Ein Vaffanculo für Dr. Merkel

Foto: Screenshot/Youtube
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Früher hat Dr. Merkel die Provokationen und Beleidigungen italienischer Politiker primär der deutschen Sozialdemokratie überlassen. Neuerdings steigt sie selbst ins Aggressionsgeschäft ein.

Von Wolfgang Prabel

Der „Libero Quotidiano“ berichtet: Matteo Salvini antwortet auf Angela Merkel und Emmanuel Macron: „Italien hat ihre Lektionen nicht nötig.“ Der Führer der Lega, der sich in Lamezia Terme aufhielt, reagierte auf die Angriffe, die von den Politikern aus Deutschland und Frankreich empfangen wurden. Ein paar Worte, aber eher definitiv: „Merkel und Macron sorgen sich um die Deutschen und die Franzosen, Italiener um Italien, wir brauchen keine Lektionen von anderen“. Merkel und Macron hatten tatsächlich ihre Besorgnis über den Vormarsch von Leuten in Italien geäußert, die sich wie populistische Bewegungen verhalten.

Die Überschrift war noch etwas deutlicher: „Salvini, der Stolz Italiens zeigt den Vaffa zu Angela Merkel.“

Nun muß man sich freilich in der italienischen Folklore etwas auskennen.  Der „“Vaffa“ ist das „Verpiß dich“, „Oder Leck-mich-am -Arsch“, welches unser Freund Beppe Grillo 2009 in die italienische Politik eingeführt hatte.

„Mit einem „Vaffanculo“ hat alles begonnen, einem „Leck-mich-am-Arsch“. Hingeschmettert von einem Komiker mit dem Zeug zum Agitator. Es wirkte wie eine satirische Nummer gegen das Establishment: gegen die Kaste der alten Parteien, der Berufspolitiker und Großbanker, gegen die Korruption der Mächtigen. Das „Vaffanculo“ galt dem ganzen System, pauschal und laut.“ So die Alpenprawda.

Hier eine Kostprobe, wo Beppe gerade gegen die deutsche Sozialdemokratie wettert, namentlich gegen Martin Schulz:

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