Kann ja mal passieren: Kretschmann will Messerattacke auf Lehrerin nicht überbewerten

(Bild: Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen; CC BY-SA 2.0)
Winfried Kretschmann (Grüne) (Bild: Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen; CC BY-SA 2.0)

Baden-Württemberg – Nach dem Messerangriff eines Siebenjährigen auf seine Lehrerin hat sich nun auch der grüne Landesvater Winfried Kretschmann (Grüne) zu Wort gemeldet.

Anfang März griff ein sieben Jahre alter Zweitklässer seine Lehrerin mit einem Messer an und verletzte diese. Der Siebenjährige soll nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung schon mehrfach gewalttätig gewesen sein. Die Lehrerin und ihre Kollegen hätten die Behörden immer wieder vor dem Zweitklässler gewarnt.

Kann ja mal passieren

Nun hat sich auch der baden-württembergische Ministerpräsident, Windfried Kretschmann,  selbst Pädagoge – 1972 drohte ihm Berufsverbot, weil er 1972/73 für die „Kommunistische Studentengruppe / Marxisten-Leninisten“ und 1973 auf der Plattform des „Sozialistischen Zentrums“ und der „Kommunistischen Hochschulgruppe“ (KHG) kandidierte – von berufener Stelle zur Wort gemeldet.

Zu dem Vorfall sagte er laut WeltOnline am Dienstag in Stuttgart: „Wir müssen nicht wegen jedem Einzelfall glauben, wir müssten die Welt ändern. Das ist nicht der Fall.“ Er selbst habe früher als Lehrer keine Fälle von Gewalt gegen Lehrer erlebt.

„Unruhe und Unsicherheit“ spürbar

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) forderte unterdessen eine sorgfältige Aufarbeitung des Falls. Schüler, Lehrer und Eltern der betroffenen Grundschule bräuchten nun Hilfe und müssten unterstützt werden, sagte die GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz.

Es gebe „Unruhe und Unsicherheit“. Eine spürbar zunehmende Gewalt an Schulen im Südwesten gebe es nicht, jedoch wachse das Konfliktpotenzial. (SB)

 

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