Japan: Syrer scheitern als Flüchtlinge vor Gericht

Foto:Durch Perati Komson/shutterstock
Wollen lieber unter sich bleiben- die Japaner (Foto:Durch Perati Komson/shutterstock)

Zwei syrische Asylbewerber sind am Dienstag in Tokio vor Gericht mit ihrem Anliegen, sie als Flüchtlinge anzuerkennen, gescheitert. Sie wollten eine Regierungsentscheidung aufzuheben lassen, die ihnen den Flüchtlingsstatus verweigerte. Es war die erste derartige Klage in Japan seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs 2011 im Nahen Osten.

Das Tokioter Bezirksgericht bestätigte eine Regierungsentscheidung, die vor fünf Jahren erlassen wurde und nach der ihr Asylantrag nach dem internationalen Flüchtlingsrecht nicht zulässig sei.

Der Kläger, Joude Youssef, kündigte auf einer Pressekonferenz an, er wolle gegen das Urteil Berufung einlegen.

Laut der Anwälte habe Youssef das Recht, unter einem humanitären Status in Japan zu bleiben. Er habe zwar ein Aufenthaltsrecht, aber keine vollständigen Flüchtlingsrechte. Es war nicht klar, ob der zweite Kläger Berufung einlegen würde.

Immigration und Asyl sind sensible Themen in Japan, wo viele selbst angesichts der schrumpfenden Bevölkerung und des größten Arbeitskräftemangels seit den 1970er Jahren auf ihre kulturelle und ethnische Homogenität stolz sind. (MS)

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