Vorsicht, Maibaumzensur!

(Bild: shutterstock.com/Durch Dietlinde B. DuPlessis)
Maibaum (Bild: shutterstock.com/Durch Dietlinde B. DuPlessis)

Bayern/Murnau – Die Political Correctness schlägt überall zu. Nun müssen auch Maibaumschilder, die vor vielen Jahren gefertigt und – damals noch – unbeanstandet gezeigt wurden, dran glauben.

Der Murnauer Trachtenverein stellt – dem alten Brauch des Maibaumaufstellens folgend – nach fünf Jahren wieder einen Maibaum in der oberbayerischen Gemeinde Murnau auf. Nun hagelt es aus politisch-korrekter Richtung Kritik. Denn: Auf einer Tafel am Maibaum ist zu lesen ist. „Liebe die Heimat und deren Sitten – dann brauchst du nicht um Fremdes bitten“.

Eine dieser politisch-korrekten Schreihälse, die Murnauerin Inga Grüttner stört sich an dem Tafeltext. „Als einziger klingt der Murnauer Spruch nach Ausgrenzung, Aufruf zum Wegbleiben und leider auch – nach fehlendem Selbstbewusstsein“, so das Geheule.

Wie der Münchner Merkur berichtet, versteht weder der, nun in der Kritik stehende Trachtenverein, wie – ganz offensichtlich auch der Bürger – dieses linksverdrehte Affentheater nicht mehr.

Johannes Köglmayr, Vorsitzender des Trachtenvereins, verweist indessen darauf, dass der Gebirgs-Trachten-Erhaltungs-Verein Murnau gemäß seiner Satzung politisch neutral sei. Laut mündlicher Überlieferung beziehe sich die Tafel auf die Auswanderung etlicher Vereinsmitglieder in der Zeit um 1900 „und hat somit keinerlei politischen Hintergrund“.

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