit

Missionarische Atheisten gibt es in Deutschland ebenfalls zuhauf. Sie wissen es einfach besser und sind froh, daß sie nicht an ein ewiges Leben glauben, weil dadurch das Knäckebrot, der Magerquark und das stille Mineralwasser eine Sinnhaftigkeit bekommen. Ansonsten glauben sie jeden zivilreligiösen Scheißdreck, der ihnen im Fernsehen vorgeglaubt wird. Zum Beispiel glauben sie, daß sie die Macht haben, die ganze Welt zu vergiften. Daß die Neger in Afrika noch heute nicht viel auf die Reihe bekommen, glauben sie, hängt mit der Unterdrückung ihrer Urgroßeltern durch die Nachfahren von Heinrich dem Achten zusammen, weswegen sie sich schämen müssen, obwohl sie gar keine Engländer sind. Die Atheisten glauben so ziemlich alles, was in der Zeitung steht oder im Fernsehen kommt. Nur an Gott glauben sie nicht. Dafür sind sie viel zu schlau.

Das ist das Volk, das von Angela Merkel nach Strich und Faden verarscht wird. Wenn man sich Merkel isoliert anschaut, glaubt man ja nicht, daß die irgendwen hinters Licht führen kann. Schaut man sich aber das Volk dazu an, dann wird einem einiges klar. Merkel paßt auf das deutsche Volk wie Arsch auf Eimer.

Im Grunde geht es nur noch darum, die wenigen erhaltenswerten Exemplare von Deutschen vor dem Aussterben zu bewahren. Weil es ein Jammer wäre, wenn die Dummen dieser Welt nur noch in irgendwelchen Geschichtsbüchern nachlesen könnten, wer und was die Deutschen einstmals gewesen sind. Eventuell könnte man auch die degenerierte Masse rekultivieren, wenigstens zum Teil, vielleicht. Aber demokratisch geht das auf gar keinen Fall. Da müsste man sie ja mitreden lassen. Ein Albtraum!

So, und nachdem wir jetzt alle herzhaft gelacht haben über meine lästerliche Tirade gegen das Volk, darf ich um pietätvolle Ruhe bitten. Es wird bitterernst.

Es gibt nämlich einen Sachverhalt, der mir regelmässig das Wasser in die Augen treibt, wenn er mir bewußt wird. Am 5. September 1977 startete die Raumsonde Voyager 1 von Cape Canaveral aus ihre Reise in die Unendlichkeit. Sie hat unser Sonnensystem bereits verlassen, befindet sich momentan (Stand 18.3.2018) in 21,17 Milliarden Kilometern Entfernung zur Erde und wird in etwa 40.000 Jahren das Sternbild Giraffe erreichen. Sie hat einen Datenträger an Bord, genannt „Golden Voyager Record“, der Wissen über unsere Erde enthält. Er wurde auf die unendliche Reise geschickt in der Hoffnung, daß es irgendwo da draußen intelligentes Leben gibt, das etwas mit ihm anzufangen weiß. Irgendwann. Vielleicht nie.

Seit August 2012 auf diesem Datenträger in der Heliopause: Johann Sebastian Bach mit dem Brandenburger Konzert Nr. 2 in einer Einspielung mit Karl Richter. Bach starb 1750, Richter 1981.

Nichts berührt mich mehr als das, wenn ich mir diese linksversiffte Merkelrepublik vergegenwärtige. Weil: Wenigstens ein bißchen unsterblich sind wir Deutsche dadurch schon.

 

Wandere aus, solange es noch geht!
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