Tommy Robinson interviewt „Imam des Friedens“: „Man kann den Islam nicht aufhalten“

Imam Tawhidi: "Der Islam wird sich niemals reformieren"

Der australische „Imam des Friedens“ Mohammad Tawhidi ist einer der wenigen islamischen Geistlichen, die eine Reform seiner Religion und eine Entfernung von Hassbotschaften aus dem Koran fordern. Dafür wird er vielfach angefeindet, wurde im November in Australien körperlich attackiert. Tommy Robinson sprach am 1.3. mit ihm.

Tommy Robinson: „Wir kennen uns, seitdem ich die English Defence League begründet habe. Damals standen mir alle islamischen Geistlichen sehr ablehnend gegenüber, bis auf dich. Du hast mit sogar ein Gesprächsangebot gemacht. Warum?“

Imam Tawhidi: „Vielleicht zuerst etwas zu meiner Lebensgeschichte. Ich wurde im Iran geboren, aber wir sind dann nach Australien ausgewandert. 2006 bin ich wieder in den Iran, um den Islam zu studieren und erlebte dort sehr viel Korruption in der islamischen Regierung und wie die Studenten und die Lehrpläne kontrolliert werden. Die schicken dann Missionare in den Westen, die vom iranischen Regime finanziert und ausgebildet wurden. Ich war selber mal so ein Missionar, der nach Kanada oder Australien geschickt wird, um die Schariah und das Kalifat zu predigen. Als ich diese Korruption kritisiert habe, wurde ich inhaftiert und verhört.“

Robinson: „Du warst im Iran inhaftiert? Das wusste ich nicht. War das 2006?“

Tawhidi: „Das war 2012. Dann bin ich in den Irak und habe dort angefangen mit neuen Medien zu arbeiten, aber dort konnte ich mich nicht frei äußern. Deshalb bin ich in den Westen, wo ich begonnen habe, auf sozialen Medien die Korruption im Islam zu kritisieren.“

Robinson: „Das war also als wir uns kennengelernt haben, 2012.“

Tawhidi: „Ja, und dein Ansatz hat mich erstaunt. Denn es gab natürlich Leute, die islamfeindlich waren, und zu Gewalt aufgerufen haben. Aber du warst nicht so. Ich habe dich im Fernsehen gesehen und du wusstest tatsächlich, wovon du redest. Deshalb habe ich dich kontaktiert, und wir sprachen darüber, wie du kritische Moslems wie mich ansprechen kannst, indem man sich gegen Wahhabisten und Salafisten wendet, und diese kleinen Gruppen kritisiert.“

Robinson: „Ja, das weiß ich noch. Du bist Schi’it, richtig?

Tawhidi: „Ja. Die Schi’iten haben auch ihre Probleme, mit der Hisbollah und dem iranischen Regime, aber damals konnte ich mit dir nicht darüber reden, weil mein Kommunikation überwacht wurde.“

Robinson: „Wofür kämpfst du jetzt als Imam? Für die Reformation des Islam?“

Tawhidi: „Ich sage zwar, wir brauchen eine Reformation des Islam, aber ich weiß, es wird niemals eine Reformation geben. Wir können höchstens den Weg ebnen für eine Reformation in mehreren hundert Jahren.“

Robinson: „Da bin ich aber froh, dass das endlich mal jemand zugibt. Bei uns in UK gibt es etliche angeblich moderate Moslems wie Maajid Nawaz mit seiner Gruppe Quilliam, die uns die Lüge verkaufen wollen, dass es innerhalb einer Generation einen reformierten Islam geben wird. Aber der Islam existiert schon seit 1400 Jahren, ohne dass er reformiert wurde. Wenn es eine Reform gibt, dann sind das Leute wie die Wahhabis, die zurück zu den Wurzel gehen wollen. Du glaubst als nicht an eine Reform?“

Tawhidi: „Das ist ein Widerspruch an sich, etwas zu reformieren, dass seit seiner Einführung vollkommen, perfekt und gottgegeben ist. Der Islam wurde ja nicht als eine Theorie eingeführt, als eine Option unter vielen. Es ist die vollkommene, einzige Lebensart für alle Menschen. Was Muhammad ibn Al-Wahhab gemacht hat, war zu sagen, ‚Lasst uns so leben wie der Prophet Mohammed gelebt hat’, denn das ist die perfekte Verkörperung des Menschen. Er war also ein Fundamentalist und kein Reformer.

Ich glaube, es wird eine Reform bei einzelnen Menschen wie mir geben. Das betrifft die Einwanderer aus dritter oder vierter Generation, in UK, in Kanada, in USA und Australien, die sich nicht mehr mit den Ereignissen in Syrien oder Irak verbunden fühlen. Wenn ein Vater hier im Satellitenfernsehen Bombardierungen in Syrien sieht, und sagt, wir müssen ihnen Geld schicken, existiert diese emotionale Verbindung nur beim Vater, nicht mehr beim Sohn oder Enkel.“

Robinson: „Aber wir erleben gerade das Gegenteil. Die erste Einwanderergeneration war nicht radikal, aber die nachfolgenden Generationen werden immer radikaler. Das belegen auch alle Studien, von Pew Research und dergleichen. Die Mehrheit der Terroristen und Verhafteten sind 17- bis 24-Jährige. Was meinst du, was sollen wir als Westen sagen? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese junge Generation sich erheben und von diesem Extremismus lossagen wird?“

Tawhidi: „Das wird niemals passieren.“

Robinson: „ Das wird niemals passieren. Deshalb sage ich, wir müssen den Islam aufhalten. Wenn ich als Engländer, als Vater von drei Kindern, in die Zukunft gucke, und in die Vergangenheit, wofür unsere Vorväter gekämpft haben, dann sage ich, um das zu bewahren, müssen wir den Islam aufhalten.“

Tawhidi: „Man kann den Islam nicht aufhalten. Ich erkläre dir warum. Guck dir die Juden an. Die wurden hunderte Jahre verfolgt, hatten bis zur Gründung Israels nie eine Regierung, die auf sie aufpasste. Trotzdem hat das jüdische Volk überlebt. Und sie haben keine Dawa-Stände in der Innenstadt, die die Leute zum Judentum bekehren wollen. Man kann eine Religion nicht einfach aufhalten, vor allem wenn man sich die Wachstumszahlen der islamischen Gemeinde ansieht. Moslemische Familien fahren alle große Autos, Minivans, weil sie soviele Kinder haben.“

Robinson: „Ist das politisch gewollt? Ist das eine Art Geburten-Dschihad?“

Tawhidi: „Das war früher ganz normal. Meine Mutter hatte elf Geschwister. Aber heute, in bestimmten Gebieten ist das politisch gewollt, ja. So wie wenn die Saudis in Ahwas im südlichen Iran die Sunni-Familien unterstützen, und zum Vater sagen, mach du einfach Kinder, die musst dich um nichts kümmern, wir sorgen für euch.“

Robinson: „Aber ich glaube, wir können schon etwas dagegen tun. Man könnte die Sozialhilfe für diese Familien auf zwei Kinder begrenzen. Es gibt Männer, die haben hier drei Frauen und 14 Kinder. Und wir bezahlen dafür. Wenn man die Sozialhilfe für so etwas streichen würde wäre das gar nicht möglich. Wenn du also sagst, es gibt nichts was wir dagegen tun können, bin ich nicht deiner Meinung. Wir könnten die muslimische Einwanderung stoppen und Sozialhilfe auf zwei Kinder begrenzen. Wir können die Geldströme aus Saudi Arabien, Katar oder Iran stoppen. Wir könnten die Scharia verbieten. Wenn jemand als friedlicher Moslem bei uns leben will, kein Problem, herzlich willkommen. Aber den radikalen Extremisten müssen wir das Leben zu absoluten Hölle machen. Man muss realistisch sein. Wir haben offiziell 3-4 Millionen, faktisch wahrscheinlich eher 6 Millionen Moslems in UK. Will ich die alle abschieben? Nein, natürlich nicht. Viele meiner besten Jugendfreunde aus meiner Stadt sind Moslems. Aber wir müssen den Einfluss dieser Ideologie begrenzen. Wenn diese Leute nicht in einer Demokratie leben wollen, sollen sie bitte gehen.“

Tawhidi: „Da gebe ich dir völlig Recht.“

Das ganze Interview hier (auf Englisch):

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