JOURNAL FÜR MEDIENKRITIK UND GEGENÖFFENTLICHKEIT

Eine Polizei, die ihre Bürger nicht schützt – England, Telford & Rotherham

Symbolfoto: Durch GlobalTravelPro/Shutterstock
Symbolfoto: Durch GlobalTravelPro/Shutterstock

Telford – Großbritannien. Eine kleine Stadt im ländlichen Idyll, die Schauplatz abscheulicher Verbrechen geworden ist. Über einen Zeitraum von 40 Jahren wurden über 1000 Mädchen, alle davon weiß, christlich und oder hinduistisch, Opfer einer pakistanisch-muslimischen Vergewaltigungs-Mafia. Da gibt es nichts zu untertreiben, wenn Tausende Mädchen industriell missbraucht, systematisch aus sozial schwachen Familien oder Kinderheimen entführt, genötigt und zum Verkauf wie Vieh angeboten werden. Lucy Lowe (16) und ihre Familie starben sogar, als einer ihrer Peiniger ihr Haus anzündete und alle darin dem Tode überantwortete – als Warnung für die anderen Mädchen, so eine Überlebende der Odyssee gegenüber der Presse.

Von Young German

1000 Mädchen über 40 Jahre sind nur Zahlen. Daher versuche ich das mal zu verbildlichen: Shazhad Khan, einer der Ringführer, entführte die Mädchen, lockte sie mit Geschenken und Versprechungen des Glücks zu sich, sperrte sie dann in seinem Rape-House ein und sorgte dafür, dass sich an einem Mädchen Dutzende Männer pro Nacht vergehen konnten. Bis zu 2000 Pfund verdiente er so an den teilweise 14-jährigen Mädchen, die er aus Missbrauchsfamilien und anderen kritischen sozialen Umfeldern entführen konnte. Teilweise traf er die Mädchen sogar vor einer Polizeistation und nahm sie zu sich ins Auto. Dass ein über 40 Jahre alter Mann mit einem mindejährigem weißen Mädchen in einem Auto saß, welches offensichtlich nicht seine Tochter ist, scherte die Polizei in Telford scheinbar nicht.

Die Rape-Gangs machten ihre Opfer mit Drogenabhängigkeit gefügig, fügten ihnen körperliche Schmerzen zu und bedrohten auch ihre Freunde und Familien. Die Polizei in Telford jedoch gab in einem internen Memo bekannt, dass es sich um Sex mit Einwillung handle und keine Ermittlungen notwendig seien, obwohl es sich eindeutig um Minderjährige handelte.

Seit den 90ern war die Polizei im Bilde über die Aktivitäten von Khan und seinem Rape-House, unternahm jedoch nichts. Trotz Hinweisen aus der Bevölkerung. Der Sunday-Mirror berichtete zum Versagen der Polizei, dass ähnlich wie bei Rotherham davon abgesehen wurde zu ermitteln, weil die Polizei sich nicht dem Vorwurf des Rassismus aussetzen wollte.

Aber welchen Nutzen hat eine Polizei, die Verbrechen ignoriert und sie sogar deckt? Mitwisserschaft ist laut §138 StGB zumindest in Deutschland ein Verbrechen. In meiner Logik stellt es sich so dar, vor allem in Rotherham, wo die Polizei definitiv und erwiesenermaßen trotz besseren Wissens nie richtig ermittelte oder Täter dingfest machte, dass Polizei und lokale Regierung sich strafbar gemacht haben. Sie sind ebenso schuldig an den Verbrechen der sogenannten Grooming-Gangs, wie die Vergewaltiger selbst. Ihr Schweigen und Nichtstun hat diesen Missbrauch erst möglich gemacht und jeder Polizist, der diesen Namen verdient, hätte kündigen und vor die Presse gehen sollen, um wenigstens seine Ehre zu retten.

Wer dem Verbrechen Nachsicht übt, wird sein Komplize.  – Voltaire

Derweil gibt das Scotland-Yard 1,7 Millionen Pfund dafür aus, um «unangemessenes Online-Verhalten» auf Twitter und anderen sozialen Netzwerken zu verfolgen.  Damit möchte die Polizei gegen Personen vorgehen, die rassistische, sexistische oder in anders diskriminierende Aussagen im Internet machen. Unangemessene Aussagen im Netz zu tätigen sei, so die Polizei, eine Straftat.

Diese Maßnahme des Scotland-Yard geht der Debatte im Parlament voraus, die auch von kritischen Stimmen einiger hochrangiger Polizisten begleitet wurde. Unter anderem Sir Peter Fay, der die Regierung davor warnte in ihrer Kampagne gegen sogenannte Hassrede nicht die liberalen Redefreiheiten des Landes zu zerstören. So würde die britische Polizei letztendlich zur Gedankenpolizei(Orwell, 1984) werden, welche das Verhalten und die Äußerungen der Bürger bestraft und kontrolliert, statt Verbrechen auf der Straße anzugehen.

Wenn Definitionen von Hass immer schwammiger werden und die Verfolgung von sogenannter Hasskriminalität zunimmt, leidet die freie Debatte und das Recht auf Meinungsäußerung, weil Menschen immer vorsichtiger werden müssten, was sie sagen dürfen und was nicht. Daily Mail berichtete über einen solchen Fall der Reglmentierung durch die Polizei, als Emma, ein in Rotherham von muslimischen Pakistanis missbrauchtes Mädchen, von der Polizei angewiesen wurde die Ethnie der Täter nicht zu erwähnen – denn das wäre rassistisch. Die Tatsache, dass fast ausnahmslos alle Täter in der mehrere Dutzend Menschen umfassenden Tätergruppe muslimische Pakistanis, keine chinesischen Asiaten oder afrikanische Kongolesen waren, sollte eigentlich einer Erwähnung wert sein.

Vor ein paar Tagen wurde Count Dankula (Mark Meechan) in Großbritannien rechtskräftig wegen Hasskriminalität verurteilt. Er hatte seinem Hund beigebracht einen Hitlergruß aufzuführen und das ganze auf Video für Youtube aufgenommen. Sein Video wurde ca. 3 Millionen x angeschaut und erhielt größtenteils amüsierte Reaktionen. Der Richter sah die Sache jedoch nicht als Witz und bezichtigte Meechan der Anstiftung zum Rassenhass, obwohl dieser behauptete, dass er sich nur über Nazis lustig machen wollte und kein Antisemit sei – im Gegenteil.

Meechan macht sich auf seinem Youtube-Account über viele Dinge lustig und scheint eine Art Comedian zu sein. Die britische Justiz hingegen sah dies alles anders und stellt es so dar, dass Kontext «keine Rolle» spiele und Meechan der Hasskriminalität schuldig sei.

Übertragen auf Deutschland würde dies bedeuten, dass 90% der Fernseh-Komödianten nicht mehr auftreten könnten, weil sie sich ebenfalls ständig über Nazi-Witze eine Plattform verschaffen und, wenn Kontext keine Rolle spielt, sie beim Immitieren eines  Hitlergrußes oder der Wiederholung der Nazi-Phrase: «Sieg Heil» wegen Anstiftung zum Rassenhass(in Deutschland Volksverhetzung) anklagen könnte. Die gesamte deutsche Comedy-Branche von Böhermann bis Welke wäre arbeitslos oder im Gefängnis, weil selbst Witze über den Nationalsozialismus dann als Sympathie für den Nationalsozialismus ausgelegt werden könnten.

Derlei könnte man als die späte Rache Adolf Hitlers bezeichnen.

Großbritanniens Justiz ist nicht mehr der Freund und Helfer der Bürger, sondern mutiert zum Feind selbiger.

We are watching you –  Scotland Police

Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer die Wahrheit kennt und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher – Brecht

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