Telford & Pakistan: BBC verteidigt fehlende Berichterstattung

BBC in der Kritik (Foto: Collage)

Im Zusammenhang mit dem schrecklichen Mißbrauchsskandal von Telford sah sich die BBC mit hunderten von Beschwerden über ihre äußerst spärliche Berichterstattung konfrontiert und versuchte, sich zu rechtfertigen. Breitbart London berichtet. Das allerdings ging für die BBC erstrecht daneben. Etwas über das peinliche Gestammel der British Broadcasting Corporation.

von Max Erdinger

James Stephenson, Nachrichtenchef der BBC gab am Montag zu, daß die Berichterstattung über Telford am vorvergangenen Wochenende spärlich ausgefallen sei und daß es dafür Gründe gebe: Nicht genügend Sendezeit. Die Hölle sei los gewesen in Großbritannien, sagt er. Spion vergiftet, Stephen Hawking gestorben … – da musste die Telford-Story eben hinten anstehen. Außerdem sei die Zahl von 1000 Mißbrauchsopfern keine verifizierte Opferzahl, sondern eine akademische Extrapolation, was hinsichtlich der Relevanz der Story habe berücksichtigt werden müssen.

James Stephenson: “Es ist wahrscheinlich wert, daß man es einmal sagt, um Ihren Punkt direkt anzusprechen, daß wir uns mitten in einem riesigen Spionage-Drama befinden, einem Skandal, dem Giftskandal von Salisbury, und daß das eine riesige Menge unserer Sendezeit beansprucht hat, so, wie auch das Dahinscheiden von Ken Dodd, und später in der Woche, Stephen Hawking.

Das ist schon interessant. Ich meine, wie riesig dieses Spionage-Drama ist, ohne daß es die BBC selbst so groß gemacht hätte. So viel Sendezeit hat selbst der dickste Sender nicht, als daß er alles über einen derartig unfaßbar riesigen Spionageskandal senden könnte. Was es da alles zu senden gäbe? Sendung über Sendung! Der Tag müsste 25 Stunden haben. Sogar beim Wetterbericht müsste man etwas abzwacken, die Vorhersage zum Beispiel. Was ist schon eine Regenmenge gegen die Sendemenge? – Eben.

Und dann sterben auch noch Ken Dodd und Herr Hawking, womit wir schon bei 30 Stunden wären, weil Sterben nämlich schneller geht als Senden. Da kann die BBC freilich keine unbedeutenden Geschichten bringen über 1000 Opfer, die vielleicht nur 700 gewesen sind. Wegen 700 Opfern steht bei der BBC keiner auf, erstrecht nicht, wenn Ken Dodd gestorben ist. Das leuchtet doch ein, oder?

Jedenfalls: Am Mittwoch letzter Woche brachte die BBC dann widerwillig etwas über Telford. Das beschränkte sich im wesentlichen auf ein Interview mit einem Police-Officer, der behauptete, die ganze Geschichte sei „sensationalized“, also aufgebauscht.

Danach gefragt, ob das Problem muslimischer Vergewaltigungs-Gangs aus Pakistan seiner Ansicht nach durch die BBC angemessen abgedeckt werde, antwortete Stephenson, daß er keinen Grund sieht, diese Frage noch einmal zu überdenken. Der Sendemann: „Nein, ich denke, wir machen die richtige Sache und ich denke, daß wir sehr entschlossen sind, zu diesen schrecklichen und dunklen und schwierigen Geschichten durchzudringen, nicht nur zu dieser, sondern die ganze Bandbreite.

Da fragt sich unsereiner, ob es die Möglichkeit sein kann, daß Angela Merkel einen unehlichen Sohn hat, den sie in Großbritannien neben einem Hühnerstall unter dem Vorwand ausgesetzt hat, sie ginge nur mal schnell Zigaretten holen.

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