Afrika: Wanderungsbereitschaft nach Europa wächst dramatisch

(Foto: Durch Arthimedes/Shutterstoc
Kein Platz mehr in Afrika (Foto: Durch Arthimedes/Shutterstock)

Mehr als jeder zweite Afrikaner südlich der Sahara ist bereit sein Land zu verlassen und sich nach Europa aufzumachen. Eine Million Afrikaner warten in Libyen auf die Überfahrt. Startklar für den zweiten Run auf Deutschland?

Laut Umfragen der amerikanischen Denkfabrik „Pew Research Centers“  in den sechs wichtigsten afrikanischen Herkunftsländern zufolge tragen sich mittlerweile große Teile der Bevölkerung mit dem Gedanken, ihre Heimat zu verlassen. Rund die Hälfte aller Menschen würde in einem anderen Land leben wollen, so sie die Mittel und die Möglichkeiten dazu hätten. In Ghana und in Tansania sind sogar drei Viertel bereit. Ein bedeutender Teil der Befragten plane konkret, in den kommenden fünf Jahren ihre Heimat zu verlassen. Besonders reisewillig sind die Segalesen mit 44 Prozent. In Ghana 42 Prozent und in Nigeria 38 Prozent. Geringere Quoten ergeben die Befragungen in Südafrika mit 22 Prozent, Kenia mit 19 Prozent und Tansania mit acht Prozent.

Als Gründe für die wachsende Wanderungsbereitschaft gelten neben politischen Instabilitäten und Konflikten hohe Arbeitslosigkeit, niedrige Löhne und Bevölkerungswachstum.

Die Pew-Forscher gehen davon aus, das zwischen 400 000 und einer Million Menschen aus Afrika in Libyen auf die Überfahrt nach Europa warten. (SB)

 

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